Bilanz 2025
Die AOK Hessen schließt das Geschäftsjahr 2025 in der Krankenversicherung bei einem Finanzvolumen von rund 7,9 Milliarden Euro mit einem Überschuss der Einnahmen in Höhe von 1,6 Millionen Euro ab. Das Rechnungsergebnis ist erneut ein Abbild der insgesamt sehr angespannten Finanzsituation der GKV infolge der weiterhin stark steigenden Ausgaben.
Der Zusatzbeitragssatz der AOK Hessen lag im Jahr 2025 bei 2,49 Prozent und damit geringfügig unter dem bundesdurchschnittlichen Zusatzbeitragssatz der GKV, der für jedes Haushaltsjahr vom Bundesministerium für Gesundheit nach rechnerischer Ermittlung festgelegt wird. Der Mitglieder- und Versichertenbestand der AOK Hessen hat sich im Jahr 2025 bei verhaltener Konjunktur- und Arbeitsmarktlage weitgehend stabil entwickelt. Die Versichertenzahl stieg im Jahresmittel auf 1.733.244. Der Marktanteil der AOK Hessen lag bei 31,1 Prozent, wobei sich eine weitere anteilige Verschiebung in der Mitgliederstruktur zugunsten der Mitglieder mit Beschäftigungsverhältnissen ergab. Die AOK ist damit weiterhin die größte Krankenkasse im Land Hessen.
Die Leistungsausgaben sowohl der GKV als auch der AOK Hessen stiegen im Jahr 2025 erneut und teilweise deutlich stärker als die maßgebliche Einnahmebasis auf Ebene der GKV. Insgesamt verbuchte die AOK Hessen Leistungsausgaben in Höhe von 4.333 Euro je Versicherten, was einem Anstieg um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die drei größten Einzelpositionen bildeten weiterhin Krankenhausausgaben, Ausgaben für Arzneimittel und Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung.
Die Krankenhausausgaben betrugen 1.493 Euro je Versicherten und lagen damit 6,5 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte maßgeblich aus höheren Pflegepersonalkosten, der Erhöhung des Landesbasisfallwertes, einer höheren durchschnittlichen Fallschwere und steigenden Ausgaben für stationäre psychiatrische Behandlungen.
Die Arzneimittelausgabenstiegen um 4,0 Prozent auf 727 Euro je Versicherten. Arzneimittel für onkologische Behandlungen sowie zur Therapie von Diabetes und Adipositas trugen maßgeblich zu diesem Anstieg bei.
Die Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung stiegen um 8,0 Prozent auf 669 Euro je Versicherten. Neben der Erhöhung des Orientierungswertes für die vertragsärztliche Vergütung trugen die Entbudgetierung von hausärztlichen Leistungen und ein höherer Bedarf an psychotherapeutischen Behandlungen zu diesem Anstieg bei.
Finanzvolumen

Krankenversicherung

Vermögensrechnung

Erfolgsrechnung

Finanzdaten

Struktur des Aufwandes
Pflegeversicherung

Vermögensrechnung
