Yoga

Was versteht man darunter?

Yoga stammt aus Indien und ist ein Teil der traditionellen indischen Heilkunde, dem Ayurveda. Es ist eine Mischung aus Entspannungsverfahren und Körperübungen, die der Gesunderhaltung und Harmonisierung des Körpers dient. Eine wichtige Rolle im Übungsprogramm spielt die richtige Atmung.Die Übungen setzen sich zusammen aus speziellen Körperstellungen, Atemübungen und einer Tiefenentspannung. Sie sind leicht zu erlernen, eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

Das indische Wort Yoga kommt von "yui" und bedeutet im übertragenen Sinne "Verbindung, Vereinigung". Das Ziel des Yoga besteht darin, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Teilweise wird in einer einführenden Entspannungsübung gedanklich eine Reise durch den ganzen Körper angetreten. Bei den folgenden Übungen werden Muskeln angespannt, passiv oder aktiv gedehnt und anschließend wieder entspannt.

Wie wirkt die Methode?

Mit Yoga können Sie mehr Gelassenheit und Ruhe im Alltag gewinnen. Zugleich fördert es die Spannkraft des Körpers und seine Beweglichkeit. Muskeln, Sehnen und Bänder werden gekräftigt. Vor allem profitieren davon die Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule. Das schützt vor Rückenschmerzen. Verspannungen werden gelöst und die Koordination der Körperbewegungen erheblich verbessert. Das kann gerade ältere Personen vor folgenschweren Stürzen bewahren.

Doch auch die seelische Ausgeglichenheit wird gefördert und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Anhänger der Yoga-Bewegung sind überzeugt, auch die Gedächtnisleistung steigern zu können. Darüber hinaus soll Yoga eine Senkung des Blutdrucks und die Linderung von Kopfschmerzen bewirken können.

Übungen zum Selbermachen

Yoga-Übung gegen Rückenschmerz
Stellen Sie einen fest stehenden Stuhl mit gerader Rückenlehne vor sich hin.
Ausgangsstellung: Setzen Sie sich bequem so auf den Stuhl, dass Sie die Stuhllehne nicht im Rücken, sondern seitlich von sich haben. Die rechte Hüfte berührt die Lehne, die ganze Sitzfläche wird ausgenutzt. Achten Sie auf einen aufrechten Sitz. Die Füße stehen nebeneinander fest auf dem Boden, die Knie bleiben zusammen.
Drehung des Oberkörpers: Atmen Sie kräftig aus und drehen Sie nun Ihren Oberkörper zur Stuhllehne. Dazu ziehen Sie sich mit der linken Hand an die Lehne heran. Die rechte Hand drückt den Oberkörper weg. Oberkörper und Stuhllehne verlaufen möglichst parallel.
Drehung des Kopfes: Jetzt drehen Sie Ihren Kopf möglichst weit über die rechte Schulter. Bleiben Sie 20 bis 30 Sekunden in dieser Haltung. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig. Dann lassen Sie die Lehne los und gehen langsam und kontrolliert wieder in die Ausgangsstellung zurück.

Wiederholen Sie jetzt alle drei Übungsteile auf der anderen Körperseite. Sie sitzen dabei in der Ausgangsstellung so, dass diesmal die linke Hüfte die Stuhllehne berührt.

Was bietet die AOK?

Yoga eignet sich sehr gut zur Entspannung und Erholung, beispielsweise nach einem stressigen Arbeitstag oder um seine innere Ruhe auf Dauer wiederzugewinnen oder zu erhalten. Außerdem stärkt es Muskeln und Gelenke und fördert eine gleichmäßige Atmung. Wenn Sie die Übungen erlernen wollen, können Sie die vielfältigen Kursangebote der Volkshochschulen oder privater Zentren nutzen. Ihre AOK-Geschäftsstelle kann Ihnen sagen, wo solche Kurse stattfinden. Die AOK beteiligt sich an den Kosten für Yoga-Kurse, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Übrigens: Viele AOKs bieten inzwischen selbst Yoga-Kurse an. Eine Übersicht finden Sie hier.

Quellen

Letzte Aktualisierung: Dezember 2011

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