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Statement von Verwaltungsrat und Vorstand

Verlässlich in schwierigen Zeiten

Die AOK Hessen ist mit über 1,7 Millionen Versicherten und einem Haushaltsvolumen von fast zehn Milliarden Euro in beiden Versicherungszweigen die größte Kranken- und Pflegeversicherung im Land. Sie wirkt auf eine bedarfsgerechte und qualitätsorientierte Gesundheitsversorgung hin und verfolgt eine solide, vorausschauende Finanzpolitik. Dabei bewegt sie sich wie alle gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in einem angespannten finanziellen Umfeld. 

Die Alarmsignale sind mehr als deutlich. Zum Jahreswechsel 2025/26 hat rund die Hälfte der gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge erhöht – mehr als 32 Millionen Mitglieder waren davon betroffen. Auch die AOK Hessen musste ihren Zusatzbeitragssatz erhöhen, blieb mit 2,98 Prozent aber unter dem durchschnittlich erhobenen Wert von 3,13 Prozent. Die Haushaltsplanung für das Jahr 2026 war für alle Verantwortlichen eine große Herausforderung. Die Planungen mussten zu einer Zeit vorgenommen werden, in der die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2026 nicht klar waren. 

Ein sogenanntes „Kleines Sparpaket“ für die GKV konnte erst Mitte Dezember verabschiedet werden, also erst nachdem die Krankenkassen Ihre Haushaltspläne aufgestellt hatten. Die AOK Hessen knüpft an die aktuellen Gesetzgebungsvorhaben die dringende Erwartung, dass für die nächsten Jahre weitere Beitragserhöhungen wirksam verhindert werden und eine höhere Planungssicherheit gewährleistet wird.

Die sozialen Sicherungssysteme stehen vor großen Herausforderungen. Die Sozialbeiträge sind 2026 auf einen neuen Höchststand von rund 43 Prozent gestiegen und liegen damit weit über dem viele Jahre lang angestrebten Grenzwert von maximal 40 Prozent. Ohne strukturelle Reformen droht ein weiterer Anstieg. Rente, Pflege, Gesundheit – auf die Regierungskoalition warten große Herausforderungen, die bereits seit Jahren bekannt sind. 

In der Gesundheits- und Pflegepolitik liegen nun Gesetzentwürfe vor, die ab dem Jahr 2027 Wirkung entfalten und weitere Beitragserhöhungen verhindern sollen. Neben den unmittelbar finanzwirksamen Maßnahmen sind jedoch noch weitere strukturelle Reformen erforderlich, die in einem nächsten Schritt angegangen werden müssen. Dabei müssen stärker als bislang Effizienzreserven gehoben werden. Denn Geld ist genug im Gesundheitswesen vorhanden, es muss aber zielgerichteter eingesetzt werden.

Die AOK Hessen wird als Marktführerin die Reformen konstruktiv begleiten und die Entscheidungsträgerinnen und -träger mit ihrer Expertise unterstützen. Verlässlichkeit, auch in schwierigen Zeiten: Dafür steht die AOK Hessen.

Stefan Würzbach

Vorsitzender des Verwaltungsrates, 
Vertreter der Versicherten

Dr. Stefan Hoehl

Vorsitzender des Verwaltungsrates, 
Vertreter der Arbeitgeber

Detlef Lamm

Vorsitzender des Vorstandes

Dr. Michael Karner

Stv. Vorsitzender des Vorstandes

Dr. Isabella Erb-Herrmann

Mitglied des Vorstandes