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Ernährung

Das Salz in der Suppe

Veröffentlicht am:12.06.2026

5 Minuten Lesedauer

Salz ist schmackhaft und lebenswichtig, kann aber zum Risikofaktor werden. Arbeitgeber können dazu beitragen, den Salzkonsum der Beschäftigten in Balance zu halten und Erkrankungen vorzubeugen.

Illustration: Ein Mann streut Salz auf sein Essen

© AOK

In Maßen lebenswichtig

Ohne Salz wären nicht nur die täglichen Mahlzeiten fade, es spielt auch eine tragende Rolle bei lebenswichtigen Aufgaben des Körpers wie dem Wasserhaushalt oder der Funktion von Nerven und Muskeln.

In Deutschland liegt das Problem jedoch nicht im Mangel, sondern im Überfluss: Frauen nehmen im Durchschnitt 8,4 Gramm Salz pro Tag zu sich, Männer etwa 10 Gramm. Dabei sollte der tägliche Verzehr nach verschiedenen Empfehlungen 5 bis 6 Gramm nicht überschreiten – etwa ein Teelöffel.

Die Dosis macht’s

Nur 5-6 g Salz am Tag werden von der DGE empfohlen.

Rund 30 Mio. Menschen in Deutschland leiden an Bluthochdruck.

Quellen: DGE, 2020; WIdO, 2023.

Volkskrankheit Bluthochdruck

Hintergrund der Empfehlungen ist der Zusammenhang von übermäßigem Salzkonsum mit mehreren Krankheiten, die in Unternehmen den Krankenstand erhöhen können.

Salz wirkt appetitanregend und kann Übergewicht fördern, zudem hat es im Übermaß einen negativen Einfluss auf die Darmgesundheit und damit auf das Immunsystem. Nicht zuletzt gilt eine hohe Salzzufuhr als wichtiger Risikofaktor für Bluthochdruck. Eine langfristige Überlastung der Blutgefäße kann Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems begünstigen.

Versteckte Salze

Bis zu 90 % des verzehrten Salzes wird über verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Wurstwaren, Käse oder Knabberartikel aufgenommen.

Quelle: Verbraucherservice Bayern, 2024.

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Schnelle Erfolge

Eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten führt zu schnellen Verbesserungen. Im Rahmen einer Studie der Universität Vanderbilt in Nashville sank der Blutdruck der Teilnehmenden schon nach einer Woche mit salzarmer Kost deutlich.

Über die Verpflegungsangebote am Arbeitsplatz können Unternehmen ihren Beschäftigten daher Gutes tun. Das bloße Entfernen von Salzstreuern aus Pausenräumen und Kantinen ist kaum effektiv und sorgt potenziell für Frust im Team. Wichtiger ist das Speisenangebot an sich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bietet eine Zertifizierung für Caterer und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung an, die Unternehmen eine Orientierung an aktuellen Ernährungsempfehlungen garantiert.

Aufklärung und Angebote

Arbeitgeber können viel für eine schmackhafte, salzärmere Ernährung im Betrieb tun. Und von einem bewussten Umgang mit Salz profitiert letztlich nicht nur der Arbeitgeber, sondern die Belegschaft selbst:

  • Informationen über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln können effektive Auswirkungen haben.
  • Das geht per Aushang, Essberatung oder KI-gestützte Apps, die allein auf Basis von Fotos den Nährstoffgehalt ermitteln und auf verstecktes Salz hinweisen können.
  • Das kann bei einer Ernährung mit weniger Salz unterstützen, das viele nach einer kurzen Umgewöhnung gar nicht mehr vermissen.

So unterstützt die AOK Baden-Württemberg

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