Willkommen bei Ihrer
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
Die Gesundheitskasse

Pflegeleistungen/Pflegegeld

Pflegeleistungen/Pflegegeld

Die Festlegung einer Pflegestufe ist Basis für die individuelle Betreuung eines Menschen, der pflegebedürftig wird. Damit schaffen wir die finanziellen Voraussetzungen für die Bewältigung einer Situation, die für alle Beteiligten wirklich nicht einfach ist. Mindestens ebenso wichtig ist deshalb der menschliche Aspekt: die persönliche Beratung durch unsere Krankenpflegefachkräfte. Sie helfen Betroffenen, mit der neuen Situation zurecht zu kommen, geben wertvolle Tipps und unterstützen konkret auch bei Formalitäten und bei Organisatorischem.

Private Pflege zu Hause unterstützen wir durch das Pflegegeld nach den aktuell gültigen Pflegestufen-Tarifen, dessen Höhe je nach Pflegestufe gestaffelt ist:

  • Pflegestufe I: 235 Euro pro Monat
  • Pflegestufe II: 440 Euro pro Monat
  • Pflegestufe III: 700 Euro pro Monat

Für die Pflege eines Angehörigen können Sie Pflegezeit in Anspruch nehmen. Hierzu informiert die AOK-Pflegekasse individuell.

Professionelle Pflege durch ambulante Pflegedienste oder professionelle Pflegekräfte finanzieren wir nach folgenden Pflegestufen:

  • Pflegestufe I: 450 Euro pro Monat
  • Pflegestufe II: 1.100 Euro pro Monat
  • Pflegestufe III: 1.550 Euro pro Monat

Voraussetzung für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit ist das Stellen eines Antrags.

Sind Sie unsicher, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt? Sprechen Sie mit Ihrem AOK-Berater, welches Vorgehen am sinnvollsten ist, um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten.

Den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung können Sie auch direkt hier herunterladen und ausdrucken.

Wichtige Hinweise
Nachdem Sie den Antrag fertig ausgefüllt haben, drucken Sie diesen aus und senden ihn an Ihre AOK.
Bitte vergessen Sie nicht, den Antrag zu unterschreiben, bevor Sie ihn wegschicken.

Mehr für Demenzkranke
Jetzt beziehen demenzkranke Menschen erstmals Pflegegeld oder Sachleistungen in Pflegestufe 0. Aber auch die Leistungen in den anderen Pflegestufen erhöhen sich für Sie.
 

Stufe Pflegegeld   Sachleistung
bisher neu Ver-
besserung
bisher neu  Ver-
besserung
 0    0 €  120 €  120 €    0 €  225 €  225 €
 I  235 €  305 €   70 €  450 €  665 €  215 €
 II  440 €  525 €   85 € 1.100 € 1.250 €  150 €
 III  700 €  700 €    0 € 1.550 € 1.550 €    0 €


Dauerhaft stationäre Pflege: Hierfür übernehmen wir die Kosten bis zu 1.550 Euro monatlich, in Ausnahmen bis zu 1.918 Euro monatlich.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung
Auch hierüber informieren unsere Krankenpflegefachkräfte Sie gerne im Detail: In bestimmten Situationen besteht die Möglichkeit weiterer Zuschüsse und Kostenbeteiligungen. Beispiele hierfür:

Verhinderungspflege: Auch die pflegenden Angehörigen brauchen Erholungsurlaub oder sind mal krank. Für diese Fälle bezuschusst die AOK die notwendige Ersatzpflege bis zu 4 Wochen bzw. bis zu 1.550 Euro im Jahr.

Kurzzeitpflege: Hat sich z. B. die Pflegebedürftigkeit rasch verschlimmert und es konnte noch kein Platz in einem Pflegeheim gefunden werden, so finanziert die AOK zur Überbrückung den Aufenthalt in einem Kurzzeitpflegeheim. Diese "Ersatzpflege" wird bis zu 4 Wochen bzw. 1.550 Euro im Jahr übernommen.

Pflegekurse: Die AOK vermittelt und bezahlt den pflegenden Angehörigen Kurse, in denen sie lernen, mit Hilfsmitteln umzugehen, Pflegefehler zu vermeiden und die Pflege bestmöglich zu organisieren.

Zusätzliche Betreuungsleistungen: Besteht für den Patienten ein erheblicher Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung, z. B. bei bestimmten psychischen Erkrankungen, für Demenz Erkrankte und geistig Behinderte, unterstützt die AOK diese zusätzliche Betreuung zweckgebunden durch einen Zuschuss je nach Betreuungsbedarf von bis zu 1.200 Euro (Grundbetrag) bzw. bis zu 2.400 Euro (erhöhter Betrag) im Jahr.
Diese Leistungen können auch Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten, die noch keine Pflegestufe erreicht haben.

Wohnumfeld-Veränderung: Wenn das Wohnumfeld verändert werden muss, um eine Pflege zu Hause zu ermöglichen, unterstützen wir dies mit einem Extra-Zuschuss bis zu 2.557 Euro.

Finanzierung von Hilfsmitteln, die die Situation des Gepflegten verbessern bzw. die Pflege erleichtern.

Förderung von Wohngruppen: Damit Pflegebedürftige möglichst lange zuhause bleiben können, kann die Gründung von ambulanten Wohngruppen (WG) gefördert werden. Als Anreiz dafür ist ein einmaliger Betrag von bis zu 2.500 Euro pro Bewohner, jedoch maximal 10.000 Euro je WG vorgesehen – zum Beispiel für die altersgerechte Umgestaltung der Wohnung. Für eine Pflegekraft, die zum Beispiel bei der Organisation des Zusammenlebens hilft, wird pauschal 200 Euro monatlich pro „WG-ler“ gezahlt.

Renten- und Unfallversicherung: Pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende sind in der Rentenversicherung sozial abgesichert, wenn ihr wöchentlicher Pflegeumfang mindestens 14 Stunden beträgt. Diese Mindeststundenzahl kann durch die Pflege eines Pflegebedürftigen oder durch die Pflege mehrerer pflegebedürftiger Personen erreicht werden.

Die Vorteile:
Eine spätere Rente kann erhöht werden oder ein Rentenanspruch kann entstehen. Die Rentenversicherungsbeiträge werden in voller Höhe von der AOK-Pflegekasse bezahlt. Für Pflegeperson und Pflegebedürftigen entstehen keine Kosten.
Außerdem sind pflegende Angehörige für ihre Pflegetätigkeit unfallversichert. Auch hier übernimmt die AOK-Pflegekasse die Beiträge.

Hospize: Neben den Leistungen der Pflegekasse beteiligt sich die AOK an den Kosten für die Versorgung unheilbar Kranker und Sterbender in Hospizen.

Mehr Beratung und schnelle Hilfe
Pflegeberater unterstützen Pflegebedürftige und deren Angehörige bei der Organisation der Pflege durch Beratung und Koordination des gesamten Leistungsgeschehens für die Pflegebedürftigen.

 

Copyright - AOK – Die Gesundheitskasse / wdv OHG: Corporate Publishing