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Pflegeleistungen/Pflegegeld

Pflegeleistungen/Pflegegeld

Die Festlegung einer Pflegestufe ist Basis für die individuelle Betreuung eines Menschen, der pflegebedürftig wird. Damit schaffen wir die finanziellen Voraussetzungen für die Bewältigung einer Situation, die für alle Beteiligten wirklich nicht einfach ist. Mindestens ebenso wichtig ist deshalb der menschliche Aspekt: die persönliche Beratung durch unsere Krankenpflegefachkräfte. Sie helfen Betroffenen, mit der neuen Situation zurecht zu kommen, geben wertvolle Tipps und unterstützen konkret auch bei Formalitäten und bei Organisatorischem.

Private Pflege zu Hause unterstützen wir durch das Pflegegeld nach den aktuell gültigen Pflegestufen-Tarifen, dessen Höhe je nach Pflegestufe gestaffelt ist:

  • Pflegestufe I: 244 Euro pro Monat
  • Pflegestufe II: 458 Euro pro Monat
  • Pflegestufe III: 728 Euro pro Monat

Für die Pflege eines Angehörigen können Sie Pflegezeit in Anspruch nehmen. Hierzu informiert die AOK-Pflegekasse individuell.

Professionelle Pflege durch ambulante Pflegedienste oder professionelle Pflegekräfte finanzieren wir nach folgenden Pflegestufen:

  • Pflegestufe I: 468 Euro pro Monat
  • Pflegestufe II: 1.144 Euro pro Monat
  • Pflegestufe III: 1.612 Euro pro Monat

Voraussetzung für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit ist das Stellen eines Antrags.

Sind Sie unsicher, ob Pflegebedürftigkeit vorliegt? Sprechen Sie mit Ihrem AOK-Berater, welches Vorgehen am sinnvollsten ist, um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten.

Den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung können Sie auch direkt hier herunterladen und ausdrucken.

Wichtige Hinweise
Nachdem Sie den Antrag fertig ausgefüllt haben, drucken Sie diesen aus und senden ihn an Ihre AOK.
Bitte vergessen Sie nicht, den Antrag zu unterschreiben, bevor Sie ihn wegschicken.

Mehr für Demenzkranke
Jetzt können demenzkranke Menschen erstmals die Leistungen der Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege sowie Leistungen zur Förderung von Wohngruppen in Anspruch nehmen. Auch die Leistungsbeträge für Pflegegeld und Sachleistungen erhöhen sich für Sie.

Stufe Pflegegeld   Sachleistung
bisher neu bisher neu 
 0 120 € 123 € 225 € 231 €
 I 305 € 316 € 665 € 689 €
 II 525 € 545 € 1.250 € 1.298 €
 III 700 € 728 € 1.550 € 1.612 €


Dauerhaft stationäre Pflege: Hierfür übernehmen wir die Kosten bis zu 1.612 Euro monatlich, in Ausnahmen bis zu 1.995 Euro monatlich.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung
Auch hierüber informieren unsere Krankenpflegefachkräfte Sie gerne im Detail: In bestimmten Situationen besteht die Möglichkeit weiterer Zuschüsse und Kostenbeteiligungen. Beispiele hierfür:

Verhinderungspflege: Auch die pflegenden Angehörigen brauchen Erholungsurlaub oder sind mal krank. Für diese Fälle bezuschusst die AOK die notwendige Ersatzpflege bis zu sechs Wochen bzw. bis zu 1.612 Euro im Jahr.

Der Leistungsbetrag der Ersatzpflege kann – unter Anrechnung des Leistungsbetrages der Kurzzeitpflege – auf insgesamt 2.418 Euro im Kalenderjahr erhöht werden.

Kurzzeitpflege: Hat sich z. B. die Pflegebedürftigkeit rasch verschlimmert und es konnte noch kein Platz in einem Pflegeheim gefunden werden, so finanziert die AOK zur Überbrückung den Aufenthalt in einem Kurzzeitpflegeheim. Diese "Ersatzpflege" wird bis zu 4 Wochen bzw. 1.612 Euro im Jahr übernommen.

Die Leistung der Kurzzeitpflege kann – unter Anrechnung des Leistungsbetrages der Verhinderungspflege – auf bis zu 8 Wochen bzw. 3.224 Euro ausgedehnt werden.

Über die Möglichkeiten der Umwidmung beraten wir Sie gerne.

Pflegekurse: Die AOK vermittelt und bezahlt den pflegenden Angehörigen Kurse, in denen sie lernen, mit Hilfsmitteln umzugehen, Pflegefehler zu vermeiden und die Pflege bestmöglich zu organisieren.

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen: Besteht für den Patienten ein erheblicher Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung, z. B. bei bestimmten psychischen Erkrankungen, für Demenz Erkrankte und geistig Behinderte, unterstützt die AOK diese zusätzliche Betreuung zweckgebunden mit bis zu 208 Euro im Monat.

Diese Leistungen können auch Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten, die noch keine Pflegestufe erreicht haben.

Ab dem 1.1.2015 haben Pflegebedürftige mit Pflegestufe I - III ohne erheblichen Betreuungsbedarf erstmals einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Für diese Personengruppe beträgt der Zuschuss bis zu 104 Euro im Monat.

Wohnumfeld-Veränderung: Wenn das Wohnumfeld verändert werden muss, um eine Pflege zu Hause zu ermöglichen, unterstützen wir dies mit einem Extra-Zuschuss bis zu 4.000 Euro. Leben mehrere Anspruchsberechtigte in einer Wohnung, ist der Gesamtbetrag auf 16.000 Euro begrenzt.

Finanzierung von Hilfsmitteln, die die Situation des Gepflegten verbessern bzw. die Pflege erleichtern.

Förderung von Wohngruppen: Damit Pflegebedürftige möglichst lange zuhause bleiben können, kann die Gründung von ambulanten Wohngruppen (WG) gefördert werden. Als Anreiz dafür ist ein einmaliger Betrag von bis zu 2.500 Euro pro Bewohner, jedoch maximal 10.000 Euro je WG vorgesehen – zum Beispiel für die altersgerechte Umgestaltung der Wohnung. Für eine Pflegekraft, die zum Beispiel bei der Organisation des Zusammenlebens hilft, wird pauschal 205 Euro monatlich pro „WG-ler“ gezahlt.

Renten- und Unfallversicherung: Pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende sind in der Rentenversicherung sozial abgesichert, wenn ihr wöchentlicher Pflegeumfang mindestens 14 Stunden beträgt. Diese Mindeststundenzahl kann durch die Pflege eines Pflegebedürftigen oder durch die Pflege mehrerer pflegebedürftiger Personen erreicht werden.

Die Vorteile:
Eine spätere Rente kann erhöht werden oder ein Rentenanspruch kann entstehen. Die Rentenversicherungsbeiträge werden in voller Höhe von der AOK-Pflegekasse bezahlt. Für Pflegeperson und Pflegebedürftigen entstehen keine Kosten.
Außerdem sind pflegende Angehörige für ihre Pflegetätigkeit unfallversichert. Auch hier übernimmt die AOK-Pflegekasse die Beiträge.

Hospize: Über die Leistungen der Pflegekasse hinaus beteiligt sich die AOK an den Kosten für die Versorgung unheilbar Kranker und Sterbender in Hospizen.

Mehr Beratung und schnelle Hilfe
Pflegeberater unterstützen Pflegebedürftige und deren Angehörige bei der Organisation der Pflege durch Beratung und Koordination des gesamten Leistungsgeschehens für die Pflegebedürftigen.

Die Pflegeberatung kann in einem der zahlreichen Pflegestützpunkte in Anspruch genommen werden. Die Beratung ist kostenfrei und neutral. Ein Verzeichnis der Pflegestützpunkte erhalten Sie in Ihrem Kundencenter oder im Internet (www.pflegestuetzpunkte.rlp.de oder www.psp-saar.net).

 

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