Geschäftsberichte 2025
Willkommen zu den Geschäftsberichten der AOK NordWest. Hier finden Sie einen Überblick über unsere Finanzen und deren Entwicklungen im vergangenen Geschäftsjahr. Wir freuen uns, Ihnen transparente Einblicke in unsere Arbeit zu geben, und stehen für Fragen und Feedback jederzeit zur Verfügung.

Ergebnis Krankenversicherung Geschäftsjahr 2025

Auch im Geschäftsjahr 2025 hat sich der Trend deutlich steigender Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fortgesetzt: Die Gesamtausgaben der AOK NordWest betrugen rund 14,27 Milliarden Euro.
Die Leistungsausgaben je Versicherten sind im Vergleich zum Vorjahr um fast acht Prozent gestiegen. Die höchsten Kosten verursachten Krankenhaus-Behandlungen mit über fünf Milliarden Euro. Es folgen die Ausgaben für Arzneimittel sowie für die ambulanten ärztlichen Behandlungen. Der Anteil der Verwaltungskosten an den Gesamtausgaben betrug lediglich 3,97 Prozent.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen in der GKV hat die AOK NordWest das Jahr 2025 mit einem positiven Rechnungsergebnis von 36,5 Mio. EUR abgeschlossen. Bei ihr waren im Jahr durchschnittlich über 2,96 Millionen Menschen versichert.
In der Verantwortung ist aber auch der Gesetzgeber: Konzepte für eine nachhaltige Finanzierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind überfällig. Beitragszahlende müssten von versicherungsfremden Aufgaben entlastet werden. Notwendige Strukturreformen im Gesundheitswesen sind kraftvoll voranzubringen.
Die AOK NordWest bietet nicht nur umfangreiche Leistungen, sondern garantiert persönlichen Service vor Ort mit dem dichtesten Kundencenter-Netz ebenso wie moderne Lösungen für eine schnelle und mobile Kundenkommunikation.
Strukturreform

Das Jahr 2025 war gesundheitspolitisch von anhaltendem Reformdruck und einem politischen Wechsel auf Bundesebene geprägt. Nach der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar und der Bildung einer neuen Bundesregierung waren die Erwartungen an grundlegende Reformen groß. Angesichts steigender Beitragssätze, wachsender Leistungsausgaben und fortbestehender struktureller Defizite war klar: Die finanzielle und strukturelle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung wird zu einer zentralen Aufgabe der neuen Legislaturperiode.
Mit der Einsetzung der FinanzKommission Gesundheit hat die Bundesregierung im September 2025 die Vorbereitung weiterer Maßnahmen auf den Weg gebracht. Die Kommission soll Empfehlungen für eine dauerhafte Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung erarbeiten.
Der im März 2026 vorgelegte erste Bericht der FinanzKommission Gesundheit bildet die wesentliche Grundlage für das im Juli 2026 beschlossene Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Der darin verankerte Grundsatz, weitere Ausgabenzuwächse an die Entwicklung der Löhne und Gehälter der Beitragszahlenden zu knüpfen, wird von der AOK NordWest ausdrücklich unterstützt. Dadurch wird nicht nur die Ausgabendynamik wirksam gebremst, sondern auch der Leitgedanke einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik wiederbelebt. Dieser muss sich nachhaltig auch in den weiterhin notwendigen Strukturreformen fortsetzen.
Derweil nehmen weitere gesetzgeberische Vorhaben Gestalt an: Mit dem Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen sollen digitale Prozesse, Terminvermittlung, Überweisungen und Ersteinschätzungsverfahren zeitgemäß ausgestaltet und besser miteinander vernetzt werden.
Die geplante Neuordnung der Primärversorgung soll Patientinnen und Patienten gezielter durch das Versorgungssystem führen. Auch die Notfallreform zielt auf eine bessere Abstimmung zwischen dem ärztlichen Bereitschaftsdienst, den Notaufnahmen und dem Rettungsdienst. In der sozialen Pflegeversicherung soll das Pflegeneuordnungsgesetz strukturelle Verbesserungen anstoßen und die Finanzierung der Pflege zukunftsfähig gestalten. Entscheidend wird sein, dass diese Vorhaben nicht isoliert nebeneinanderstehen. Primärversorgung, Notfallversorgung, die Reformierung des Krankenhaussektors, Digitalisierung und Pflege müssen in einer schlüssigen Gesamtarchitektur miteinander verbunden werden. Nur dann können die Ressourcen effizienter eingesetzt, Versorgungsabläufe verbessert und Beitragsmittel zielgerichtet verwendet werden.
Die FinanzKommission Gesundheit wird Ende des Jahres ihren zweiten Bericht mit Vorschlägen für mittel- und langfristig wirksame Strukturreformen vorlegen. Von ihm werden wichtige Impulse für umfassende Strukturreformen erwartet.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums übernimmt Dr. Carsten Linnemann fortan die Verantwortung für die weitere gesundheitspolitische Agenda. Entscheidend wird sein, nachhaltige Perspektiven für Finanzierung und Versorgung zu entwickeln. Die notwendige Reformdynamik darf dabei nicht nachlassen.
Die AOK NordWest wird die weitere Reformdebatte konstruktiv begleiten. Sie wird sich dafür einsetzen, dass aus einzelnen Gesetzesvorhaben ein dauerhaft tragfähiges Gesamtkonzept für eine weiterhin leistungsfähige, solidarische und bezahlbare Gesundheitsversorgung entsteht.
AOK-Kampagne
„66-Tage-Challenge“

Der Wunsch, Gewicht zu verlieren, ist für viele Menschen ein stetiger Begleiter. Der stärkste Gegner für langfristigen Erfolg ist dabei nicht mangelnde Motivation, sondern oftmals Ungeduld. Hier setzt die AOK an und unterstützt Menschen auf ihrem Weg zu weniger Gewicht mit der AOK 66-Tage-Challenge. Diese hilft Teilnehmenden 66 Tage lang mit täglichen Impulsen, Aufgaben und Tipps dabei, gesunde Routinen rund um Ernährung und Bewegung dauerhaft im Alltag zu verankern. Ergänzt wird die Challenge durch persönliche Beratungsangebote, Gesundheitskurse und die medizinische Hotline Clarimedis.
Dranbleiben lohnt sich:
