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Schwangerschaft

Ab wann kann man einen Schwangerschaftstest machen?

Veröffentlicht am:17.03.2023

5 Minuten Lesedauer

Schwanger oder nicht? Diese Frage stellt sich Frauen und Paaren, wenn die Periode ausbleibt. Ein Schwangerschaftstest kann schon früh weitgehende Klarheit schaffen. Hier erfahren Sie, ab wann er sichere Ergebnisse liefert und wie man ihn durchführt.

Eine Frau schaut auf einen Schwangerschaftstest.

© iStock / Adene Sanchez

Bei diesen Anzeichen auf eine Schwangerschaft ist ein Test sinnvoll

Ob eine Frau sich sehnlichst ein Kind wünscht oder nicht schwanger sein möchte – festzustellen, dass man schwanger ist (oder nicht), kann sehr emotional sein. Ein Schwangerschaftstest kann bereits in frühen Stadien der Schwangerschaft ein weitgehend verlässliches Ergebnis liefern.

Aber woran kann eine Frau bemerken, dass sie vielleicht schwanger ist? Das Ausbleiben der Monatsblutung ist das sicherste Anzeichen für eine mögliche Schwangerschaft. Aber auch weitere körperliche Anzeichen können auftreten und auf eine Schwangerschaft hindeuten, zum Beispiel ein Spannungsgefühl in der Brust oder Übelkeit.

Körperliche Veränderungen bei einer Schwangerschaft können von Frau zu Frau sehr verschieden oder unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie sind für sich genommen kein eindeutiges Indiz, weil jeweils auch andere Ursachen möglich sind. Umgekehrt kann eine Frau auch ohne auffällige Veränderungen schwanger sein (von der ausbleibenden Menstruation einmal abgesehen).

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Alles Wissenswerte zu Schwangerschaftstests

Eine Schwangerschaft ist eine für Frauen und Paare einschneidende Veränderung. Je eher man von einer Schwangerschaft weiß, desto besser ist es, um den Lebensstil frühzeitig anzupassen. Das macht Schwangerschaftstests wertvoll. Allerdings sollte bei einer geplanten Schwangerschaft schon vor dem Start der Schwangerschaft mit einer Lebensstiländerung begonnen werden.

  • So funktioniert ein Schwangerschaftstest

    Tests, die man in Deutschland kaufen kann, haben alle die gleiche Funktionsweise. Sie weisen das Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG) im Urin nach. hCG wird auch als Schwangerschaftshormon bezeichnet, weil der weibliche Körper es ausschließlich bei einsetzender Schwangerschaft produziert, wenn sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. Im Laufe der Schwangerschaft verändert sich die Konzentration des hCG. Daher deutet auch eine schwache Testlinie auf ein postives Ergebnis hin.

  • Wann sollte man einen Schwangerschaftstest machen?

    Anhand der hCG-Konzentration im Urin lässt sich eine Schwangerschaft 10 bis 14 Tage nach Befruchtung der Eizelle erkennen, davor ist der Test weniger sensibel und kann die Konzentration unter Umständen noch nicht erfassen. Anders ausgedrückt: Ein verlässliches Ergebnis liegt ab dem zweiten Tag nach Ausbleiben der Menstruation vor – bei einem regelmäßigen Zyklus ist das ungefähr derselbe Zeitpunkt wie 14 Tage nach der Befruchtung beziehungsweise, wenn ein postiver Teststrich erkennbar ist. Der Test wird mit jedem Tag zuverlässiger, weil die hCG-Konzentration zunimmt. Im Blut ist ein erhöhter Wert schon nach sieben Tagen nachweisbar. Allerdings wird ein hCG-Bluttest vom Frauenarzt oder der Frauenärztin meist nur bei Vorerkrankungen oder möglichen Risikoschwangerschaften veranlasst.

  • Wie zuverlässig ist ein Schwangerschaftstest?

    Um eine Aussage zur Zuverlässigkeit von Schwangerschaftstests zu treffen, muss zwischen positiven und negativen Testergebnissen unterschieden werden, denn: Ein falsch positiver Schwangerschaftstest ist viel unwahrscheinlicher als ein falsch negativer. Das heißt: Beim positiven Ergebnis sind Sie mit sehr hoher Gewissheit schwanger. Bei einem negativen sind Sie zwar wahrscheinlich nicht schwanger, allerdings könnte der hCG-Wert für den Test noch nicht hoch genug gewesen sein. Das kann vor allem bei Früh-Schwangerschaftstests vorkommen, die damit beworben werden, schon vor dem Ausbleiben der Periode Ergebnisse zu liefern. Solche Frühtests sind bei negativem Ergebnis weniger zuverlässig. Ein späterer zweiter Test kann Sicherheit verschaffen. Ist auch dieser negativ und die Periode bleibt aus, sollte die Ursache hierfür ärztlich abgeklärt werden.

  • Wo bekomme ich ihn und wie viel kostet ein Schwangerschaftstest?

    Schwangerschaftstests sind in Apotheken, Drogeriemärkten oder online erhältlich. Viele werden als Frühtests vermarktet, allerdings mit Hinweisen wie „zuverlässig ab Fälligkeitstag Ihrer Periode“. Gebräuchlich sind auch Zweier- oder Dreierpackungen, zum Beispiel um einen Frühtest direkt nach Ausbleiben der Monatsblutung mit einem zweiten zu bestätigen. Mehrfachpackungen können relativ gesehen günstiger sein als Einzeltests. Die Preise schwanken je nach Hersteller und Ausführung, wobei Tests mit Digitalanzeige tendenziell teurer sind. Verlässliche Tests gibt es schon für unter zehn Euro pro Stück.

  • Wie führe ich den Test durch?

    Am besten ist es, einen Schwangerschaftstest mit dem ersten Morgenurin durchzuführen, weil dann die hCG-Konzentration im Urin am höchsten ist. Das Testgerät kann direkt in den Urinstrahl gehalten oder der Urin in einem Becher aufgefangen werden, um es dort einzutauchen. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung genau durch und halten Sie sich daran, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. Je nach verwendetem Test lässt sich das Ergebnis an einer Verfärbung des Teststreifens, einem Strich in einem Sichtfenster oder einer Digitalanzeige ablesen.

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Positiver Test: erste Schritte und Hilfe bei ungewollter Schwangerschaft

Schwangerschaft von Arzt oder Ärztin bestätigen lassen

Trotz hoher Zuverlässigkeit eines positiven Schwangerschaftstests: Absolute Gewissheit bringt nur ein Besuch in der gynäkologischen Praxis. Wenn der Gynäkologe oder die Gynäkologin das positive Testergebnis bestätigt, werden Sie in der Folge medizinisch betreut und darin beraten, wie Sie Ihr Leben zum Wohl Ihres Kindes und Ihrer eigenen Gesundheit am besten gestalten. Beispielsweise sollten Schwangere sofort auf Alkohol und Nikotin verzichten. Nicht nur Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin begleitet Sie mit Vorsorgeuntersuchungen und Beratung durch& die Schwangerschaft – auch die AOK unterstützt werdende Eltern mit Rat und Tat.

Unterstützung für werdende Mütter und Eltern

Ein junges, glückliches Paar im Bett, das sich über einen positiven Schwangerschaftstest freut.

© iStock / David-Prado

Ein positiver Schwangerschaftstest ist für viele Paare und Personen ein Grund zur Freude – vor allem, wenn sie schon über einen längeren Zeitraum versuchen, schwanger zu werden.

Hilfsangebote bei einer ungewollten Schwangerschaft

Nicht jede Schwangerschaft ist geplant. Manche Frauen sind unsicher, ob sie eine Schwangerschaft austragen wollen. Verständnisvolle Lebenspartner oder -partnerinnen, Eltern oder der Freundeskreis können unsichere Schwangere von Anfang an unterstützen. Oft verschafft allein ein Gespräch mit vertrauten Menschen Erleichterung.

Wenn Sie aus dem privaten Umfeld keine Unterstützung in Anspruch nehmen können oder möchten, gibt es Hilfsangebote. Zum Beispiel das Hilfetelefon „Schwangere in Not“. Für ein persönliches Gespräch bieten Konfliktberatungen ihre Hilfe an. Hier können Hoffnungen und Befürchtungen besprochen werden, um eine für Sie tragfähige Entscheidung zu treffen. Eine nahe gelegene Schwangerschaftsberatungsstelle können Sie zum Beispiel mit der Suchmaschine der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden.

Extra für werdende Mütter: die App „AOK Schwanger"

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