Vitamin D
Vitamin D ist das Sonnenvitamin. Der Körper kann es zwar selbst herstellen, braucht aber dazu UV-Strahlung. Vitamin D ist wichtig für die Knochen und Zähne.
Dafür ist es gut
Das Vitamin D ist für den Einbau von Calcium in die Knochen, und damit für die Knochenstabilität verantwortlich. Für eine optimale Vitamin-D-Wirkung ist eine adäquate Calciumzufuhr erforderlich und umgekehrt. Bei Kleinkindern kann ein Vitamin-D-Mangel zur Rachitis, einer Störung der Knochenmineralisation und Demineralisation des Skeletts, führen. Deshalb sollten Säuglinge und Kleinkinder bis Ende des ersten Lebensjahres Vitamin-D-Präparate erhalten, da in Milch relativ wenig enthalten ist. Auch bei Erwachsenen führt Vitamin-D-Mangel zur Knochenerweichung, der Osteomalazie.
Inzwischen haben Studien gezeigt, dass Vitamin D nicht nur die Knochen stärken, sondern auch die Muskeln kräftigen und das Sturzrisiko älterer Menschen verringern kann. Ein Mangel an Vitamin D erhöht wahrscheinlich das Risiko für Krebserkrankungen, insbesondere für Dickdarm- und Brustkrebs, und für Autoimmun-Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheumatische Arthritis. Auch das Risiko für Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Infektionen scheint bei einer unzureichenden Vitamin-D-Versorgung höher zu sein. Eine Auswertung mehrerer Studien deutet auf eine erhöhte Sterblichkeit hin.
So gelangt es in den Körper:
Vitamin D kann vom Körper selbst gebildet werden, jedoch nur mithilfe von UV-Strahlen. Bei Sonnenlicht wird unter der Haut ein chemischer Prozess ausgelöst, der den lebenswichtigen Baustoff erzeugt. Dafür genügt bereits ein relativ kurzer Aufenthalt an der Sonne. Es sind keine Sonnenbäder notwendig. Im Alter ist allerdings die Fähigkeit zur Vitamin-D-Bildung in der Haut deutlich herabgesetzt, so dass bei Senioren in Absprache mit dem Arzt ggf. die Zufuhr von Präparaten erforderlich ist. Über die Nahrung kann man Vitamin D nur über wenige Lebensmittel aufnehmen, dies gilt für Milchprodukte, Eigelb, Leber, Lebertran, Margarine (mit Vitamin D angereichert) und Fettfische wie Hering, Lachs und Makrele. In Deutschland ist die Vitamin-D-Zufuhr, besonders bei Seniorinnen und Senioren, allerdings unzureichend.
Mögliche Folgen einer Überdosierung
Vitamin-D-Präparate können zu einer Überversorgung führen und sollten daher nur nach Rücksprache mit einem Arzt genommen werden. Zu viel Vitamin D kann schwere Schäden verursachen wie Calcium-Ablagerungen in der Niere, dem Herz, der Lunge und den Gefäßen.
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Letzte Aktualisierung: November 2011

