FAQ
- Was kann ich als Angehöriger tun?
- Was kann ich als Arbeitskollege tun?
- Ist Rotwein gut für das Herz?
- Macht Alkohol dick?
- Macht Alkohol impotent?
- Warum vertragen Frauen weniger Alkohol als Männer?
- Ist Alkohol während der Schwangerschaft gefährlich?
- In welchen Lebensmitteln kann Alkohol enthalten sein, ohne dass ich es merke?
- Was genau versteht man unter Promille?
- Wie viel Promille sind im Straßenverkehr erlaubt?
- Wie erkennt man eine Alkoholabhängigkeit?
- Ist Alkoholismus erblich?
Was kann ich als Angehöriger tun?
Als Angehöriger können Sie nicht das Verhalten der abhängigen Person ändern. Sie können jedoch Voraussetzungen für die Akzeptanz fachkundiger Hilfe zu schaffen. Wichtig dabei ist, offen über die Abhängigkeit zu sprechen und nicht länger zu schweigen oder den Betroffenen Aufgaben und Verantwortung abzunehmen. Suchen Sie Unterstützung bei Freunden, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen oder Ihrem Hausarzt. Befreien Sie sich von Schuldgefühlen und Überverantwortung.
Was kann ich als Arbeitskollege tun?
Nehmen Sie den Betroffenen weder Arbeit ab noch verheimlichen Sie Nachlässigkeiten. Ziel kollegialer Hilfe sollte es sein, den Abhängigkeitskranken durch offene Gespräche zu motivieren, therapeutische Angebote zu nutzen.
Ist Rotwein gut für das Herz?
Rotwein enthält einige Inhaltsstoffe mit positivem Einfluss auf die Vorbeugung von verschiedenen Krankheiten. Dazu zählen insbesondere Herz-Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen, aber auch bestimmte Krebsleiden. Doch der positiven Wirkung stehen weitaus mehr nachgewiesene negative Folgen gegenüber. Keine Menge an Alkohol kann wirklich als „gesund“ bezeichnet werden. Es gibt lediglich Trinkmengen, die von der Weltgesundheitsorganisation als risikoarm eingeschätzt werden: Das sind für Frauen 10 bis 20 g (etwa ein halber Liter Bier) und für Männer 20 bis 30 g reiner Alkohol (etwa dreiviertel Liter Bier) pro Tag, wobei dies nicht täglich konsumiert werden sollte.
Macht Alkohol dick?
Leider ja, denn ein Gramm Alkohol enthält sieben Kilokalorien und ist damit fast so kalorienhaltig wie ein Gramm Fett. Nimmt der Körper mehr Kalorien auf, als er verbraucht, wird dieser Überschuss in Fett umgebaut und im Körper eingelagert. Zudem hemmt Alkohol den Fettabbau: Ein halber Liter Bier blockiert den Verbrauch von 16 g Fett. Über ein Jahr gerechnet ergibt das bei einem täglichem Bierkonsum sechs Kilo Fett.
Macht Alkohol impotent?
Alkohol beeinflusst die Potenz des Mannes, indem er den Testosteronspiegel im Blut verringert. Durch den niedrigen Testosteronspiegel wird die Erektionsfähigkeit und damit die Orgasmusfähigkeit gehemmt. Etwa jeder zehnte alkoholabhängige Mann leidet unter Impotenz oder ähnlichen Störungen. Eine Heilung ist nur in seltenen Fällen möglich.
Warum vertragen Frauen weniger Alkohol als Männer?
Ja, bereits geringe Mengen an Alkohol sind für das ungeborene Kind sehr gefährlich, denn über die Plazenta gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf des Ungeborenen. Da die Leber noch nicht vollständig entwickelt ist, wird der Alkohol beim Kind sehr viel langsamer abgebaut als bei der Mutter. Als Folge des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft können schwerwiegende körperliche Missbildungen sowie geistige Entwicklungsstörungen auftreten. Es ist gibt keine Menge Alkohol, die für das Ungeborene unbedenklich ist. Aus diesem Grund ist in der Schwangerschaft der völlige Verzicht auf Alkohol die eindeutig beste Entscheidung.
In welchen Lebensmitteln kann Alkohol enthalten sein, ohne dass ich es merke?
Vor allem Pralinen, Torten, Gebäck oder Nachspeisen können Alkohol enthalten, aber auch Edelkäse oder Konfitüren. Eine Kennzeichnungspflicht besteht in diesen Fällen nicht. Selbst bei alkoholfreiem Bier dürfen bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten sein, ohne dass dies ausgewiesen sein muss. Einige Medikamente – vor allem viele Pflanzenextrakte oder Homöopathika – sowie Stärkungsmittel, wie Melissengeist, sind oft hochkonzentrierte alkoholische Lösungen.
Was genau versteht man unter Promille?
Der Begriff Promille wird umgangssprachlich verwendet, um die Menge an Alkohol anzugeben, die ein Mensch im Blut hat. Die Einheit Promille wird mit dem Promillezeichen ‰ dargestellt und steht für ein Tausendstel des gemessenen Alkoholanteils im Blut.
Wie viel Promille sind im Straßenverkehr erlaubt?
Ist man in einen Unfall verwickelt, haben bereits 0,3 Promille Alkohol im Blut weitreichende Folgen. Ab 0,5 Promille zählt das Autofahren als eine Ordnungswidrigkeit und wird mit 250 Euro Bußgeld, vier Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot bestraft. Kommt es zu einem Unfall, sind die Konsequenzen um ein Vielfaches höher. Da schon geringe Mengen Alkohol die Konzentration, Reaktion sowie die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, ist die eindeutig beste Entscheidung: Saft statt Schnaps!
Wie erkennt man eine Alkoholabhängigkeit?
Erste Warnzeichen für eine Alkoholabhängigkeit sind Gedächtnislücken nach durchzechten Nächten, Einschlafstörungen und Gefühle der Unruhe, wenn man nichts getrunken hat. Die Betroffenen werden plötzlich unpünktlich, haben ihren Alltag nicht mehr im Griff und lassen Beziehungen schleifen. Sie verhalten sich zunehmend aggressiv und vernachlässigen ihre Körperpflege und Kleidung. Hinzu kommen Entzugserscheinungen, wie das morgendliche Händezittern oder Übelkeit. Um diese Symptome zu dämpfen, wird die tägliche Dosis ständig erhöht. Das kontrollierte Trinken von Alkohol ist nicht mehr möglich. Zudem nimmt häufig die psychische Belastbarkeit ab und depressive Verstimmungen stellen sich ein.
Ist Alkoholismus erblich?
Es ist wahrscheinlich, dass es genetische Unterschiede gibt, wie Menschen auf Alkohol reagieren. Auch zeigen verschiedene Studien, dass Kinder von alkoholkranken Menschen ein höheres Risiko haben, selbst abhängig zu werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es ein Gen für Alkoholabhängigkeit gibt. Durch genetische Faktoren ist lediglich die Wahrscheinlichkeit für eine Alkoholsucht erhöht, was aber nicht zwangsläufig zur Sucht führt. Gleichermaßen gibt es vermutlich Menschen, die süchtig werden, ohne dass ihre Gene etwas dazu beitragen. Eine Abhängigkeitserkrankung hängt vielmehr von äußeren Faktoren ab, wie mangelnde gesellschaftliche Anerkennung, Unzufriedenheit mit der eigenen Lebensgestaltung, Konflikte im Ehe- und Familienleben oder Verlust des Arbeitsplatzes.

