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Alltag ohne Stress
Tipps für einen Alltag ohne Stress
- Glücklich?
Ja, nein, vielleicht, manchmal? Was ist eigentlich Glück? Immerwährende Zufriedenheit, Gesundheit, einzelne flüchtige Augenblicke oder ein Lottogewinn? Für jeden ist Glück etwas anderes. Wissenschaftler sind der Meinung, dass Glück sogar erlernbar sei. Schließlich liegt die genetische Veranlagung für "glückselige" oder "schwermütige" Empfindungen nur bei rund 50 Prozent. Über die andere Hälfte unseres Glücksgefühls entscheiden wir ganz allein.
Wer auf seine Sehnsüchte hört und sie auszuleben versucht, befindet sich auf dem besten Weg, ein glücklicher Mensch zu werden. Wer hingegen seine Unzufriedenheit verdrängt, Wünsche missachtet und Veränderungen aus Angst vor den Reaktionen anderer ablehnt, muss missmutig und unglücklich bleiben. Also: Seien Sie mutig, trauen Sie sich, glücklich zu werden.
- 48 Stunden Urlaub
Gönnen Sie sich ab und zu ein Wochenende für Leib und Seele.
1. Stufe: Ausschlafen und zur Ruhe kommen. Pflegen Sie sich ausgiebig. Genießen Sie ein Bad im warmen Wasser mit duftenden Badeölen.
2. Stufe: Aktiv werden. Raus in die Sonne. Lichtimpulse bringen den Körper in Bewegung. Und am besten kurbeln Sie dabei gleich Herz und Kreislauf an. Je nach Trainingsstand und Übung sind Gehen (Walken, Wandern), Laufen (Joggen), Radfahren, Schwimmen, Tennis oder Golf ideale Fitmacher. Ernähren Sie sich bewusst und gesund: Große Portionen Obst und Gemüse bringen den Stoffwechsel auf Trab und sorgen für schöne und entspannte Haut. Prüfen Sie, was während dieses Kurzurlaubes besonders gut getan hat und integrieren Sie es in Ihren Alltag.
- Heute schon positiv gedacht?
Der Morgen begann bereits mit einem Stau auf der Autobahn und am Tag ging es hektisch weiter. Klar, dass dann auch das Rendezvous am Abend in die Hose gehen musste. Das ist der typische Fall des halbleeren Wasserglases: Wenn Sie alles primär negativ betrachten oder einschätzen, geraten Sie schnell in den Sog der "self-fullfilling prophecy". Ihr Date ist somit schon zum Scheitern verurteilt, bevor Sie überhaupt das Restaurant betreten haben. Unbewusst, teils auch absichtlich, tun Sie Dinge, die dem erwarteten, schlechten Ergebnis zuträglich sind. Positives Denken bedeutet dagegen, aus jeder Situation das Beste zu machen. Ihr Wasserglas ist halbvoll. Ärgern Sie sich nicht über Dinge, die bereits geschehen sind, sondern konzentrieren Sie sich auf produktive Lösungen. Verfallen Sie nicht dem Aberglaube, auf ein Missgeschick, folge automatisch das nächste. Im Gegenteil: Notieren Sie einfach mal, was Sie an einem Tag Positives erlebt haben und was Sie trotzdem an der Umsetzung Ihrer Ziele gehindert hat. Wer diese Methode im Alltag anwendet, wird sehen, dass der Alltag gar nicht so grau ist. Er kann womöglich bleibende Hürden aus dem Weg räumen und gelangt so zu einer positiveren Einstellung.
- Powernap peppt auf
Wer kennt das nicht? Nach dem Mittagessen spätestens gegen 14 Uhr senkt sich bleierne Müdigkeit auf die Augenlider. Jetzt kurz wegnicken. Das wär's und gesund dazu! Das Stress-Hormon Cortisol wird so abgebaut. Arteriendruck, Energieverbrauch und Körpertemperatur sinken ab. Das Herz schlägt ruhiger. Ein kurzes Nickerchen von 20 Minuten erfrischt wunderbar.
Es muss übrigens nicht immer ein Bett her. Man kann auch im Sitzen kurz wegnicken. Ein solches ultrakurzes Schläfchen kann ausreichen, die schlimmste Müdigkeit zu vertreiben. Bleiben Sie dazu am Schreibtisch sitzen, spreizen Sie die Beine leicht und legen Sie die Arme auf die Oberschenkel. Die Handflächen zeigen nach oben. Der Kopf hängt locker.
- Tief durchatmen!
Wann haben Sie zuletzt bewusst Luft geholt? Wie wichtig die Atmung ist, merken wir meist erst, wenn wir Sport treiben oder krank sind. Bei Menschen, die im Beruf viel sitzen und dies nicht durch genügend Bewegung ausgleichen, ist die Atemmuskulatur oft verkümmert. Durch zu schnelles und zu flaches Atmen bekommt das Gehirn zu wenig Sauerstoff. Die Folgen: Müdigkeit und Kopfschmerzen. Also, lüften Sie den Raum durch und trainieren Sie die Zwerchfellatmung: Im entspannten Sitzen oder Liegen die Hände locker um den Bauchnabel legen, tief durch die Nase einatmen. Die Bauchdecke muss sich leicht wölben. Durch den Mund wieder ausatmen, kurze Atempause machen und bis drei zählen. Dann die Übung wiederholen.
- Den inneren Schweinehund erziehen
Hört Ihr innerer Schweinehund auf Ihr Kommando? Nein? Dann sind Sie kein Einzelfall: Die meisten Exemplare dieser Spezie scheinen schwer erziehbar zu sein. Hundsgemein versauen sie uns die edelsten Vorsätze. Sport treiben, fünf Kilo abnehmen, mit dem Rauchen aufhören - ohne die nervige Töle hätten man es längst geschafft. "Hundehaltung setzt Wissen vom Wesen und Verhalten des Hundes voraus," lehrt die Hundeschule.
Der innere Schweinehund hat von Natur aus keine Lust auf Langeweile und Pflichten. Spieltrieb und Belohnung sind für ihn der Schlüssel zum Erfolg. Gehen Sie am besten in kleinen, überschaubaren Schritten vor. Wie wär's mit einem neuen Buch für die gebügelte Wäsche, einem Kinobesuch für den ausgemisteten Keller oder einem Ausflug mit Freunden für die Steuererklärung? Damit solche zielgerichteten Handlungen zur Gewohnheit werden, muss die Erziehung Ihres Schweinehundes auf Dauer konsequent bleiben.
- Die Gedanken sind frei. Sie auch!
Wir haben häufig die besten Einfälle, während wir zum Beispiel unter der Dusche unseren Träumen nachhängen. Gezielte Fantasiereisen wecken diese kreativen Kräfte in uns und wirken entspannend. Vielleicht haben Sie eine solche Reise schon einmal in einem Sportkurs unter Anleitung erlebt. Sie können aber auch alleine Ihre Fantasie schweifen lassen. Als Vorlage dienen in der Regel bildhafte Geschichten. Den Anfang macht eine körperliche und geistige Entspannungsphase, indem Sie z.B. einzelne Muskeln Ihres Körpers fest anspannen, um Sie danach wieder zu entspannen. Dann beginnt die eigentliche Reise. Ein typisches Thema ist ein Spaziergang, auf dem der Reisende die Umgebung erkundet, etwa einen Wald, einen Berg, eine Hütte oder einen fremden Wanderer trifft.
Eine Entspannungsreise arbeitet mit ruhigen, sinnlichen Elementen, etwa den Waldboden zu spüren oder den Meereswellen zu lauschen. Eine Kreativität fördernde Reise enthält Aufforderungen wie ein Bild zu malen oder ein Haus einzurichten. Gegen Ende der Fantasiereise steht eine langsame Rückkehr in die Realität. Tief und bewusst atmen, sich recken und strecken sind Elemente, mit denen eine Übung sanft ausklingt.
- Genießen Sie doch einfach mal die nächste Warteschleife
Warten empfinden viele Menschen als nervig. Der Wunsch nach Tempo, Effektivität und Simultanaktionen lässt Warten wie ein altertümliches Überbleibsel erscheinen. Stoppen Sie diese Hast: Alles hat seine Zeit. Lassen Sie Ihre Pläne reifen.
Hektik entsteht oft nur aus der Angst, zu kurz zu kommen. Das ist unbegründet, denn aus aktivem Warten und die Augenoffen halten, können sich kuriose Zufälle, überraschenden Perspektiven und ungeahnten Möglichkeiten ergeben. Sie würzen und bereichern das Leben, so originell können auch Sie nicht planen.
- Ihre Arme werden ganz schwer
Ruhe und Entspannung, die Konzentration auf den Körper verscheuchen den alltäglichen Stress. Eine hilfreiche Methode, sich in kurzer Zeit zu entspannen, ist Autogenes Training. Die Technik arbeitet mit einer Art Selbsthypnose. Man stellt sich die einzelnen Körperteile nacheinander als schwer und warm vor, bis sich dieses Gefühl tatsächlich einstellt und eine messbare Muskelentspannung eingetreten ist. Der Vorteil dieser Methode: Wer ein wenig geübt hat, kann sie schnell, ohne Hilfsmittel und überall anwenden.
- Fehler sind gut
Perfektionisten sind meist sehr erfolgreich - im Beruf, beim Sport, in Familie und Freizeit. Sie zahlen allerdings einen hohen Preis. Überdurchschnittlich häufig leiden sie unter Müdigkeit und Kopfschmerzen. Was ist wirklich wichtig? Schaffen Sie Distanz, Anforderungen kritisch zu betrachten und die eigenen Bedürfnisse besser wahrzunehmen. Finden Sie heraus, was für Sie persönlich wirklich wichtig ist. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und akzeptieren Sie Fehler und Mittelmaß in anderen Bereichen. Lenken Sie die Energie, die für Perfektion verwendet wurde, auf Entspannung und Vergnügen, denn bei den meisten alltäglichen Aufgaben ist Perfektion überflüssig. Geben Sie dem eigenen Wohlbefinden eine hohe Priorität, und nehmen Sie sich Zeit dafür. Innerer Frieden folgt schließlich aus dem Denkmuster "Ich bin gut genug". Und nicht vergessen: Ereignisse sind nur so wichtig wie die Bedeutung, die Sie Ihnen geben.