Was ist Gesundheits­kompetenz?

Informationen zur Gesundheits­kompetenz in Einrichtungen der Gesundheits­versorgung

Warum es eine gute Gesundheits­kompetenz braucht?

Gesundheitskompetenz bedeutet verlässlich informiert entscheiden können. Als gesundheitskompetent gelten Patient*innen, Bewohner*innen bzw. Klient*innen oder Fachpersonal dann, wenn sie in der Lage sind , verlässliche Gesundheitsinformationen und Angebote zu finden, den Nutzen und mögliche Risiken von entsprechenden Informationen, Dienstleistungen und Materialien verstehen und bewerten und bei Gesundheitsentscheidungen berücksichtigen können.

Wie gut die Gesundheitskompetenz einer Person ist, hängt nicht nur von persönlichen Faktoren ab, sondern in hohem Maße auch von Rahmenbedingungen sowie den Fähigkeiten und Fertigkeiten in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung. Hierzu zählen bspw. die Verfügbarkeit von Informationen oder geschultem Fachpersonal, das auf die Bedürfnisse und Bedarfe der Patient*innen, Bewohner*innen bzw. Klient*innen eingehen kann.

Die individuelle Gesundheitskompetenz beschreibt das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit von Personen, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden.

Organisationale Gesundheits­kompetenz

Um diese Rahmenbedingungen in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung gesundheitskompetent ausgestalten zu können, sind Einrichtungen dazu aufgefordert, ihre Mitarbeitenden, Patient*innen, Bewohner*innen bzw. Klient*innen und deren Angehörigen im Umgang mit Gesundheitsinformationen, in der gesundheitskompetenten Kommunikation und bei gesundheitsrelevanten Fragestellungen sowie durch leicht auffindbare und verständliche Informationsmaterialien zur Gesundheit zu unterstützen. Die acht Handlungsfelder der organisationalen Gesundheitskompetenz bieten neben dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), der Qualitätssicherung und dem Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen einen ganzheitlichen Ansatz, um die Gesundheitskompetenz bei Leitungspersonen und Mitarbeitenden zu stärken.

Einrichtungen gelten dann als gesundheitskompetent, wenn sie:

  • das Fachpersonal für die gesundheitskompetente Kommunikation mit den Klient*innen und Angehörigen qualifizieren,
  • einen einfachen Zugang zu leicht verständlichen Gesundheitsinformationen bieten,
  • gesundheitskompetent kommunizieren oder
  • beim Zurechtfinden zur und innerhalb der Einrichtung sowie im Gesundheitssystem unterstützen.

Die Entwicklung der Gesundheitskompetenz in Einrichtungen des Gesundheitswesens ist acht Handlungsfeldern zugeordnet, in denen Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz umgesetzt werden. Für mehr Informationen klicken Sie auf die folgenden Handlungsfelder:

Gesundheitskompetente Einrichtung

Handlungsfeld 1
Leitbild und Einrichtungskultur
Handlungsfeld 2
Gemeinsame Entwicklung und Testung von (Gesundheits-) Materialien
Handlungsfeld 3
Schulung der Mitarbeitenden zur Gesundheitskompetenz
Handlungsfeld 4
Orientierung
Handlungsfeld 5
Gesundheitskompetente Kommunikation
Handlungsfeld 6
Gesundheitskompetenz der Klient*innen
Handlungsfeld 7
Gesundheitskompetenz der Mitarbeitenden
Handlungsfeld 8
Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung

Das Konzept der Gesundheits­kompetenz