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Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Gebärmutterhalskrebs entsteht durch die Infektion mit bestimmten HP-Viren. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, kann er meist gut behandelt werden. Frauen sollten deshalb regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt gehen.

Gebährmutterhalskrebs

Die Gebärmutter besteht aus dem Gebärmutterkörper und dem Gebärmutterhals. Der Gebärmutterhals nimmt dabei etwa das untere Drittel der Gebärmutter ein und ragt als Gebärmuttermund in den oberen Teil der Scheide hinein. Der Muttermund ist besonders anfällig für Gewebeveränderungen, deshalb entwickelt sich ein bösartiger Tumor meist an dieser Stelle.

Mit jährlich ca. 4.500 Neuerkrankungen ist Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland eine recht seltene Krebserkrankung. Das mittlere Alter, an einer Krebsvorstufe zu erkranken liegt bei 34 Jahren, ein bösartiger Tumor wird im Schnitt mit 53 Jahren diagnostiziert.

Entstehung von Gebährmutterhalskrebs

Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs liegt meist in einer bereits länger bestehenden Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren (HPV). HP-Viren befallen Haut- und Schleimhautzellen und werden beim Geschlechtsverkehr oder durch Hautkontakt im Intimbereich übertragen.

Ein Großteil aller Frauen infiziert sich im Laufe ihres Lebens mit HPV. Allerdings erkranken nur etwa drei Prozent der Frauen mit Papillomvirus-Infektion an Gebärmutterhalskrebs. Im Durchschnitt kann es 10 bis 15 Jahre dauern, bis sich aus einer Infektion ein bösartiger Tumor entwickelt. Bisher ist noch nicht bekannt, warum bei der einen Frau sich ein Tumor entwickelt und bei einer anderen nicht.

Vorbegung

Durch die Einführung einer Impfung gegen die krebsauslösenden Viren besteht die Möglichkeit, effektiv einer Infektion mit HPV vorzubeugen. Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) für Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren vor dem ersten sexuellen Kontakt eine zweimalige Impfung. Versäumte Impfungen sollen spätestens bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden. Die HPV-Impfung ersetzt allerdings nicht die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung im Erwachsenenalter.

Seit Ende 2018 gilt die Impfempfehlung auch für Jungen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Die AOK Sachsen-Anhalt erstattet die Kosten für die Impfung, sowie eine Nachholimpfung bis zu einem Alter von 17 Jahren.

Früherkennung und Diagnose

Vorstufen und Frühformen des Gebärmutterhalskrebses können im Rahmen einer jährlichen gynäkologischen Krebsfrüherkennungsuntersuchung, vor allem bei Frauen zwischen dem 20-40. Lebensjahr, festgestellt werden. Der Gynäkologe kann durch eine Untersuchung und einem Zellabstrich (Pap-Test) erste Anzeichen für eine Krebserkrankung feststellen. Die AOK übernimmt die Kosten dafür.

Bei bestehendem Verdacht folgt eine Lupenuntersuchung mit gezielter Gewebeentnahme aus dem Gebärmutterhals. Bestätigt sich der Anfangsverdacht, werden bildgebende Verfahren, wie bspw. Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. In einer Operation kann die Tumorausbreitung bestimmt werden und die Diagnose konkretisiert werden.

Symptome

Bei einem Gebärmutterhalskrebs entwickeln sich erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Dazu gehören:

  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder nach Belastungen (Fahrradfahren),
  • Schmerzen im Unterbauch
  • eine unerklärliche Gewichtsabnahme

Behandlung

Grundsätzlich gilt wie bei allen Krebserkrankungen: Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen.

Die weiteren Behandlungsschritte hängen besonders davon ab, wie groß der Tumor des Gebärmutterhalses ist und ob er sich ausbreitet. Wird der Tumor in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist er noch klein kann eine kegelförmige Ausschneidung am Gebärmutterhals, sog. Konisation, ausreichen. Im Frühstadium des Gebärmutterhalskrebses werden in den meisten Fällen eine Operation zur Entfernung des Tumorgewebes sowie die Entfernung der Gebärmutter und ggf. der Lymphknoten durchgeführt. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium wird meist eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie durchgeführt.

Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam die passende Therapie finden und Sie bestmöglich über die Folgen und Nebenwirkungen aufklären.

Begleiterkrankungen

Anämie

Eine häufige Nebenerkrankung bei Krebspatientinnen ist die sog. Anämie (Blutarmut). Sie geht einher mit einer Leistungsschwäche, Müdigkeit und Blässe der Haut. Die Erkrankung lässt sich i.d.R. gut behandeln, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Gynäkologen über Ihre Beschwerden.

Depression

Eine Krebsdiagnose stellt für die meisten Betroffenen erst einmal einen Schock dar. Oft sind auch die nächsten Angehörigen davon betroffen. Es stellen sich viele Fragen: Was bedeutet die Diagnose? Was erwartet uns? Wie sind die Heilungschancen?
Deshalb ist es wichtig, mit dem behandelnden Arzt alle Therapieoptionen zu besprechen, sich über Nebenwirkungen und Folgen aufklären zu lassen und gemeinsam zu entscheiden, welche Möglichkeit die beste Option darstellt.

Sprechen Sie auch über die mit der Diagnose verbundenen Ängste und die entstehenden Fragen. Nicht selten treten Symptome wie Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen auf, die thematisiert werden sollten. Diese könnten auch ein Hinweis auf die Entstehung einer Depression sein, die der Arzt mit behandeln kann. Nicht selten treten Depressionen als Begleiterkrankungen auf.

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Gynäkologen.

Eine psychoonkologische Beratung bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e.V. kann Ihnen zusätzlich helfen, in dieser belastenden Zeit Rückhalt zu finden. Weitere Unterstützung bieten Selbsthilfegruppen.

Was können Sie selbst tun

Ein gesunder Lebensstil unterstützt die therapeutischen Maßnahmen und Ihr Wohlbefinden. Dabei werden eine ausgewogene und gesunde Ernährung, moderate Bewegung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin empfohlen.

Informationen zu Ernährung, Bewegung, Alkohol und Rauchen finden Sie bei der Deutschen Krebsgesellschaft.

Die AOK Sachsen-Anhalt hält zudem ein umfangreiches Kursangebot zu den Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung bereit.
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