Pressemitteilung

Auch in der Omikron-Pandemiewelle: Weniger Krankenhausbehandlungen in Schleswig-Holstein

08.09.2022 AOK NordWest 2 Min. Lesedauer
Flur eines Krankenhauses.
Auch in der zurückliegenden Omikron-Welle blieben in Schleswig-Holstein viele Krankenhausbetten leer.

Kiel. Auch in der zurückliegenden Omikron-Welle kam es bei vielen Krankenhäusern in Schleswig-Holstein zu ähnlich hohen Fallzahlrückgängen wie in den vorangegangenen vier Infektionswellen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach lag die Gesamt-Fallzahl der stationär behandelten AOK-Versicherten in den Kliniken im Norden (ohne psychiatrische Kliniken) von Januar bis Mai dieses Jahres um 18 Prozent niedriger gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 vor der Pandemie. Nur in der ersten Pandemiewelle von März bis Mai 2020 gingen die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch stärker um insgesamt 24 Prozent zurück. „Die Fallzahlen-Rückgänge in der jüngsten Pandemiewelle dürften in erster Linie auf Personalausfälle infolge der zahlreichen Omikron-Infektionen zurückzuführen sein. Hingegen gab es in der ersten Pandemiewelle vor allem gezielte Absagen geplanter Operationen zur Aufrechterhaltung der stationären Versorgung“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest.

Anlass zur Sorge bereitet nach wie vor der Rückgang bei den Notfall In Notfällen gewährleistet der Rettungsdienst lebensrettende Maßnahmen und den Transport kranker und… -Behandlungen. So gab es auch in der Omikron-Welle im Vergleich zum Zeitraum in 2019 insgesamt zehn Prozent weniger Herzinfarkt-Behandlungen und 16 Prozent weniger Schlaganfall-Behandlungen. „Das zeigt, dass Patientinnen und Patienten mit milderen Symptomen oftmals nicht den Notarzt gerufen haben und deshalb in vielen Fällen nicht oder mit Verzögerung im Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… angekommen sind. Wir appellieren an die Patientinnen und Patienten, bei Notfallsymptomen auch unter den Bedingungen der Pandemie nicht zu zögern und umgehend den Notruf zu wählen“, so Ackermann.

Besonders auffällig bei den Krankenhausbehandlungen in Schleswig-Holstein waren erneut die sogenannten ambulant-sensitiven Krankheitsbilder, die nach Einschätzung von Expertinnen und Experten sehr häufig ebenso gut im ambulanten Bereich behandelt werden könnten. „Hier kam es erneut zu starken Einbrüchen“, sagt Ackermann. Dazu gehört auch die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD. Hier gab es einen Rückgang der Fallzahlen von 39 Prozent im Vergleich zu 2019. Bei der Herzinsuffizienz hingegen lag der Rückgang bei 13 Prozent.

Das durchschnittliche Alter der Covid-19-Patienten in schleswig-holsteinischen Kliniken lag im bisherigen Pandemieverlauf bei 65,5 Jahren. Dabei lag der Anteil der männlichen Patienten bei 52 Prozent.

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Pressesprecher

Jens Kuschel

AOK NordWest