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Beim Zahnarzt: Vorsorge und Behandlung bei Zahnschmerzen

Bei Schmerzen an den Zähnen oder am Zahnfleisch hilft der Zahnarzt. Die AOK übernimmt die Kosten für Ihren Zahnarztbesuch und für die meisten medizinisch notwendigen Zahnbehandlungen wie Zahnfüllungen, Wurzelbehandlungen und chirurgische Leistungen.

Regelmäßig zur Kontrolle

Bonusheft und Zahnbürste – shutterstock 41962351© linerpics

Mindestens einmal im Kalenderjahr sollten Erwachsene zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt gehen. Dabei werden die Mundhöhle, vorhandene Füllungen oder Zahnersatz untersucht, um Erkrankungen oder Entzündungen zu erkennen. Die AOK übernimmt hierfür die Kosten. Einmal im Jahr kann der Zahnarzt auch die Entfernung von Zahnstein über die Gesundheitskarte abrechnen.

Lassen Sie die jährliche Untersuchung in Ihrem Bonusheft eintragen. Der Festzuschuss, den die AOK für Zahnersatz leistet, deckt im Regelfall 50 Prozent einer medizinisch notwendigen Versorgung ab. Er erhöht sich

  • um 20 Prozent auf insgesamt etwa 60 Prozent, wenn Sie die vergangenen fünf Jahre regelmäßig einmal im Kalenderjahr bei der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung waren.
  • um 30 Prozent auf insgesamt etwa 65 Prozent, wenn Sie zehn Jahre lang regelmäßig zur Kontrolle beim Zahnarzt waren.

Rechenbeispiel für den Festzuschuss
In der folgenden Tabelle können Sie ablesen, wie sich Ihr Bonus auf den Festzuschuss und Ihren Eigenanteil auswirkt. In unserem Rechenbeispiel gehen wir von 800 Euro Kosten für eine medizinisch notwendige Behandlung nach Befund, die so genannte Regelversorgung, aus.

Festzuschuss der AOKIhr Eigenanteil
ohne Bonus 400 Euro400 Euro
mit 20 Prozent Bonus480 Euro320 Euro
mit 30 Prozent Bonus520 Euro280 Euro

Zahnfüllungen bei Karies

Stellt der Zahnarzt Karies fest, muss diese beseitigt werden. Dafür entfernt der Zahnarzt den kariösen Bereich des Zahnes und füllt das Loch mit einem plastischen Material. Für die Frontzähne wird dabei aus ästhetischen Gründen zahnfarbener Kunststoff verwendet. Im Backenzahnbereich gibt es unterschiedliche Füllungsmaterialien: von Amalgam über Kunststoff bis hin zu Inlays aus Gold oder Keramik.

Das zahlt die AOK: Für Schneide- und Eckzähne im Ober- und Unterkiefer übernehmen wir die Kosten für zahnfarbene Kunststofffüllungen, für alle anderen Zähne die Kosten für Amalgamfüllungen. Wählen Sie auch bei diesen Zähnen die teureren Kunststofffüllungen (Komposit), tragen Sie die Mehrkosten selbst. Besondere Einlagefüllungen wie Inlays oder Onlays bezuschusst die AOK bis zur Höhe der Kosten einer Amalgamfüllung.

Für Füllungen gibt es eine zweijährige Gewährleistung. Diese gilt für

  • ein- bis dreiflächige Füllungen, sofern sie identisch wiederholt werden, also dieselben Flächen an denselben bleibenden Zähnen,
  • Aufbaufüllungen.

Von der zweijährigen Gewährleistungsfrist sind ausgenommen,

  • Milchzahnfüllungen, Zahnhalsfüllungen und mehr als dreiflächige Füllungen,
  • Eckenaufbauten im Frontzahnbereich unter Einbeziehung der Schneidekanten,
  • Fälle, in denen besondere Umstände vorliegen, zum Beispiel Bruxismus (Zähneknirschen), die der Zahnarzt auf dem Krankenblatt festhält.

Kunststofffüllungen für Schwangere und Kinder

Zahnärzte dürfen bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 15 Jahren kein Dentalamalgam mehr verwenden. Eine Ausnahme von der Regelung besteht nur dann, wenn der Zahnarzt eine solche Behandlung wegen spezifischer medizinischer Erfordernisse als zwingend notwendig erachtet. Grund dafür ist die neue Quecksilberverordnung der EU. Die Alternative sind Zahnfüllungen aus Kunststoff. Die Kosten trägt die AOK.

Zahnfleischentzündung und Parodontitis

Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis (Zahnbettentzündung) entstehen aufgrund bakterieller Zahnbeläge. Entzündet sich das Zahnfleisch und schwillt an, spricht man von einer Gingivitis. Mit einer intensiven Mundhygiene klingt die Zahnfleischentzündung normalerweise nach einigen Tagen wieder ab. Eine Gingivitis kann aber auch auf den Kieferknochen übergehen und zur Parodontitis führen, häufig auch Parodontose genannt. Anzeichen dafür sind Zahnfleischbluten, entzündetes Zahnfleisch und Knochenabbau, Lockerung und gegebenenfalls später Verlust der Zähne.

Bei der Parodontalbehandlung entfernt der Zahnarzt alle Zahnbeläge und Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrandes, bei kleineren Zahnfleischtaschen mit einem Handgerät oder Ultraschall. Bei sehr tiefen Zahnfleischtaschen kann zusätzlich eine kleine chirurgische Behandlung erforderlich sein, bei der das erkrankte Gewebe entfernt wird. 

Das zahlt die AOK: Die Kosten für die Parodontalbehandlung werden von Ihrer Krankenkasse übernommen. Ausgenommen sind zusätzliche Leistungen wie die Lasertherapie.

Wurzelbehandlung

Mit einer Wurzelkanalbehandlung kann eine bakterielle Entzündung im Wurzelkanal beseitigt werden. Die häufigste Ursache ist Karies. Bei der Wurzelkanalbehandlung wird das entzündete Zahnmark entfernt, der Wurzelkanal gereinigt und desinfiziert. Eine dicht abschließende Wurzelfüllung ermöglicht den langfristigen Erhalt des Zahnes. Eine Wurzelspitzenresektion kann notwendig werden, wenn die Entzündung auf die Wurzelspitze und den umliegenden Kieferknochen übergegangen ist. Dafür wird die erkrankte Wurzelspitze chirurgisch entfernt.

Das zahlt die AOK: Die AOK übernimmt die Kosten einer Wurzelspitzenresektion und einer Wurzelkanalbehandlung, wenn der Zahn dadurch erhalten werden und mit einer vertraglichen Behandlungsmethode versorgt werden kann.

Bei den Backenzähnen muss mindestens eine dieser drei Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Backenzahn steht in einer vollständigen Zahnreihe ohne Lücke.
  • Die Behandlung verhindert, dass die Zahnreihe einseitig nach hinten verkürzt wird.
  • Durch die Behandlung kann vorhandener Zahnersatz erhalten werden.

Therapieversuche mit unklaren Erfolgsaussichten sowie spezielle Behandlungstechniken übernimmt die AOK nicht. Lassen Sie sich deshalb vor der Behandlung von Ihrem Zahnarzt über mögliche Eigenkosten aufklären.

Weisheitszähne entfernen

Der jeweils von der Mitte der Zahnreihe im Ober- und Unterkiefer aus gezählte achte Zahn im Erwachsenengebiss ist der Weisheitszahn. Haben Weisheitszähne zu wenig Platz und schädigen dadurch andere Zähne oder verursachen Entzündungen, müssen sie entfernt werden. Sind sie komplett durchgebrochen, kann der Zahnarzt sie unter örtlicher Betäubung ziehen. Zähne, die hingegen noch nicht herausgewachsen sind, entfernt der Zahnarzt oder Kieferchirurg in einer kleinen Operation.

Das zahlt die AOK: Die Kosten für die medizinisch notwendige Entfernung der Weisheitszähne übernimmt die Krankenkasse. Wünschen Sie statt einer örtlichen Betäubung eine Vollnarkose oder den Einsatz von Lachgas, entstehen zusätzliche Kosten. Diese zahlen Sie selbst.

Zahnaufhellung mit Bleaching

Einige Lebensmittel wie Rotwein, Tee und Kaffee enthalten stark färbende Pigmente, die sich auf den Zähnen ablagern. Auch Zigarettenkonsum kann die Zähne unschön verfärben. Beim Bleaching werden diese Verfärbungen entfernt und die natürliche Zahnfarbe aufgehellt. Dafür reinigt der Zahnarzt die Zähne gründlich und trägt anschließend ein Bleichmittel auf. Bei starken Verfärbungen können mehrere Behandlungen nötig sein, um die gewünschte Aufhellung zu erreichen.

Bleaching ist eine rein kosmetische Behandlung. Die Kosten dafür zahlen Sie daher selbst.

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