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Syphilis verbreitet sich: Wie Sie sich schützen können

Die Infektionen mit Syphilis nehmen in Deutschland seit Jahren zu. Was Sie über die Geschlechtskrankheit sowie Syphilis-Symptome wissen sollten und wie Sie sich vor einer Infektion schützen.

Syphilis-Erkrankungen sind stark gestiegen

In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland um mehr als 48 Prozent angestiegen: von 5.821 Fällen im Jahr 2014 auf 7.889 in 2019. Währenddessen hat sich die Ansteckungsrate bei anderen Geschlechtskrankheiten verringert oder nur leicht erhöht.

Die AOK informiert über die Infektionskrankheit und die wichtigsten Schutzmaßnahmen.

Was ist Syphilis?

Die Geschlechtskrankheit Syphilis (auch „Lues“ bezeichnet) wird durch eine Infektion mit Bakterien ausgelöst. Sie zeigt sich anhand zahlreicher verschiedener Symptome. Manchmal sind sie so schwach ausgeprägt, dass Betroffene sie nicht bemerken und so andere Menschen unbewusst infizieren. Syphilis ist weltweit verbreitet.

Syphilis: Risikogruppen, Infektionswege und Symptome

Von Syphilis sind in Deutschland überwiegend Männer betroffen (7422 von 7889 im Jahr 2019). Sie stecken sich in der Regel durch sexuellen Kontakt mit anderen Männern an. Das Syphilis-Bakterium, Treponema pallidum, wird durch Kontakt- und Schmierinfektion übertragen – insbesondere beim Berühren von Geschwüren und nässenden Hautausschlägen. Der Erreger dringt durch kleinste Hautverletzung in den Körper ein. Der Hauptübertragungsweg ist ungeschützter Vaginal-, Anal- und Oralsex. Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner führt in etwa 30 Prozent der Fälle zu einer Ansteckung. Die Inkubationszeit beträgt üblicherweise 14-24 Tage, kann aber auch zwischen zehn und 90 Tagen dauern.

So verläuft eine Erkrankung mit Syphilis

Wird Syphilis nicht mit Medikamenten behandelt, verläuft die Krankheit in drei Stufen:

Zunächst bildet sich an der Stelle, an der die Bakterien in den Körper eingedrungen sind, ein schmerzfreies Knötchen. Häufig tritt es am Penis, an den Hoden, den Schamlippen, in der Scheide, im Anus oder im Mund auf. Dieses Knötchen wird nach kurzer Zeit zu einem eher flachen Geschwür, das ebenfalls keine Schmerzen verursacht. Das Geschwür kann auch unbehandelt wieder verschwinden und es können sogar mehrere Jahre ohne Beschwerden vergehen.

In dieser Krankheitsphase können verschiedene Symptome auftreten:

  • Hautausschläge am Oberkörper, den Handflächen und Fußsohlen, die nach einiger Zeit beginnen zu nässen. Sie können abheilen und erneut ausbrechen.
  • Fieber.
  • Schwellungen der Lymphknoten.
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.
  • lokal begrenzter Haarausfall.
  • Entzündungen unterschiedlicher Organe.

Die Symptome werden im Lauf der Zeit schwächer.

Die dritte Phase der Erkrankung beginnt meistens etwa drei bis fünf Jahre nach der Infektion. Sie ist gekennzeichnet durch das Auftreten von gummiartig verhärteten Knoten, der sogenannten Gummen. Unbehandelt kann die Syphilis wichtige Organe wie das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn so schädigen, dass Lebensgefahr besteht. Auch das Risiko, sich bei ungeschütztem Verkehr mit HIV zu infizieren steigt bei einer Syphilis-Infektion an.

Wie Sie sich vor Syphilis schützen können

Die Verwendung von Kondomen senkt das Risiko einer Ansteckung. Ein vollständiger Schutz ist jedoch nicht möglich. Sollte eine Infektion festgestellt werden, raten Ärzte Betroffenen und ihren Partnern dazu, auf sexuellen Kontakt zu verzichten, bis die Behandlung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Nässende Hautstellen und Geschwüre Betroffener sollten nicht berührt werden. Auch bei der Benutzung von Sexspielzeugen sollte vor jeder Weitergabe ein neues Kondom genutzt werden.

So wird Syphilis festgestellt

Im Verdachtsfall wird der behandelnde Arzt – das kann ein Hausarzt, ein Urologe oder ein Gynäkologe sein – einen Antikörper-Bluttest veranlassen. In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, Abstriche von nässenden Hautstellen zu nehmen. Die Laboranalyse ist in der Regel innerhalb von wenigen Tagen für den Arzt zugänglich, der mit den Betroffenen die Ergebnisse bespricht.

So wird Syphilis behandelt

Die Erkrankung ist gut behandelbar, wenn die Infektion rechtzeitig festgestellt wird. Dazu werden Antibiotika verschrieben. Sollten bereits Schäden an Organen eingetreten sein, können sie allerdings in der Regel nicht mehr geheilt werden.

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