Angebot anzeigen für:

Bitte wählen Sie Ihre AOK oder Region aus, um die für Sie richtigen Kontaktdaten zu erhalten.

Geschäftsstellen werden geladen ...
Seitenpfad

Organspende: Online-Register kommt im nächsten Jahr

Die Organspende wird in Deutschland neu geregelt. Im Laufe des nächsten Jahres soll es unter anderem ein Online-Register geben, in das sich Organspender eintragen lassen können. Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist die Neuregelung zur Organ- und Gewebespende allerdings vielen Menschen noch nicht bekannt. Die AOK informiert über die wichtigsten Änderungen.

Organspende: Was ist neu?

Die Organspende nach dem Tod ist in Deutschland eine freiwillige Entscheidung. Um die Bereitschaft zur Organspende zu fördern, hat die Bundesregierung das Gesetz zur „Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende“ bereits 2020 beschlossen. Dieses soll voraussichtlich ab März 2022 in Kraft treten. Das Gesetz sieht unter anderem vor:

  • Entscheidung in Online-Register dokumentieren: In einem neuen bundesweiten Online-Register kann künftig jeder Bürger ab 16 Jahren seine Entscheidung für oder gegen die Organspende eintragen. Die Erklärung ist freiwillig und kann jederzeit geändert oder widerrufen werden.
  • Bereitschaft zur Organspende wird regelmäßig abgefragt: Wer einen neuen Personalausweis oder ähnliche Dokumente auf dem Amt abholt, erhält künftig auch Informationsmaterial zur Organspende. Zudem informiert die Behörde über die Möglichkeit, sich direkt vor Ort in das Online-Register einzutragen.
  • Mehr Beratung: Hausärzte können ihre Patienten bei Bedarf künftig alle zwei Jahre über die Organ- und Gewebespende beraten.
  • Frühe Wissensvermittlung: Grundwissen zur Organspende wird in Erste-Hilfe-Kursen vor der Führerscheinprüfung vermittelt.

Wird man per Gesetz automatisch Organspender?

Die Organspende muss zu Lebzeiten entschieden werden. Alternativ kann das auch ein naher Angehöriger nach dem Tod entscheiden. Die Neuregelung führt also nicht dazu, dass man automatisch Organspender wird.

Ist die Eintragung im Online-Register Pflicht?

Die Eintragung im Online-Register ist freiwillig. Dennoch gilt: Wer eine Entscheidung trifft – für oder gegen die Organspende – und diese dokumentiert, entlastet damit auch seine Angehörigen. Liegt keine Entscheidung vor, müssen Angehörige diese treffen.

Löst das Online-Register den Organspendeausweis ab?

Den Organspendeausweis wird es auch weiterhin geben. Das Online-Register ist eine weitere Möglichkeit, seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu dokumentieren.

Umfrage: Neuregelungen wenig bekannt, viel Zustimmung zur Organspende

Laut einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind die Neuregelungen zur Organspende noch weitgehend unbekannt. 50 Prozent der Befragten kennen diese nicht. Rund zwei Drittel wissen zudem nichts über die Einrichtung eines Online-Registers. Weitere Ergebnisse der BZgA-Umfrage zeigen, dass die Menschen in Deutschland mit 82 Prozent überwiegend positiv gegenüber der Organ- und Gewebespende eingestellt sind. 62 Prozent haben dazu bereits eine Entscheidung getroffen. Zwar haben nur 44 Prozent die Entscheidung für oder gegen eine Organspende schriftlich dokumentiert – im Organspendeausweis oder in der Patientenverfügung –, aber die Zahl der Besitzer eines Organspendeausweises ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit der Entscheidungshilfe Organspende erhalten Sie wichtige Infos, damit Sie sich für oder gegen eine Bereitschaft zur Organspende entscheiden können.
Mehr erfahren
Wie läuft eine Organspende ab? Ein Überblick über die einzelnen Schritte.
Mehr erfahren
Mit dem Organspendeausweis zeigen Sie, ob Sie Organspender sein möchten oder nicht. Hier können Sie ihn herunterladen.
Mehr erfahren

Kontakt zu meiner AOK

Zur Kontaktseite

Newsletter

Der AOK-Newsletter schickt monatlich die neuesten Meldungen aus den Bereichen Medizin, Fitness, Ernährung, Karriere und Gesundheit in Ihr Postfach.

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.
Zur Kontaktseite