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Mutter-Kind-Kur und Vater-Kind-Kur

Wenn bei Müttern oder Vätern Gesundheitsbeschwerden vorliegen und sie das Gefühl haben, ihren familiären Alltag nicht mehr meistern zu können und behandlungsbedürftig sind, ist es vielleicht Zeit für eine Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kur.

In der Kur zur Ruhe kommen

Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse der Mütter beziehungsweise Väter insbesondere bei psychischen Belastungen, Trennungssituationen, bei Problemen in der Erziehung und Verantwortung der Kinder oder auch bei der Versorgung chronisch kranker oder pflegebedürftiger Kinder oder auch Angehöriger.

Während einer Kur kann sich der betreffende Elternteil erholen und Kraft tanken. Gleichzeitig wird er medizinisch und psychologisch betreut, um in Zukunft den (Erziehungs)-Alltag besser meistern zu können. Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur kann grundsätzlich alle vier Jahre durchgeführt werden. In der Regel dauert eine Kur drei Wochen. In manchen Fällen kann es von Vorteil sein, wenn Mutter oder Vater allein zur Kur fahren – natürlich nur, wenn die Betreuung der Kinder während dieser Zeit sichergestellt ist.

Welche Kosten tragen Mutter oder Vater selbst?

  • Pro Kalendertag zahlen Mutter oder Vater 10 Euro Eigenbeteiligung. Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie Zuzahlungsbefreite zahlen nichts.
  • Für die Reisekosten zahlen Versicherte einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent der tatsächlichen Kosten. Pro Fahrt und Person sind das mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro.
  • Berufstätige Mütter und Väter müssen für eine Mutter- bzw. Vater-Kind-Maßnahme keinen Urlaub nehmen. Sie müssen lediglich die Kostenübernahmeerklärung / Bewilligung vorab beim Arbeitgeber vorlegen, sie gilt wie ein Krankenschein. Während der Maßnahme läuft daher die Zahlung von Lohn oder Gehalt ganz normal weiter.

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