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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wenn Sie arbeitsunfähig sind, stellt Ihnen Ihr Arzt bisher eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) aus. Ab 1. Oktober 2021 kann die Arztpraxis die Krankmeldung dann automatisch an die Krankenkasse übermitteln. Manche Arztpraxen werden über die technischen Voraussetzungen dafür erst bis zum 31. Dezember 2021 verfügen. Bis dahin gilt: Sollte Ihr Arzt Ihnen die Ausfertigung für die Krankenkasse übergeben, reichen Sie diese bitte so schnell wie möglich bei Ihrer AOK ein.

Krankmeldung wird künftig elektronisch übermittelt

Ab 1. Oktober 2021 müssen Versicherte ihre Krankmeldung an die Krankenkasse nicht mehr mit der Post versenden. Ab diesem Zeitpunkt können die Arztpraxen die Krankenkassen auf elektronischem Weg über die Krankschreibung informieren – mit der sogenannten elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Das heißt, Sie müssen künftig keine AU-Bescheinigung mehr bei der AOK einreichen, sofern der Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch übermitteln kann. Wenn die elektronische Übermittlung aus technischen Gründen nicht sichergestellt werden kann, informiert Sie Ihr Arzt und Sie erhalten einen Papierbeleg, um diesen bei Ihrer AOK einzureichen.

Den Arbeitsunfähigkeitsnachweis für den Arbeitgeber erhalten Sie vorerst weiterhin als Papierausdruck. Hier ist eine elektronische Übermittlung ab Juli 2022 geplant. Die Ausfertigung für Ihre eigenen Unterlagen erhalten Sie ebenfalls weiterhin als Papierausdruck.

Für Krankmeldungen bis zum 30. September 2021 und sofern Ihr Arzt in der Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2021 das alte Verfahren und den „gelben Schein“ nutzt, gilt das nachfolgende Verfahren zur Übermittlung der AU-Bescheinigung.

Dafür sind die verschiedenen Ausfertigungen der Krankschreibung da

Die AU-Bescheinigung besteht aus vier Teilen. Auf jedem Blatt ist vermerkt, für wen die Krankmeldung bestimmt ist.

Das Exemplar „zur Vorlage bei der Krankenkasse“ reichen Sie bitte schnellstmöglich bei uns ein. Darauf sind Ihre Diagnosen verschlüsselt angegeben.

Die Bescheinigung „zur Vorlage beim Arbeitgeber“ enthält keine Diagnose. Diese ist ein Nachweis für Ihren Arbeitgeber bzw. die Agentur für Arbeit. Generell gilt:

  • Sind Sie als Arbeitnehmer länger als drei Tage krank, müssen Sie die Krankmeldung spätestens am vierten Tag bei Ihrem Arbeitgeber vorlegen. Er kann den Nachweis aber auch früher verlangen, beispielsweise ab dem ersten Tag.
  • Werden Sie während der Arbeitslosigkeit krank, müssen Sie der Agentur für Arbeit innerhalb von drei Tagen eine ärztliche Bescheinigung darüber vorlegen. Auch die Agentur für Arbeit kann sie bereits vor Ablauf der Drei-Tage-Frist verlangen.

Das Blatt „Ausfertigung für Versicherte“ - mit Angaben zu Ihren Diagnosen - ist für Ihre eigenen Unterlagen bestimmt.

Das Exemplar „Ausfertigung für den Arzt“ behält Ihr Arzt.

Krankmeldung telefonisch möglich

Bis zum 31. Dezember 2021 haben Patienten die Möglichkeit, sich bei leichten Beschwerden der oberen Atemwege vom Arzt telefonisch krankschreiben zu lassen. Wichtig ist, dass der Arzt den Patienten am Telefon eingehend zu seinen Symptomen befragt. Die telefonische Krankschreibung ist bis zu sieben Kalendertage wirksam und kann einmalig um weitere sieben Kalendertage verlängert werden.

Darum benötigt die AOK Ihre Krankmeldung

Spätestens eine Woche, nachdem Ihr Arzt Sie krankgeschrieben hat, muss die Krankmeldung der AOK vorliegen. Denn sind Sie länger krank und müssen Krankengeld beziehen, ist es wichtig, dass Sie diese Frist eingehalten haben. Nur so können Sie Ihren Anspruch auf Krankengeld geltend machen.

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Krankschreibung per Videosprechstunde

Anstelle eines Arztbesuchs ist es auch möglich, dass sich Patienten von ihrem behandelnden Arzt per Videosprechstunde krankschreiben lassen. Voraussetzung dafür ist, dass

  • sich der Arzt mit den begrenzten Mitteln der Videosprechstunde einen ausreichenden Eindruck vom Gesundheitszustand des Patienten verschaffen kann,
  • die Erkrankung das nicht ausschließt und
  • der Versicherte der Hausarztpraxis durch eine frühere Behandlung persönlich bekannt ist.

Andernfalls muss der Patient wie gewohnt in die Arztpraxis kommen.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Video-Untersuchung darf der Arzt für maximal sieben Tage ausstellen. Eine Folgebescheinigung darf es nur geben, wenn der Arzt die Arbeitsunfähigkeit zuvor bei einer persönlichen Untersuchung in der Praxis festgestellt hat.

Ein Anspruch auf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Video besteht für Versicherte nicht. Eine Krankschreibung, die ausschließlich auf einem Online-Fragebogen, Chat oder Telefonat beruht, ist nicht zulässig.

Feststellung der Arbeitsunfähigkeit wegen krankem Kind per Videosprechstunde

Können Eltern ihrer Arbeit nicht nachkommen, weil das eigene Kind krank ist, ist dem Arbeitgeber eine Krankmeldung vorzulegen. Dank Videosprechstunde kann diese Krankmeldung durch den Kinderarzt nun auch ohne Präsensuntersuchung per Videochat erfolgen. Die ärztliche Bescheinigung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommt danach auf dem normalen Postweg zum Patienten nach Hause. Die Videokrankmeldung ist unabhängig von der Corona-Pandemie erfolgt und gilt ohne zeitliche Befristung.

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