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Corona: Sonderregeln für Patienten bleiben auch in 2022 bestehen

Um während der Corona-Pandemie Krankenhäuser und Arztpraxen zu entlasten sowie Patienten und Pflegebedürftige zu schützen, können bestimmte Leistungen einfacher genutzt werden. Aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation bleiben viele dieser Regelungen auch über den Jahreswechsel bestehen. Ein Überblick, welche Corona-Sonderregeln es für Patienten, Eltern und Pflegebedürftige im Jahr 2022 weiterhin gibt.

Telefonische Krankschreibung

Bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können Sie sich auch weiterhin von Ihrem Arzt bis zu sieben Tage telefonisch krankschreiben lassen. Voraussetzung: Der Arzt muss sich am Telefon persönlich von Ihrem Zustand überzeugen. Bei Bedarf kann die Krankschreibung per Telefon auch einmalig um weitere sieben Tage verlängert werden. Die telefonische Krankschreibung ist vorerst bis zum 31. März 2022 möglich.

Rezepte per Telefon anfordern

Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege, Heilmittel und Hilfsmittel erhalten Patienten auch per Telefon, wenn der Arzt zuvor eine telefonische Anamnese durchgeführt hat und sie wegen derselben Erkrankung bereits zuvor beim Arzt persönlich vorstellig waren. Das Rezept bekommen Patienten dann per Post zugesandt. Ebenso sind weiterhin Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten aufgrund telefonischer Anamnese möglich. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 31. März 2022.

Ebenfalls wichtig: Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege müssen nicht innerhalb der letzten drei Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums vom Arzt ausgestellt werden. Eine Verordnung ist auch rückwirkend bis zu 14 Tage möglich. Zudem verlieren Rezepte für Heilmittel nicht ihre Gültigkeit, wenn die Behandlung oder Leistung mehr als 14 Tage unterbrochen werden muss. Für die Vorlage von Verordnungen für die häusliche Krankenpflege, Soziotherapie sowie spezialisierte ambulante Palliativversorgung bei der Krankenkasse gilt: Sie haben dafür nach wie vor zehn statt drei Tage Zeit.

Videobehandlung weiterhin möglich

Bis vorerst 31. März 2022 können weiterhin Behandlung per Video stattfinden, wenn das aus therapeutischer Sicht sinnvoll und der Patient damit einverstanden ist. Videobehandlungen sind für zahlreiche Heilmittelanwendungen möglich, ebenso für die Soziotherapie und die psychiatrische häusliche Krankenpflege.

Krankentransporte von COVID-19-Patienten

Krankentransporte von COVID-19-Patienten, die zu einer zwingend notwendigen Behandlung müssen, können ohne vorherige Genehmigung der Krankenkasse durchgeführt werden. Dies gilt auch für Menschen in behördlich angeordneter Quarantäne. Dies ist vorerst bis 31. März 2022 möglich.

Kinderkrankengeld und Kinder-Vorsorgeuntersuchungen

Der Anspruch auf mehr Kinderkrankentage gilt auch im kommenden Jahr. Für das gesamte Kalenderjahr 2022 besteht für jedes Kind ein Anspruch auf Kinderkrankengeld längstens für 30 Arbeitstage je Elternteil, für alleinerziehende Versicherte längstens für 60 Arbeitstage. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch je Elternteil insgesamt für maximal 65 Arbeitstage und für alleinerziehende Versicherte für höchstens 130 Arbeitstage. Muss das Kind pandemiebedingt zu Hause von den Eltern betreut werden, können ebenfalls Kinderkrankentage genutzt werden. Diese Regelung ist vorerst bis 19. März 2022 begrenzt.

Bisher konnten Eltern die Kinder-Vorsorgeuntersuchungen U6 bis U9 auch außerhalb ihrer jeweiligen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten in Anspruch nehmen. Mit dem Auslaufen der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ist dies nur noch innerhalb der Übergangsfrist bis zum 25. Februar 2022 möglich.

Pflege: Erleichterungen für Pflegebedürftige und Angehörige

Auch in der Pflege bleiben viele Erleichterungen bis vorerst 31. März 2022 bestehen. Beratungsbesuche, zu denen Pflegegeldempfänger regelmäßig verpflichtet sind, können telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Die Pflegebegutachtung durch den Medizinischen Dienst zur Einstufung in einen Pflegegrad ist ebenso telefonisch möglich. Pflegende Angehörige können sich zudem aktuell 20 statt zehn Arbeitstage von der Arbeit freistellen lassen, wenn ein akuter Pflegefall eintritt. Für diese Zeit erhalten sie auch Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung von der AOK-Pflegekasse.

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