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Krankenkassenbeiträge aus Versorgungsbezügen

Zur Berechnung des Krankenkassenbeitrags werden bei Rentnern, Arbeitnehmern und freiwillig Versicherten verschiedene Einnahmen berücksichtigt, unter anderem auch sogenannte Versorgungsbezüge. Alle Informationen zur Beitragspflicht bei Versorgungsbezügen im Überblick.

Was sind beitragspflichtige Versorgungsbezüge?

Erhalten versicherungspflichtige Rentner Versorgungsbezüge, dann müssen sie aus diesen Einnahmen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Diese Regelung gilt auch für Arbeitnehmer und freiwillig Versicherte, an die Versorgungsbezüge ausbezahlt werden. Versorgungsbezüge sind Einnahmen, ähnlich der Rente, die vom Arbeitgeber, einer Pensions- oder Versorgungseinrichtung gezahlt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Betriebsrenten (z.B. aus einer betrieblichen Altersversorgung, der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst oder der hüttenknappschaftlichen Zusatzversorgung)
  • Beamtenpensionen (z.B. aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis oder einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen)
  • Renten aus Versicherungs- und Versorgungseinrichtungen für bestimmte Berufsgruppen (z.B. Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte)

Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten

Zum 1. Januar 2020 gab es eine Gesetzesänderung, die die Zahlung von Krankenkassenbeiträgen auf Versorgungsbezüge aus der betrieblichen Altersversorgung betrifft. Beiträge müssen nur dann gezahlt werden, wenn die monatlichen Bezüge aus der Betriebsrente 159,25 Euro überschreiten. Bis zu diesem Freibetrag müssen also keine Krankenkassenbeiträge gezahlt werden. Sollte der Betrag von 159,25 Euro überschritten werden, ist nur der übersteigende Betrag beitragspflichtig.

Krankenkassenbeiträge auf andere Versorgungsbezüge

Für alle anderen Arten von Versorgungsbezügen gilt weiterhin die Freigrenze. Dazu gehören zum Beispiel Versorgungsbezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis oder aus einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen. Diese Versorgungsbezüge sind ab dem ersten Cent in voller Höhe beitragspflichtig, sobald die Grenze von 159,25 Euro überschritten wird.

Aus Einnahmen privat abgeschlossener Lebens-, Renten- oder Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen müssen Sie keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.

Hinweis: Das neue GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz ist am 1.1.2020 in Kraft getreten. Die Umsetzung erfolgt Schritt für Schritt im Jahr 2020. Somit zahlen entsprechende Versicherte erstmal weiterhin den Beitrag nach altem Recht. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die zu viel gezahlten Beiträge erstattet.

Beiträge aus einmaligen Versorgungsbezügen

Auch einmalige Versorgungsbezüge, d.h. wenn es sich dabei um eine nicht regelmäßig wiederkehrende Kapitalleistung handelt, sind beitragspflichtig. Hier gilt ebenso der Freibetrag in Höhe von 159,25 Euro bei einer betrieblichen Altersversorgung und eine Freigrenze bei sonstigen Versorgungsbezügen.

Liegt der errechnete Monatswert (1/120) unter 159,25 Euro, dann ist der einmalige Versorgungsbezug beitragsfrei. Wenn der Wert bei Bezügen der betrieblichen Altersversorgung oberhalb dieses Freibetrags liegt, ist der übersteigende Betrag beitragspflichtig.

Beiträge auf Mehrfachbezüge

Der Freibetrag in Höhe von 159,25 Euro gilt bei Mehrfachbezug von Versorgungsbezügen in Form einer Betriebsrente nur einmalig und nicht für jeden Versorgungsbezug einzeln. Hier entscheidet die Krankenkasse, bei welchem Bezug der Freibetrag anzurechnen ist.

Höhe der Beitragszahlung aus Versorgungsbezügen

Rentner, die in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind und Versorgungsbezüge erhalten, zahlen nach dem allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent. Hinzu kommt noch ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Beiträge zur Krankenversicherung sind dann zu zahlen, wenn der Versorgungsbezug den Freibetrag von 159,25 Euro (Stand 2020) übersteigt. Informieren Sie sich gerne bei Ihrer AOK vor Ort über die jeweilige Höhe des Zusatzbeitrags.

Bei freiwillig versicherten Rentnern werden zur Beitragsberechnung alle Einnahmen zum Lebensunterhalt herangezogen. Dies betrifft neben der Rente und den Versorgungsbezügen beispielsweise auch Einkünfte aus Mieteinnahmen. Der Freibetrag gilt hier nicht.

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