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Plötzl. Starker Wunsch Nach Sex. Erfüllung

Hallo, liebe Berater,

es geht um unsre Tochter, 35 Jahre alt, 2 Kinder, das Mädchen 8 Jahre alt, der Junge 4, seit 9 Jhren verheiratet.

Seit Herbst vergangenen Jahre beobachten wir, dass sie sich immer mehr zurückgezogen hat. Sie war schon immer ein ruhiger Mensch, der kaum über sich und seine Gefühle sprach.

Sie bauen zur Zeit ein Haus, Das sollte breits vor einem Jahr fertig werden. Der Schwiegersohn macht viel selbst, daher die Zeitverzögerung. Unsere Tochter war oft wütend, weil er ihr was verspochen und damit nicht gehalten hatte. Die Kinder waren bereits im Kindergarten und der Schule am neuen Wohnort angemeldet. Dadurch verlängerte sich für beide der tägl. Weg zur Kita. 

Im Mai erzählte sie mir, dass ihr Mann seit dem Herbst kaum noch mit ihr geredet hat. Sie war schon so weit, sich scheiden zu lassen. Sie hätte sich im Frühjahr in einen Kollegen verliebt. Er sei geschieden, 53 Jahre alt. Sex hätten sie keinen gehabt, aber sie hätten sich geküsst.    

Sie haben dann über alles gesprochen, er sieht ein, Fehler gemacht zu haben. Sie könne aber nicht mehr auf ihn zugehen. Schwiegersohn organisiert eine Eheberatunge, aber es bleibt dabei. Sie will einfach nicht mehr diese Ehe fortführen. Beide sehen sie ihre Probleme als lösbar an. Sie bekommt den Kollegen aber nicht  mehr aus dem Kopf. Sie kann von ihm sozusagen nicht lassen. 

Sie erzählt uns, das es bei ihr komisch ist. Sie empfindet die Umarmungen ihres Mannes als unangenehm, auch Händchen halten mag sie nicht. Sie fragt sich, ob sie "unnormal" ist. Sie spricht darüber, wie weh ihr die Reaktionen ihres Mannes taten, wenn er sauer war, wenn sie mal mit ihm nicht schlafen wollte. Er verweigerte dann die Hausarbeit und erklärte ihr auch, warum er so reagiert, ihm fehlt der Sex.

Sie hat das Gefühl, seit Jahren immer nur Erwartungen zu erfüllen. Sie will auch mal selbst entscheiden, sagt sie. Seit Monaten drehen sich nun die Gespräche der beiden Eheleute nur um das Thema, was machen wir mit den Kindern. Sie ist oft gedanklich bei dem Kollegen, erzählt ihrem Mann von ihren sex. Träumen mit dem Kollegen und welcher Erfüllung ihr diese Sex bringen wird.  

Ihr Mann ist nicht ihr erster Partner. Sie war es immer, die sich in einen Mann verliebte, dann um ihn warb und später ging auch die Trennung von ihr aus.    

Sie wirkt sehr fertig, weint viel. Wir  boten ihr an, uns um die Kinder zu kümmern, damit sie weg und erst mal zur Ruhe kommen kann. Das lehnt sie ab, sie sei doch nicht krank.

Sie ist t. w. unbeherrscht den Kindern gegenüber. Aber hat immer bei der Erziehung Wert darauf gelegt, dass die Kinder ja keinen emmotionalen Schaden durch eine zu harte Erziehungsmaßnahme nehmen. Nach dem Motto, meinen Kindern soll es mal besser als mir gehen. 

Die Kinder schlafen oft abends erst gegen 21.30 ein. Danach wollen sie beide noch etwas für sich machen, so das sie nie abends vor 23.30 UHR im Bett sind.  

Vor ein paar Tagen nun ist der  Schwiegersohn ausgezogen. Er hält ihr Worte über den andern Mann nicht mehr aus. Sie fühlt sich wie bei einer Sucht zu diesem Kollegen  hingezogen. Mit ihr reden, da haben wir keine Chance. Selbst, dass ihr Mann nun ausgezogen ist, hat sie uns nciht erzählt. Uns gegenüber hält sie den Schein aufrecht. alles in Ordnung, alles super.

Wir haben Angst, dass sie allein mit den beiden Kindern überfordert ist. 

Wir haben Angst, dass sie bald von der neuen, so großartigen Liebe wieder enttäuscht ist. Und wenn sie dann parallel dazu noch erkennen muss. Die Kinder leiden unter der neuen Situation, die sind nciht glücklich, fürchten wir, dass sie sich das selbst nicht verzeihen kann.      

Haben sie eine Erklärung dafür, was diesen Mann für sie so begehrenswert macht? So, dass sie dafür das auseinanderreißen ihrer Familie für gerechtfertig hält? Würde es diesen Mann nicht geben, würde sie sich nicht trennen. 

Was können wir tun, um mit unserer Tochter irgendwie ins GEspräch zu kommen. Sie zum nachdenken anzuregen?

Was können wir tun, damit die Kinder so wenig wie möglich unter dieser Situaion leiden. Sie sind es gewohnt, dass Mama und Papa täglich da sind. 

Auf ihre Antwort freue ich mich.

Crissi

 

 

 

Hallo Crissi,

vielen Dank für Ihren ausführlichen Beitrag! Gerne möchten wir versuchen, auf Ihre Situation und die Ihrer Tochter einzugehen.

Erst einmal finden wir es großartig, dass Sie mit all Ihren Mitteln versuchen, Ihrer Tochter aber auch dem Schwiegersohn in dieser schwierigen Lebenslage mit Rat und Tat zur Seite zu stehen! Und indem Sie signalisieren, dass Sie Rückhalt und Unterstützung bieten möchten leisten Sie schon ganz Erhebliches! Und da sind wir auch schon bei einem wichtigen Aspekt, was die Möglichkeiten und Grenzen Ihres Einflusses betrifft: Sie können Verständnis, die Bereitschaft zum Zuhören und auch praktische Hilfe, wie etwas Kinderbetreuung, anbieten. Aber ob dies angenommen wird entscheidet Ihre Tochter bzw. auch der Schwiegersohn. Das ist manchmal sicherlich sehr schwer auszuhalten, gerade wenn doch der Wunsch da ist, nach allen Möglichkeiten Beistand leisten zu wollen.

Ihren Schilderungen nach ist die Ehe Ihrer Tochter offenbar schon länger erheblich belastet. Und Belastungsfaktoren, die in der Summe dazu geführt haben, dass sie sich „entliebt“ hat, gibt es offenbar reichlich: mangelnde Kommunikation, das Gefühl nicht gehört zu werden, keinen Einfluss in der Beziehung zu haben, das Schweigen des Ehepartners, mangelnde Wertschätzung, ein unfertiges Haus, das beide frustriert, lange Wege, Erschöpfung, wahrscheinlich beiderseits vor lauter Pflichten kein Raum mehr für die Paarbeziehung... Das sind mehr als genug Faktoren, um gekränkt und frustriert zu sein, um kein Verlangen mehr nach körperlicher Nähe und Intimität zu verspüren und sich zu „entlieben“. Wenn dann noch ein netter Mann auf der Bildfläche erscheint, der Verständnis und Wertschätzung zeigt, ist der Schritt, sich „außerhäusig“ zu verlieben und sich die seit langem enttäuschten (Beziehungs)Bedürfnisse erfüllen zu wollen, nur noch ein kleiner. Vielleicht hätte Ihre Tochter ohne diesen Mann noch länger in der häuslichen Misere ausgehalten – doch wäre das für alle Beteiligten der bessere Weg gewesen? Der Stillstand bestand ja offenbar schon länger.

Ob die Liebe zu dem anderen Mann eine Zukunft haben wird ist offen. Und so schwer es fällt: da können und dürfen Sie sich als Eltern auch nicht einmischen. Das wichtigste was Ihre Tochter nun braucht ist Verständnis und das Gefühl von Beistand. Auch wäre hilfreich, wenn Ihre Tochter einen professionellen, außenstehenden Berater oder eine Beraterin zur Seite hätte, um all die vielen Fragen und Gefühle, die sie beschäftigen werden, zu reflektieren und sich zu ordnen. Vielleicht können Sie sie diesbzgl. finanziell unterstützen - wenn Ihre Tochter das annehmen kann.

Ganz wichtig ist aus unserer Sicht, dass sich beide Ehepartner in der Frage Hilfe holen, wie die Betreuung und der Umgang mit den Kindern fürsorglich gestaltet werden kann. Das Schlimmste was passieren kann ist, wenn die Ehepartner ihre Konflikte auf Kosten der Kinder austragen. Daher möchten wir sehr raten, dass sich beide unbedingt professionelle Unterstützung holen, um das Leben der Kinder, die sicherlich sehr unter der Gesamtsituation leiden, erträglicher zu gestalten. Und das ist möglich, auch wenn die Elternteile nicht mehr zusammen wohnen. Und dazu können und sollten Sie beide ermutigen.

Ob die Ehe perspektivisch eine Chance hat wieder zu gesunden ist aus unserer Sicht gänzlich offen. So, wie Sie die Situation beschreiben, haben wir den Eindruck, dass es sich da um ein längerfristiges Projekt handelt, das nicht in ein paar wenigen Stunden Eheberatung zu lösen ist. Die grundlegende Frage ist ja, ob beiderseits noch Reste von Liebe füreinander vorhanden ist und ob es Ressourcen gibt, auf die beide im Rahmen einer Paartherapie zurückgreifen könnten. Schnelle Lösungen wird es da nicht geben.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserer Rückmeldung eine erste Orientierungshilfe geben. Melden Sie sich bitte gerne wieder!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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