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Entscheidung Treffen

Liebes AOK- Team,

ich bin mit meinem Freund seit 8 Jahren zusammen. Es gab immer mal wieder Höhen und Tiefen die wir gemeistert haben, aber letztes Jahr im November kam es zum absoluten Tiefpunkt in unserer Beziehnung. Es war eine schwierige Zeit, wir hatten zu dem Zeitpunkt 2 Jahre zusammen gewohnt (vorher hatten wir eine Wochenendbeziehung) und ich war frustriert, da ich den Haushalt alleine machen musste da er zu bequem dazu war bzw.  ich ihn immer wieder auffordern musste auch mal was zu tun, ich immer später zu hause war von der Arbeit wie er und dadurch auch absolut keine Lust mehr auf Zärtlichkeiten und Sex hatte. Dazu muss ich sagen, dass ihm Sex in der Beziehung wichtiger ist als mir. Jedenfalls kam es im November 2015 dann dazu dass ich aus der Wohnung ausgezogen bin, weil wir beide unglücklich waren und eine Beziehungspause machen wollten um uns klar zu werden was wir wollen. Eine Woche nachdem wir in der Pause waren hat er mit einer anderen Frau geschlafen. Die ganze Situation hat mich sehr verletzt, aber ich wollte ihn nicht verlieren und wir haben uns dazu entschieden unserer Beziehung trotzdem noch eine Chance zu geben. Ich hatte sehr lange damit zu tun ihm den Seitensprung zu verzeihen und war oft wütend auf ihn wenn ich daran gedacht habe, aber mittlerweile ist es okay für mich. Er gibt sich sehr viel Mühe dass ich mich wohl fühle und akzeptiert die Zeit die ich brauche um mich wieder mehr auf ihn einzulassen. Außerdem ist er immer für mich da und steht mir bei wenn ich Probleme habe egal welcher Art. Jetzt ist 1 Jahr vergangen und das Thema Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung war wieder ein Thema. Mein Problem ist jetzt aber, dass ich immer noch glücklicher bin alleine zu wohnen und ich habe momentan auch nicht das Bedürfnis viel Zeit mit ihm zu verbringen. Auf Sex kann ich auch immer noch sehr gut verzichten, was auch immer wieder ein Problem für unsere Beziehung dar stellt. Aber ich frage mich mittlerweile ob ich ihn überhaupt noch wirklich liebe, da ich seine Nähe zur Zeit nicht vermisse und ob unsere Beziehnung überhaupt noch einen Sinn hat. Ich bin 26 Jahre als und er ist meine erste Beziehung in meinem Leben. Ist es vielleicht einfach nur Gewohnheit und ich kann deshalb nicht entscheiden ob ich diese Beziehnung noch will oder nicht? Ich muss sagen dass ich auch Angst habe eine falsche Entscheidung zu treffen und es dann zu bereuen. Hinzu kommt dass ich mir zu 100% sicher bin, dass wenn wir zusammen wohnen würden, das Problen mit dem Haushalt wieder auftreten würde, da er sich in dieser Hinsicht leider nicht geändert hat und es auch nicht versucht. Für mich spielt das allerdings eine wichtige Rolle. Ich habe ihm das auch des öfteren gesagt. Jedenfalls bin ich mir nicht im Klaren was ich will, ob wir es nochmal probieren oder ob wir Schluss machen sollten, und ich weiß nicht was ich tun kann um endlich eine Entscheidung zu treffen. Oder brauche ich vielleicht doch noch etwas mehr Zeit um mir meiner Gefühle klar zu werden und dann entscheiden zu können was ich will? Zur Zeit genieße ich es einfach machen zu können was ich will, nach hause zu kommen wann ich will ohne im Hinterkopf zu haben noch was zu essen kochen zu müssen und ungestört meinem Hobby nachgehen zu können. Ich war in der Zeit in der wir zusammen gewohnt haben einfach sehr eingeschrenkt, voller Verpflichtungen und ich denke dass ich Angst habe wieder darein zu geraten.

Hallo Rutyna,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!

Danke für Ihren ausführlichen Beitrag! Wenn wir Sie richtig vertehen, dann haben Sie in dem letzten Jahr, seitdem Sie beide getrennt voneinander leben, eigentlich erst so richtig Ihr eigenes Leben, Wünsche, Hobbies so richtig genießen können. Diese Freiheit scheint Ihnen gut zu tun und so können Sie auch besser Nähe und Distanz in der Beziehung mit Ihrem Freund regulieren.

Das ist doch eine gute Situation für Sie, wenn Sie sich derzeit ganz wohlfühlen, oder? Wenn wir Sie richtig verstehen, dann ist es Ihr Freund, der sich eine gemeinsame Wohnsituation wünscht. Was verspricht er sich davon? Sie haben ja gute Gründe, weshalb Sie keinen gemeinsamen Haushalt mit ihm wollen. Kennt er diese Gründe? Und wie steht er dazu?

Dann sprechen Sie das Thema Lustlosigkeit an. Seit wann hat sich diese eingestellt? Und gab es auch lustvolle Zeiten mit Ihrem Freund, in denen Sie Spaß am Sex hatten? Ist er bisher Ihr einziger Sexualpartner oder konnten Sie auch mit anderen Menschen sexuelle Erfahrungen sammeln?

Vielleicht können Sie hierauf noch etwas näher eingehen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Hallo liebes Expertenteam,

ich denke schon dass es für mich eine gute Situation ist, allerdings plagt mich oft ein schlechtes Gewissen wenn mein Freund mich z.B. fragt ob er über Nacht bei mir bleiben soll und ich ihm aber "Nein" sage. Habe das  Gefühl egoistisch zu handeln und eigentlich soll man in einer Beziehung ja aufeinander Rücksicht nehmen. Ich möchte es ihm wohl recht machen und ihn nicht enttäuschen. Er sagt zwar dass er mir nicht böse ist und es auch nicht schlimm findet, denn er möchte dass ich ehrlich zu ihm bin, aber dennoch fühle ich mich schlecht dabei, obwohl ich ja trotzdem alleine sein möchte. Es ist schwierig zu beschreiben und ich bin mir nicht sicher ob ich es verständlich ist.

Ja das stimmt. Er hätte gerne dass wir wieder zusammen wohnen würden, ich aber eher nicht. Was er sich genau davon verspricht kann ich nicht genau sagen. Er fühlt sich wohler wenn wir zusammen sind und ich glaube er fühlt sich einsam wenn er alleine in seiner Wohnung sein muss. Er hat auch Angst mich zu verlieren hat er gesagt. Er kennt meine Ansicht. Wir haben öfters und ausführlich über dieses Thema geredet. Er kennt meine Befürchtung und sagt zwar immer dass er sich ändern wird, aber da er mir dieses Versprechen während unserer gemeinsamen Zeit in einer Wohnung gefühlte 100 mal gegeben hat und sich nie auf Dauer etwas geändert hat, habe ich einfach Zweifel dass es dieses mal klappt und das weiß er.

Es ist komisch für mich, dass ich diejenige bin die bestimmt wann wir uns sehen und wann nicht und deshalb frage ich mich manchmal was wir denn überhaupt für eine Beziehung führen. Ich frage mich dann ob man das überhaupt eine Beziehung nennen kann?! Normalerweise sollte man sich doch aufeinander freuen sich zu sehen bzw. so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen wollen?! Zur Zeit fühle ich mich als wenn ich in der Luft hängen würde und weiß nicht was ich eigentlich will. Beziehung ja oder nein?! Zusammen wohnen ja oder nein?! Wenn meine Gedanken kreisen könnte ich wahnsinnig werden. Ich denke wohl zu viel nach...

 

Meine Lustlosigkeit ist schon seit vielen Jahren ein Thema. (ganz genau weiß ich es nicht mehr seit wann es so ist). Aber ins Extreme ging es als mir in unserem Zusammenleben einfach alles zu viel geworden war. Vollzeitjob, in der Mittagspause einkaufen fahren, abends nach hause kommen den Haushalt machen und kochen, und dann am besten noch lustvoll den Freund bespringen. Das war mir wohl zu viel und seitdem hält diese Lustlosigkeit an. Also bestimmt schon 3 Jahre. Ich verspüre keinen Reiz mehr Sex haben zu wollen, aber mich selbst stört es nicht. Es ist nur dann störend wenn mein Freund seinen Sex mal wieder braucht und ich nicht in Stimmung kommen kann. Dazu muss ich sagen dass ich immer sehr viel am grübeln bin und schwer meinen Kopf ausschalten und entspannen kann. Mein Freund nimmt Rücksicht auf mich und verzichtet sehr oft auf sein Verlangen, aber manchmal kann er dann doch nicht anders. Ich kann es auf eine Art nachvollziehen und leider hatten wir dann des öfteren schon Sex obwohl ich keine Lust hatte und er mir aber Leid tat. Glücklich waren wir beide danach nicht. Aber ich wollte ihm einen "Gefallen" tun und er musste Druck abbauen.

Bevor wir zusammen lebten und die Anfangszeit in der gemeinsamen Wohnung hatten wir viel mehr Sex und ich hatte auch viel mehr Lust dazu. Ja er ist mein erster und einziger Sexualpartner bisher in meinem Leben. Und wenn wir dann doch mal beide Lust darauf haben, dann macht es auch Spaß und ist sehr befriedigend aber das kommt einfach zu selten vor.

Hoffe ich habe jetzt nichts übersehen und alles erwähnt.

MfG

Hallo Rutyna,

vielen Dank für die umfangreichen Informationen und Antworten auf unsere Fragen!

Auf zwei Aspekte möchten wir besonders eingehen. Wenn wir Sie richtig verstehen, dann war die Zeit des Zusammenlebens - nach einer anfänglich schönen Zeit - dann immer mehr von Pflichten und einem als beengend erlebten Alltag dominiert. Die Leichtigkeit und Verliebtheit blieb dabei zusehends auf der Strecke.

Wir fragen uns, was Sie beide eigentlich heute als Paar (und nicht nur als Freunde oder gute Bekannte) verbindet. Den bedrückenden Alltagstrott haben Sie ja ausgeschaltet - und wie stellt sich nun die gemeinsame Beziehungsgestaltung dar? Wobei empfinden Sie Ihren Partner als Ergänzung, als inspirierend, was mit ihm verschafft Ihnen Spaß und gute Laune? Gibt es GEspräche, in denen Sie sich gemeint und verstanden fühlen? Also all das, was zu "Beziehungslust" führen kann.

Denn die "Beziehungslust" - und da kommen wir auf den zweiten Aspekt - ist ja auch eine wesentliche Grundlage von Lust auf Nähe und Intimität mit dem Partner. Das eine braucht das andere.

Uns stellt sich die Frage, ob Ihre Verliebtheit auf der Strecke geblieben ist und sich in den vergangenen Jahren die frühere Verliebtheit eben nicht zu einer vertieften Liebe entwickelt hat, sondern es vielmehr Gewohnheit und das Gefühl von Verantwortung ist, das Sie beide verbindet. Natürlich wird da auch viel Vertrautheit sein, doch das allein ist kein tragendes Fundament.

Eine lebendige Partnerschaft bedeutet auch ein sich Begegnen auf Augenhöhe, Wachstum, Weiterentwicklung und das gemeinsame Meistern von Herausforderungen. Auch Neugier auf den Anderen, an seinen Gedanken und Gefühlen und das Erleben dieser Neugier auch sich selbst gegenüber ist wichtig.

Sind Sie möglicherweise der Beziehung entwachsen, trauen sich aber nicht, sich das einzugestehen?

In dieser Situation nun an ein erneutes Zusammenziehen zu denken, ohne dass Sie beide eine Klarheit bzgl. der damit verbundenen Ziele haben, halten wir für nicht ratsam.

Vielmehr scheint uns, dass eine gemeinsame offene und ehrliche Standortbstimmung hilfreich wäre, um zu erkennen, was tatsächlich (noch) ist - und woran es mangelt.

Was meinen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Liebes Expertenteam,

vielen Dank für ihre Antwort. Es hat mich wirklich dazu angeregt meine Beziehung noch genauer zu betrachten und es fällt mir schwer Antworten auf Ihre Fragen zu finden.

Ich habe mich schon mal selbst gefragt ob wir vielleicht einfach nur noch Freunde sind ohne das es uns bewusst ist. Oder wir es einfach nicht wahr haben wollen. Um ehrlich zu sein habe ich Angst ihn für immer aus meinem Leben zu verlieren wenn wir nicht mehr diese Beziehung führen, da er mir wirklich sehr wichtig ist und am Herzen liegt. Aber vermutlich haben Sie Recht. Wir sind nur noch aus Gewohnheit zusammen und könnten genauso gut einfach nur Freunde sein. Wenn ich allerdings daran denke ein Gespräch mit meinem Freund zu führen um ihm zu sagen, dass wir nur noch Freunde sein sollten und keine Beziehung mehr führen sollten, macht es mich wirklich sehr traurig. Und ich habe etwas Angst davor, denn ich war schon mal an dem Punkt Schluss zu machen, aber ich habe damals einen Rückzieher gemacht. Er weinte und sagte mir, dass er mich liebt und für immer mit mir zusammen sein will... Da konnte ich es nicht über mich bringen. Scheinbar bin ich nur aus Mitleid mit ihm zusammen geblieben damit es IHM gut geht, und vergesse mich selbst dabei?!

Aber er fängt mich auf wenn ich in einer schweren Situation bin die für mich aussichtslos erscheint. Er hat immer ein offenes Ohr für mich wenn ich Probleme habe. Er lässt mich eben nicht im Stich (naja bis auf den Tag an dem ich ausgezogen bin und mit meiner Tasche mit Kleidung und meiner Katze vor der Haustür meiner Mutter stand).

Aber wenn ich an unsere gemeinsame Zukunft denke, weiß ich nicht wo es uns hinführen sollte, da ich mir momentan ja tatsächtlich nicht einmal mehr vorstellen kann mit ihm zusammen zu wohnen. Mehr Antworten fallen mir dazu nicht ein...

Aber wie schaffe ich es dieses Gespräch mit ihm zu führen ohne wieder einzuknicken? Es scheint mir gerade so als wenn wir diese Beziehung tatsächlich besser beenden sollten...


MfG

Hallo Rutyna,

wir können Ihr Dilemma gut nachvollziehen: eine Partnerschaft zu beenden ist nie leicht, insbesondere wenn man den anderen nach wie vor schätzt und es viel Vertrautes gibt, auf das es dann künftig zu verzichten gilt.

Ob aus einer ehemaligen Liebe eine Freundschaft erwachsen kann ist offen, dass wird sich erst mit der Zeit herausstellen. Möglicherweise ist es besser, erst mal Abstand voneinander zu nehmen, damit eine Trennung wirken kann.

Doch nun gilt es ja im nächsten Schritt überhaupt erst einmal mit Ihrem Partner zu sprechen und ihm offen und ehrlich Ihre Gefühle darzulegen - auch wenn es ihm wehtun wird. Diesen Schmerz können Sie ihm nicht ersparen!

Sie sollten ihm auch sagen, dass Sie ihn nach wie vor sehr schätzen, dass Sie Vertrauen in ihn haben und dass Sie die guten gemeinsamen Jahre nicht missen möchten. Doch dass Sie nun seit längerem schon merken, dass da keine intensive Liebe mehr da ist und dass Sie sich auch nicht vorstellen können, dass diese wieder neu entsteht. Denn eigentlich hätte ja die Zeit des getrennten Wohnens auch wieder Sehnsucht entfachen können, was aber Ihrerseits leider nicht der Fall ist.

Und eine Fortsetzung der Beziehung aus Vernunft oder um beim anderen Enttäuschung zu vermeiden ist eine ausgesprochen schlechte Basis. (Es gibt übrigens Paare, die irgendwann sogar geheiratet haben, weil der Mut fehlte, dem anderen die Wahrheit zu sagen und sich aus der Beziehung zu verabschieden...)

Was meinen Sie, könnte ein Gespräch in dieser Richtung verlaufen?

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Liebes Expertenteam,

Ich habe heute dieses Gespräch mit meinem Freund (Exfreund) geführt. Wir haben vernünftig miteinander geredet, aber es war wirklich sehr schwer. Er ist wirklich niedergeschlagen aber er hatte Verständniss für mich. Er ist allerdings der Meinung, dass ich ihm keine Liebe mehr entgegen bringen kann weil ich mit mir selbst nicht zufrieden bin und er sieht in meiner Entscheidung Schluss zu machen keinen wirklichen Sinn. Dazu muss ich sagen, dass ich momentan wirklich mit meinem Job nicht zufrieden bin und bei mir seitdem ich alleine wohne natürlich finanzielle Knappheit herrscht mit der ich aber zurecht komme. Aber möglicherweise hat er ja recht?! Ich möchte diese Dinge auch in den Griff bekommen und bin dabei Lösungen zu finden. Dennoch ändert dass ja nichts an meinen Gefühlen die ich (nicht) habe. Deshalb habe ich die Beziehung nun beendet. Möglicherweise bin ich auch durch die unglückliche Beziehung unzufrieden mit allem?! Jedenfalls ist das alles zwar sehr traurig, aber ich habe nun das Gefühl das Richtige getan zu haben und ich hoffe, dass ich es nicht bereuen werde. Und das mein Freund es auch überstehen wird. Ich meine Exfreund... das ist komisch das zu sagen...

 

MfG

Hallo Rutyna,

da sind Sie einen großen Schritt gegangen und es war sehr mutig, dass Sie sich getraut haben, offen mit Ihrem Freund über Ihre Gefühle und wie Sie die Beziehung mit ihm empfinden, zu sprechen!

Es ist auch nachvollziehbar, dass er seinerseits nach Erklärungen sucht, weshalb es Ihnen nicht gut und wenn da eine unbefriedigende Arbeitssituation ist, dann hat das natürlich auch Auswirkungen auf die allgemeine Lebenszufriedenheit und es kann auch die Partnerschaft belasten. Doch wir haben ähnllich wie Sie den Eindruck, dass der Kern Ihrer Unzufriedenheit schon vor allem in der Beziehung selbst begründet liegt.

Wir denken, dass Sie sich nun Zeit nehmen sollten, die Dinge erst mal "sacken" zu lassen und sich auf die neue Situation einzulassen. Auch wenn Sie nicht mehr richtig verliebt waren, benötigen Sie ebenfalls Zeit, sich zu lösen und von der Beziehung zu verabschieden. Und sicher wird es auch Situationen geben, in denen Sie sich alleine fühlen und all die Dinge, die mit ihm vertraut waren, auch mal vermissen. Doch das ist normal und gehört zum Trennungsprozess dazu.

Gibt es denn Dinge, die Sie für sich in Angriff nehmen wollen, also mögliche neue Ziele? Oder wie werden Sie jetzt die kommenden Wochen für sich angehen wollen?

Gibt es Menschen, die Ihnen vertraut sind und bei denen Sie sich auch mitteilen können, wenn es Ihnen mal nicht so gut geht? Bei denen Sie zuspruch erhalten?

Wir drücken Ihnen auf jeden Fall für die Zukunft die Daumen und wir freuen uns, wenn Sie sich wieder hier im Forum melden - jederzeit gerne!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Liebes Expertenteam,

 

es ist ja nun etwas Zeit vergangen nach der Trennung und ich muss sagen in der ersten Woche habe ich mich wundervoll gefühlt. Die zweite Woche hat nun begonnen und nun beginnt auch die Trennungsphase für mich. Ich denke sehr oft an ihn und es gibt Momente an denen ich ihn auch vermisse. Dennoch bin ich jetzt zufriedener und entspannter und meine Arbeit beginnt mir wieder Spaß zu machen. Das muss ich mir allerdings öfters selbst sagen dass es der bessere Weg für mich jetzt ist, denn ich habe etwas Sorge, dass ich ihm wieder verfalle und zu ihm zurück gehe wenn ich mich zu einsam fühle und ihn in solchen Momenten zu sehr vermisse (manchmal macht man ja unvernünftige Dinge wenn man in einen, ich sage mal "Gefühlsrausch" kommt). Wir haben aber seit der Trennung auch keinen Kontakt mehr gehabt. Ich bin froh, dass er meine Entscheidung akzeptiert und mir nicht ständig begegnet oder per Handy von sich hören lässt. Es ist nicht leicht, aber Trennungen sind bekanntlich niemals leicht.

Ich konzentriere mich momentan komplett auf mich und darauf das zu tun was mich glücklich und zufrieden macht.

Es gibt schon Menschen denen ich mich anvertrauen könnte, aber ich möchte niemanden mit meinen Problemen belasten und es fällt mir meistens sehr schwer mit anderen über meine Gefühle zu reden. Deshalb habe ich auch angefangen Sie anzuschreiben.

Ich möchte mich auch noch bei Ihnen bedanken, dass Sie mir so hilfreiche Antworten gegeben haben und mir geholfen haben alles klarer zu sehen.

 

Vielen Dank, MfG

Hallo Rutyna,

wir freuen uns, wenn wir Sie in diesen wichtigen Fragen und Entscheidungen etwas unterstützen konnten!

Die gefühlsmäßige "Achterbahn", die sich nun einstellt, die Ambivalenzen, die Sie empfinden - mal Erleichterung und Zufriedenheit, dann aber wieder Sehnsucht nach der nun ja auch fehlenden Nähe und Geborgenheit - sind in dieser Phase absolut normal. Und sicherlich wird dieses "Schwanken" auch noch einige Zeit anhalten. Aber Sie werden nach und nach auch merken, dass sich das Pendel mehr und mehr in Richtung der positiven Gefühle verändern wird. Dennoch wird nicht ausbleiben, dass gerade in Momenten, in denen Sie sich nach Beziehung sehnen, auch viele schöne Erinnerungen an Ihren Freund aufkommen, immerhin waren Sie ja längere Zeit miteinander verbunden.

Doch auch diese Bilder werden verblassen, wenn Sie sich in Ihrem Leben stabilisiert haben und spätestens mit einer neuen Liebe kommen auch neue ERfahrungen hinzu.

Also, alles Gute auf Ihrem weiteren Weg - und melden Sie sich gerne jederzeit wieder hier im Forum!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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