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Künstliche Befruchtung

Guten Tag,

ich habe ein verzweifelte Frage anl. unseres Antrags auf anteilige Kostenübernahme für eine künstliche Befruchtung.

Ich selber mit Versicherungsnehmer der AOK. Mein Mann ist Beamter und in der Heilfürsorge.

Seit Jahren haben wir einen Kinderwunsch und uns nun entschlossen eine künstliche Befruchtung durchzuführen. Dementsprechend haben wir den Behandlungsplan zur anteiligen Kostenübernahme eingereicht. 

Der Antrag wurde meinerseits durch die AOK abgelehnt, da der Grund für den nicht erfüllten Kinderwunsch bei meinem Mann liegen würde und laut BGH-Urteil aus 03.03.2004 die private Krankenversicherung meines Mannes den Kostenanteil für mich übernehmen müsse.

Mein Mann ist allerdings nicht privat versichert und auch nicht in der Beihilfe. Er ist in der Heilfürsorge als sog. "Ersatzkrankenkasse".

Auf Nachfrage wurde mir durch die zuständige AOK Mitarbeiterin mitgeteilt, dass die Heilfürsorge der Beihilfe gleichzustellen sei. 

Nach unserer Recherche und Rechtsberatung ist das so richtig, allerdings besteht das sog. "Verursacherprinzip" nur bei privaten Krankenversicherungen. Beihilfe und hier für uns zutreffend die Heilfürsorge , sind der gesetzlichen KV gleichzustellen und haben dieses Verursacherprinzip nicht. 

Auf Nachfrage bei der Heifürsorge stelle wurde dies auch noch mal so bestätigt und mitgeteilt, dass sie nur für Staatsbedienste, wie mein Mann, zahlen dürften und könnten.

Liegt die Mitarbeiterin der AOK wie recherchiert falsch? Und wie können wir die Mitarbeiterin davon überzeugen, dass sie falsch liegt? 

Können sie uns in unserer Verzweiflung helfen?

Mit freundlichen Grüßen,

 

Daniela

Hallo Lotte,

 

bitte teilen Sie uns noch kurz mit, bei welcher AOK Sie versichert sind. Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Lotte,

danke, dass Sie sich an uns gewendet haben.

Wir gehen davon aus, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt. Das Urteil des BGH betrifft Sie nicht. Das Verursacherprinzip ist für die gesetzlich Krankenversicherten nicht maßgebend. Es betrifft nur die Leitungsansprüche des privaten versicherten Ehegattens Die Ansprüche des gesetzlich Krankenversicherten ist nicht davon abhängig, wo sein Ehepartner versichert ist.

Wenn alle übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, umfasst ihr Anspruch die Leistungen, die bei Ihnen ausgeführt werden. Hierbei sind Aufwendungen für alle extrakorporale Maßnahmen im Zusammenhang mit der Zusammenführung von Ei- und Samenzellen, der Hormonbehandlung sowie der allgemeinen Beratung des Ehepaares über die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der Frau zuzuordnen. 50 % dieser Kosten werden von der AOK übernommen.

Dagegen werden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Gewinnung, Untersuchung und Aufbereitung des männlichen Samens sowie die spezielle Beratung über genetische Risiken und mögliche Fehlbildungen des Kindes dem Mann zugeordnet. Diese Leistungen können nicht von der AOK bezuschusst werden.

Um schnell eine Klärung zu erreichen, können Sie auch vom PC aus Kontakt mit Ihrer AOK aufnehmen. Wenn Sie uns mitteilen, bei welcher AOK Sie versichert sind, stellen wir Ihnen gern den entsprechenden Link zur Verfügung.

Wir sind sicher, dass Ihr Antrag nun bewilligt wird und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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