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IUI - Welche Behandlungen im Vorfeld

Hallo,

nach langer Zeit melde ich mich mal wieder. Wir versuchen nun seit über einem Jahr ein Kind zu bekommen, leider erfolglos.

Anfang Juli war mein Mann dann beim Urologen und hier wurde festgestellt, dass sein Spermiogramm nicht in Ordnung ist (OAT-Syndrom). Daraufhin wurden wir zur Kinderwunschklinik überwiesen und dort wurde uns eine IUI empfohlen.

Diese soll eigentlich jetzt im November beginnen. Mich irritiert nur sehr stark, dass KEINER der Ärzte (Frauenarzt, Urologe, KiWuZentrum) auf die Idee kommt auch mal mich zu untersuchen. Ist das normal? Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr diagnostiziertes Hashimoto und alle Ärzte sagen solange der TSH Wert stimmt braucht man nichts weiter zu untersuchen. Auf Nachfragen wurde ich dann noch zu einem Blutgerinnungszentrum geschickt, hier warten wir noch auf die Ergebnisse.

Letzte Woche haben wir nochmals mit der Praxis telefoniert und die Ärztin meinte wir hätten eine 10%ige Chance mit einer IUI. Was genau das bedeutet konnte sie uns leider nicht verständlich erklären. Auch ob es nicht Sinnvoll wäre die Eierstockdurchlässigkeit im Vorfeld zu prüfen. (Zitat: "Wenn Sie durch die IUI schwanger werden ist ja alles gut, wenn nach dem 3. Versuch noch nichts geklappt hat oder Sie eine Eileiterschwangerschaft bekommen können wir diese Untersuchung ja immer noch machen."). Das ganze hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe heute nochmals in der Praxis angerufen und gefragt ob es nicht doch sinnvoll ist die Untersuchung VOR den Behandlungen zu machen. Dann bekam ich die Aussage, das wäre ja nur verschwendetes Geld, da man in der Ultraschallversion nicht bei jedem was erkennt und das würde ja 150€ kosten.

Jetzt stellen sich mir doch einige Fragen...

1. Warum erzählt uns die Ärztin, dass es diese Behandlung gibt und wir uns überlegen sollten die nach den ersten erfolglosen Versuchen zu machen?

2. Warum wird das nicht im Vorfeld untersucht? Sollten meine Eierstöcke nicht in Ordnung sein kann eine Schwangerschaft ja gar nicht zustandekommen bzw. es besteht die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft.

3. Warum sagt die Sprechstundenhilfe diese Untersuchung wäre unnötig?

4. Das Spermiogramm meines Mannes hat sich (durch die Einname von Nahrungsergänzungsmitteln?) in den letzten Monaten so sehr verbessert, dass er in allen Bereichen im Rahmen der WHO Empfehlungen liegt, wir sind aber immer noch erfolgslos. Warum kommt keiner auf die Idee mich genauer zu untersuchen?

5. Was bedeuten diese 10%? Macht eine IUI dann überhaupt Sinn wenn wir nur eine so geringe Erfolgschance haben?

All diese Fragen konnte mir die Dame in der Praxis heute leider nicht erklären und ein Gespräch mit der Ärztin sei vor unserem Behandlungsbeginn in 1 1/2 Wochen auch nicht mehr möglich.

 

Hallo Chewy114,

 

gerne wollen wir versuchen, Ihre Fragen zu beantworten, damkit Sie beide eine für sich richtige Entscheidung treffen können.

Zuerst einmal zu Ihrem Mann und dessen Spermiogramm: Ein OAT-Syndrom (Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom) ist eine krankhafte Veränderung der Spermien. Hierbei liegen zu wenige (oligo), zu gering bewegliche (astheno) und vermehrt fehlgeformte (terato) Spermien vor. Wenn Ihr Mann nun durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel ein normales Spermiogramm aufweist, sollte eigentlich eine normale Zeugungsfähigkeit bestehen. Medizinisch indiziert wäre dann gar keine assistierte Reproduktion, da Sie beide gemeinsam durch den Geschlechtsverkehr ein Kind zeugen können sollten. Pro Zyklus besteht statistisch betrachtet eine 20-prozentige Chance auf eine Schwangerschaft.

Stellt sich trotz dieser jetzt normalen Befunde keine Schwangerschaft ein, kann dies an Ihnen liegen; besteht jedoch ein regelmäßiger, unauffälliger Zyklus, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch bei Ihnen kein pathologischer Befund besteht.

Wollen Sie nun aber doch primär die Durchgängigkeit der Eileiter. überprüfen, dann werden Sie diese zusätzliche, im Moment medizinisch nicht zwingend notwendige UNtersuchung bezahlen müssen. Die Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit erfolgt mit Hilfe eines speziellen Ultraschalls ist nicht so aussagekräftig wie eine entsprechende Untersuchung durch eine Bauchspiegelung. Die Ultraschalluntersuchung aber lässt sich schnell, komplikaationsarm und ohne Narkose durchführen und kann zusätzliche Informationen bieten. 

Die IUI erfolgt in der Regel, wenn kein Geschlechtsverkehr stattfinden soll (z.B. bei einer Samenspende), aber auch bei Problemen beim Geschlechtsverkehr (z.B. Erektionsstörung des Mannes, Schmerzen bei Geschlechtsverkehr) oder aber bei einer verminderten Anzahl funktionstüchtiger Spermien wie z.B. bei einer Oligospermie oder dem OAT-Syndrom. Der vermutliche Zeitpunkt des Eisprungs wird voter denen Sie beide uneingeschränkt stehen; nihrher mittels Hormon- und Ultraschalluntersuchung abgeschätzt wobei häufig die Eizellreifung und der Eisprung zusätzlich medikamentös herbeigeführt oder unterstützt werden. Die Erfolgsquote bei dieser Methode ist in Bezug auf das Lebensalter der Frau sehr unterschiedlich, grundsätzlich darf man von einer circa 10-prozentigen Chance einer Befruchtung ausgehen.

 

Aus unserer Sicht sollten Sie sich nur auf Behandlungen einlassen, hinter denen Sie beide uneingeschränkt stehen können. Für uns sieht es so aus, dass doch noch Gesprächsbedarf besteht, und diesen sollten Sie auch artikulieren und darum bitten, dass mit Ihnen im Vorfeld zu klären!

 

Bleibt uns, Ihnen viel Glück zu wünschen! Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne erneut hzur Verfügung!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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