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Wenn der Beruf krank macht

Krankenstand in Sachsen-Anhalt 2014 erneut leicht gestiegen

31.03.2015

Magdeburg – Wie häufig Sachsen-Anhalter am Arbeitsplatz fehlen, hängt stark vom Job ab. Das zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse der AOK Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO). Den höchsten Krankenstand in Sachsen-Anhalt verzeichneten im Jahr 2014 die Berufe der Ver- und Entsorgung, das heißt beispielsweise Müllwerker oder Rohrleitungsbauer. Am wenigsten fehlten Beschäftigte in Berufen der Hochschullehre und -forschung. Insgesamt lag der Krankenstand im Jahr 2014 in Sachsen-Anhalt bei 5,8 Prozent. Im Jahr 2013 lag er noch bei 5,7 Prozent, im Jahr 2012 bei 5,4 Prozent.

Die Art der ausgeübten Tätigkeit hat erheblichen Einfluss auf das Ausmaß und die Häufigkeit der Fehlzeiten als auch auf die Art der Erkrankung. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen (Abbildung 1): Die meisten Fehltage weisen in Sachsen-Anhalt Berufsgruppen aus den Bereichen Ver- und Entsorgung mit 32,4 Fehltagen auf, Überwachung und Wartung der Eisenbahninfrastruktur mit 31,9 Fehltagen sowie Straßen- und Tunnelwärter mit 29,9 Fehltagen. Es handelt sich dabei um Berufsgruppen mit hohen körperlichen Arbeitsbelastungen und überdurchschnittlich vielen Arbeitsunfällen. Besonders wenige Fehltage hatten in Sachsen-Anhalt die Berufe in der Hochschullehre und -forschung mit lediglich 6,3 Fehltagen. Auch Berufe in der technischen Forschung und Entwicklung (7,0 Tage) und Ärzte (8,3 Tage) weisen deutlich unterdurchschnittliche krankheitsbedingte Fehlzeiten auf.

Die Gründe für die Höhe von Fehlzeiten liegen vor allem in den berufsspezifischen Anforderungsprofilen (Abbildung 2). In Berufen mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten wie der Eisenbahnwartung oder bei Straßen- und Tunnelwärtern treten vor allem Muskel-Skelett-Erkrankungen auf. In diesen Berufsgruppen entfallen 27,3 bzw. 31,0 Prozent aller Krankheitstage auf diese Krankheitsarten. Zum Vergleich: Bei Berufen in der Hochschullehre und -forschung sind es nur 4,6 Prozent. Auch ist das Krankheitsspektrum ein anderes: So sind in den dienstleistungsorientierten Berufen eher psychische Erkrankungen bestimmend für eine Krankschreibung. In Sachsen-Anhalt sind hier u.a. Berufe in der Hochschullehre und -forschung mit 23,5 Prozent und Berufe in der Informatik mit 18,8 Prozent zu nennen, zwei Berufsgruppen, die ansonsten eher geringe Fehlzeiten aufweisen.

Insgesamt ist der Krankenstand bei den rund 230.000 AOK-versicherten Arbeitnehmern in Sachsen-Anhalt im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr nur sehr leicht gestiegen: Nach einem Anstieg von 0,1 Prozent liegt er nunmehr bei 5,8 Prozent (Abbildung 3). Damit hat jeder Beschäftigte in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt 21,0 Tage aufgrund von ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen im Betrieb gefehlt. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 2 Prozent.

Der Krankenstand in Sachsen-Anhalt liegt mit 5,8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 5,2 Prozent. Sachsen-Anhalt hat damit nach dem Saarland (6 Prozent) den höchsten Krankenstand bundesweit.

Hintergrundinformation für die Redaktion:

Die beigefügten Grafiken können Sie mit der Quellenangabe „AOK Sachsen-Anhalt / WIdO“ frei verwenden. 

 

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