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Stahlknecht: Wasserrettung in Sachsen-Anhalt für drei Jahre gesichert

AOK Sachsen-Anhalt und Knappschaft unterstützen mit einer Pauschale

11.09.2015

Gemeinsame Pressemitteilung

Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt

AOK Sachsen-Anhalt – Die Gesundheitskasse

Knappschaft, Sachsen-Anhalt

Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft / DLRG - LV Sachsen-Anhalt

/ Magdeburg Die ehrenamtliche Arbeit der Wasserrettung in Sachsen-Anhalt kann auch in den nächsten Jahren bestehen bleiben. Die AOK Sachsen-Anhalt unterstützt diese finanziell, auch die Knappschaft beteiligt sich an den Kosten. Das gaben Innenminister Holger Stahlknecht, die AOK Sachsen-Anhalt, die Knappschaft, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag, den 11. September, in Magdeburg bekannt. Rund 2.700 freiwillige Wasserretter gibt es in Sachsen-Anhalt.

„Die Wasserrettung in Sachsen-Anhalt dauerhaft auf soliden Boden zu stellen war eine große Herausforderung. Wir danken ausdrücklich der AOK Sachsen-Anhalt und der Knappschaft, die sich jetzt bereiterklärt haben, die Wasserrettung finanziell zu unterstützen“, sagte Holger Stahlknecht anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Ich hoffe allerdings sehr, dass die anderen Krankenkassen im Land sich zukünftig ebenfalls an dieser Lösung beteiligen werden.“

„Viele freiwillige Helfer stehen für die Wasserrettung in Sachsen-Anhalt“, sagt Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt. „Wir danken ihnen für dieses wichtige Engagement, wodurch auch schon viele AOK-Versicherte gerettet wurden. Aus diesem Grund beteiligen wir uns künftig an den Kosten.“

Die AOK Sachsen-Anhalt zahlt zukünftig eine jährliche Pauschale von jeweils 25.000 Euro an das Deutsche Rote Kreuz und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die Knappschaft unterstützt die Arbeit der Wasserrettung über eine anteilige Kostenfinanzierung an diesem Betrag.

Von dem Geld werden Boote und eine funktionstüchtige Ausrüstung bezahlt und Instandgehalten. „Die Ausrüstung muss für den Ernstfall bei der Wasserwacht immer einsatzbereit sein. Die Knappschaft leistet hiermit einen Beitrag, in schwierigen Unfallsituationen, wie dies im Wasser meist der Fall ist, eine schnellstmögliche Rettung abzusichern“, so Hans-Joachim Röttger, Leiter der Regionaldirektion Cottbus.

Wichtiges und motivierendes Signal für das Ehrenamt

„Die Kameraden der DLRG erbringen seit vielen Jahren für die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt Leistungen im Wasserrettungsdienst“, sagt Holger Hövelmann, Präsident der DLRG LV Sachsen-Anhalt. „Wir sind erleichtert, dass es nunmehr nach der gesetzlichen Regelung auch eine finanzielle Unterstützung für die Aufgaben in der Wasserrettung gibt. Die Vertragsunterzeichnung mit der AOK Sachsen-Anhalt und der Knappschaft ist ein wichtiges und motivierendes Signal an unsere ehrenamtliche Gesellschaft.“

„Der Gesetzgeber in Sachsen-Anhalt hat mit dem 2012 novellierten Rettungsdienstgesetz die Wasser- und Bergrettung in das Gesetz aufgenommen. Diese Gesetzesnovellierung begrüßen wir. Sie ist den Bedingungen in Sachsen-Anhalt angemessen. Die gesetzliche Regelung schließt eine Lücke und schafft die Grundlage für die Einbindung der medizinischen Notfallrettung im Wasser und in den Bergen. Das DRK hat in den zurückliegenden Jahren medizinische Notfallwasserrettung in den DRK-Kreisverbänden realisiert, und zwar aus sich heraus, mit eigenen, andererseits eingeworbenen und in den Kreisverbänden erarbeiteten Mitteln vollkommen ehrenamtlich. Das hat die DRK-Kreisverbände enorm angestrengt und finanziell belastet.

Die mit AOK Sachsen-Anhalt und Knappschaft nun jeweils für 2015, 2016 und 2017 vereinbarte erstmalige Finanzierung für den Wasserrettungsdienst in Sachsen-Anhalt hilft dem DRK nunmehr“, so Roland Halang, der DRK-Präsident Sachsen-Anhalts.

„Den mit der AOK Sachsen-Anhalt und der Knappschaft ausgehandelten Vertrag bewerten wir positiv. Die medizinische Notfallrettung auf, im und unter Wasser wird in Sachsen-Anhalt immer wichtiger. Die Anzahl und Größe der Wasserflächen nehmen immer mehr zu, ebenso wie die Einsatzfälle. Es werden wie bisher auch Einsatzfahrzeuge, Boote und Ausrüstung benötigt, die unsere spezialisierten Ehrenamtler bei der Bewältigung der Aufgabe unterstützen. Es fällt uns jetzt etwas leichter, die strukturell notwendigen Weiterentwicklungen der vorhandenen Standards in der Wasserrettung des DRK in Angriff zu nehmen“, so der Landesleiter der DRK-Wasserwacht, Marko Hoffmann.

                                                                  

„Allerdings sind mit dem verhandelten finanziellen Volumen keine Wunder zu erwarten. Um eine Ausstattung nach dem aktuell als angemessen zu bewertenden Stand landesweit zu schaffen, werden wir mehrere Jahre benötigen“, so abschließend Roland Halang.

Ansprechpartner für Presseanfragen:

Stefan Brodtrück, Ministerium für Inneres und Sport Sachsen-Anhalt (Tel.: 0391 / 567 - 5504)

Andreas Arnsfeld, AOK Sachsen-Anhalt (Tel.: 0391 / 2878 - 44426)

Randi Michler, Knappschaft Sachsen-Anhalt (Tel.: 0355 / 35 7110  50)

Rainer Kleibs, DRK, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (Tel.: 345 / 500 85 - 42)

Holger Friedrich, DLRG - LV Sachsen-Anhalt (Tel.: 0345 / 52 00 960)