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Schlaganfall: Was im Notfall zu tun ist

Immer weniger Patienten suchen die Notaufnahme auf – trotz Beschwerden wie zum Beispiel Schlaganfall-Symptomen. Viele befürchten, sich dort mit dem Coronavirus anzustecken. Doch gerade bei Verdacht auf Schlaganfall ist es wichtig, schnell zu handeln. Die AOK hilft, Symptome richtig zu deuten.

Verdacht auf Schlaganfall: Was tun?

Wenn der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht, zählt jede Minute. Je mehr Zeit zwischen dem Auftreten erster Symptome und dem Anfang der Akutbehandlung vergeht, desto wahrscheinlicher sind Folgeschäden. Wichtig ist, dass der Patient sofort ins Krankenhaus gebracht wird. Dort wird er oder sie im besten Fall in einer so genannten „Stroke Unit“ versorgt – einer Abteilung speziell für Schlaganfallpatienten.

Mehrere Krankenhäuser in Deutschland beobachten einen Rückgang an Schlaganfallpatienten in den vergangenen Wochen. Beispielsweise berichtet die Berliner Charité, dass im März etwa 25 Prozent weniger Patienten mit Schlaganfall-Symptomen das Krankenhaus aufgesucht haben als in den Monaten zuvor.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verdacht auf Schlaganfall

Wenn Sie vermuten, dass ein Mensch einen Schlaganfall erlitten hat, sollten Sie sofort reagieren:  

1.    Notruf 112 wählen: Symptome schildern, den Verdacht auf Schlaganfall äußern.

2.    Bei dem Patienten bleiben, bis Hilfe kommt.

3.    Wenn möglich andere Menschen ansprechen und um Hilfe bitten.

4.    Kleidung des Patienten für eine erleichterte Atmung lockern.

5.    Stabile Seitenlage anwenden, wenn Betroffener bewusstlos ist.

6.    Oberkörper erhöhen, wenn der Patient wach ist.

7.    Atmung und Puls überprüfen.

8.    Keine Getränke oder Medikamente geben, da der Patient eine Schluckstörung haben könnte.

9.    Herzdruckmassage (100 Mal pro Minute) bei Herzstillstand.

Im Zweifelsfall wählen Sie lieber einmal die Notrufnummer, auch wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Person keinen Schlaganfall hatte. Sie können damit Leben retten.

Schlaganfall-Symptome erkennen

Es gibt viele Anzeichen, die auf einen Schlaganfall hindeuten. Mögliche Symptome treten plötzlich und meistens nicht alle gleichzeitig auf. Typisch sind:

  • Empfindungsstörungen wie Lähmung oder Taubheitsgefühle in einer Körperhälfte
  • Sehstörungen wie doppelte Bilder oder sogar Sehverlust
  • Sprechschwierigkeiten wie Stottern oder Wortfindungsprobleme
  • Schwindel und Gleichgewichtsprobleme
  • Sehr starke Kopfschmerzen, häufig zusammen mit Übelkeit und Erbrechen
  • Schwierigkeiten beim Gehen
  • Schluckbeschwerden
  • Orientierungslosigkeit
  • Blasenschwäche

Anzeichen deuten mit der FAST-Methode

Mithilfe der sogenannten „FAST“-Methode können Laien Anzeichen eines Schlaganfalls richtig deuten. Die Methode ist in vier Punkte unterteilt:

F wie Face (Gesicht): Fordern Sie den Betroffenen auf zu lächeln. Hängt dabei ein Mundwinkel herunter, kann das auf einen Schlaganfall hindeuten.

A wie Arms (Arme): Bitten Sie den Betroffenen, bei geschlossenen Augen die Arme nach vorne auszustrecken. Handflächen sollten nach oben zeigen. Bei einem Schlaganfall sinkt oder fällt ein Arm herunter oder kann überhaupt nicht ausgestreckt werden.

S wie Speech (Sprache): Fordern Sie den Betroffenen auf, einen einfachen Satz nachzusprechen. Im Falle eines Schlaganfalls hat die Person oft Sprachschwierigkeiten.

T wie Time (Zeit): Wählen Sie sofort den Notruf 112, wenn der Betroffene bei einer der drei Aufgaben Probleme hat.

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