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"Die richtige Pause ist so individuell wie der Mensch selbst.“

Die Kultur- und Glückswissenschaftlerin Saskia Rudolph und die Psychologin und Psychotherapeutin Andrea Horn sind Expertinnen für Positive Psychologie. In ihrem gemeinsamen Projekt Spiegelneuronen geben sie ihr Wissen in Sachen Achtsamkeit und Pausen weiter.

Expertinnen im Interview

Mal ganz grundsätzlich gefragt: Was ist eigentlich eine richtige Pause?

Das kann jeder für sich herausfinden. Während der eine sich bei Mozart entspannt, treiben einen anderen klassische Klänge in den Wahnsinn und er entspannt nur mit Heavy Metal. Bei klassischen Wellnessangeboten ist es genauso. Ein kälte- und freiheitsliebender Mensch wird sich in einer 90 °C heißen Sauna umgeben von schwitzenden Menschen nie richtig entspannen können. Was uns beruhigt, das ist wirklich ganz individuell. Unser Tipp ist: Zeit nehmen und herausfinden, in welchen Situationen man sich am wohlsten fühlt. Allein? In Gesellschaft? Bei Wärme? Bei Kälte? Beim Yoga? Oder vielleicht doch lieber beim Boxen? Die richtige Pause ist so individuell wie der Mensch selbst.

Warum sind Pausen denn so wichtig?

Weil Pausen uns die Möglichkeit geben, innezuhalten, durchzuatmen und neue Kraft zu tanken. In dem Sprichwort „Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen“ steckt schon sehr viel Wahres. Wir sind jeden Tag von so vielen Reizen und Informationen umgeben, dass unser Gehirn und Körper sie oft nicht verarbeiten können. Gerade deswegen ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen und hektisch zu versuchen, alles irgendwie zu managen. Es ist viel besser, ein paar Schritte zurückzutreten, den „Wald“ von außen zu betrachten, uns Zeit zu nehmen und dann gestärkt und entspannt nach vorn zu schauen.

Was passiert in unserem Körper während einer optimalen Pause?

Unser Herzschlag verlangsamt sich, die Muskeln entkrampfen und Verspannungen lösen sich. Dann sinkt unser Blutdruck, unsere Atmung wird gleichmäßig und tief und sorgt so für die perfekte Versorgung mit Sauerstoff. Auch unsere Organe, vor allem Magen und Darm, arbeiten entspannter. Wir werden ruhiger und reagieren gelassener auf Situationen, die uns sonst auf die Palme bringen würden. Kurz gesagt: Unser Körper fühlt sich einfach richtig wohl. Das ist das Beste, was wir für ihn auf lange Sicht tun können.

Und wie finde ich heraus, wie viele Pausen ich persönlich brauche?

Durch Achtsamkeit, also durch aufmerksames Umgehen mit sich selbst und seinen Bedürfnissen. Unter Stress reagiert unser Körper immer ähnlich. Wann diese Überforderung eintritt, ist aber bei jedem verschieden. Leider gilt in unserem Kulturkreis oft noch die Auffassung, dass "Pause" gleich "faul" bedeutet. Das stimmt natürlich nicht! Unsere Welt wird immer schneller. Ein typischer Arbeitstag besteht heute aus viel rasanteren und komplexeren Abläufen und Anforderungen als noch vor wenigen Jahren. Ich sage immer: Höre auf deinen Körper, deine Freunde und Familie. Sie merken oft viel eher, dass du dringend eine Pause brauchst. Und dann, ganz wichtig: Hab' kein schlechtes Gewissen, diese Pausen auch zu genießen.

Angenommen ich habe sehr viel zu tun: Wie kann ich mich auch in kurzen Zeitfenstern entspannen?

Es gibt da ein wunderbares buddhistisches Sprichwort: „Wenn du in Eile bist, gehe einen Umweg.“ Die wahre Detektivarbeit liegt also darin, herauszufinden, warum man oft das Gefühl hat, die vielen Aufgaben nicht bewältigen zu können und was man auf Dauer tun könnte, damit sich das ändert. Aber klar, manchmal hat man einfach viel um die Ohren. Dann hilft es, für kurze Zeit die Tür hinter sich zu schließen, keine Störungen zuzulassen und einige Minuten bewusst tief ein- und auszuatmen. Das hilft wirklich. Im Internet gibt es inzwischen auch eine Vielzahl von tollen Atem-und Auflockerungsübungen, mit denen man es in wenigen Minuten wunderbar schafft, zu entspannen.

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