Kein Ort gewählt
Keine AOK gewählt

Resistente Keime: Richtig mit Antibiotika umgehen

Antibiotika sind im Kampf gegen viele bakterielle Erkrankungen unverzichtbar. Doch immer öfter bleibt die Wirkung der Mittel aus. In Krankenhäusern finden sich zunehmend multiresistente Keime, die gängigen Antibiotika widerstehen, meldet das Robert Koch-Institut, das biomedizinische Forschung im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit betreibt. Wer ein Antibiotikum einnimmt, kann selbst viel dafür tun, dass sich gefährliche Resistenzen nicht ausbreiten.

Was Sie über den Umgang mit Antibiotika wissen sollten

Resistente Keime sind eine ernste Bedrohung, besonders, wenn sich lebensgefährliche Infektionen wie eine Lungenentzündung nicht mehr ausreichend behandeln lassen. So helfen Sie mit, das Risiko für die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verringern:

  • Antibiotika müssen vom Arzt verordnet werden.
  • Fragen Sie, ob die Behandlung mit einem Antibiotikum zwingend notwendig ist und ob das verordnete Medikament für die Erkrankung als „Mittel der ersten Wahl“ empfohlen wird.
  • Wenden Sie sich bei Fragen immer zuerst an den Fachmann und nehmen Sie niemals eigenständig Restbestände aus der Hausapotheke ein.
  • Brechen Sie die Therapie nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt vorzeitig ab, auch wenn die Krankheitssymptome nachlassen. Halten Sie sich genau an die Anweisungen des Arztes.
  • Schonen Sie sich während der Therapie und ernähren Sie sich gut und gesund.
  • Antibiotika wirken nicht gegen Viren sondern nur gegen Bakterien. Bei Erkältungskrankheiten, die meist durch Viren hervorgerufen werden, sind Antibiotika daher in der Regel nicht sinnvoll.
  • Entsorgen Sie Medikamentenreste über den Hausmüll oder bringen Sie sie in die Apotheke zurück. Spülen Sie keine Medikamente die Toilette oder das Waschbecken herunter, damit die Stoffe nicht über das Wasser wieder in den Nahrungskreislauf gelangen.
  • Geben Sie keine Medikamente an andere Personen weiter und bewahren Sie sie nicht in der Hausapotheke auf.

So entstehen Resistenzen

Ein Grund für die Entwicklung: Antibiotika werden zu häufig und falsch eingesetzt. Resistente Keime können entstehen, wenn Sie ein Medikament zu oft verwenden oder zu früh absetzen. Dann überlebt vor allem der Teil der Bakterien, die einen Schutzmechanismus gegen den Wirkstoff besitzen. Die Folge: Diese resistenten Bakterien vermehren sich stärker, während die anderen absterben. Wenn dieses Antibiotikum bei einer nächsten bakteriellen Infektion eingenommen wird, sind mehr resistente als nichtresistente Bakterien vorhanden und eine Antibiotikaresistenz hat begonnen.

AOK übernimmt Schnelltest

Ob eine Krankheit durch Viren oder Bakterien verursacht ist, kann der Arzt mit einem sogenannten CRP-Schnelltest erfahren. Dafür genügen einige Tropfen Blut und wenige Minuten Wartezeit. Dadurch kann verhindert werden, dass Patienten, die an einer Viruserkrankung leiden, unnötigerweise Antibiotika einnehmen. Die AOK Sachsen-Anhalt übernimmt die Kosten für diesen Schnelltest.

Das könnte Sie auch interessieren

Telefonische Arzneimittelberatung für Schwangere und stillende Mütter.
Mehr erfahren
Wer mindestens drei ärztlich verordnete Arzneimittel parallel anwendet, hat seit 1. Oktober 2016 Anrecht auf einen Medikationsplan.
Mehr erfahren
Medikamente wirken besser, wenn Sie sie wie vorgesehen einnehmen.
Mehr erfahren
Kontakt zu meiner AOK Sachsen-Anhalt
Meine AOK vor Ort

Persönlich und nah mit unseren Geschäftsstellen

Meinen Ansprechpartner finden

24 Stunden täglich und kostenfrei

Weitere Kontaktangebote
Gesprächstermin vereinbaren
Rückrufservice
Social-Media-Kanäle
Ansprechpartner Fehlverhalten