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Prostatakrebs

Krebs der Vorsteherdrüse gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Die Früherkennungsuntersuchung beim Arzt kann dazu beitragen, ihn rechtzeitig zu erkennen. Die Kosten für die Früherkennung übernimmt die AOK für Männer ab 45 Jahren.

Was ist Prostatakrebs?

Das Prostatakarzinom ist eine bösartiger Wucherung der Vorsteherdrüse (Prostata). Beim Prostatakrebs handelt es sich um die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes, die ab dem 70. Lebensjahr vermehrt auftritt. Prostatakrebs entsteht, wenn Zellen der Vorsteherdrüse anfangen, sich unkontrolliert zu vermehren. Anfangs verursacht das so gut wie keine Beschwerden. Erst wenn der Tumor größer wird, können unspezifische Symptome auftreten, wie Probleme beim Wasserlassen oder Blut im Urin. Auch kann die Blasenentleerung beeinträchtigt sein. Natürlich können diese Symptome auch bei vergleichsweise harmlosen Erkrankungen auftreten, dennoch sollten Sie bis zur Abklärung keine Zeit verlieren. Im Jahr 2016 wurden etwas über 59.600 Prostatakarzinom-Neuerkrankungen in Deutschland diagnostiziert. 

Diagnose

Bei einem Verdacht auf Prostatakrebs kommen verschiedene Untersuchungsmethoden zum Einsatz. Tastuntersuchungen, die Ermittlung bestimmter Laborwerte, sowie die Untersuchung mittels bildgebender Verfahren können wichtige Anhaltspunkte zur Diagnosefindung liefern.

Die Diagnose wird durch die medizinisch pathologische Untersuchung von Prostatagewebe gestellt, welches in der Regel durch Biopsien gewonnen wird. Anhand der Gewebeprobe lässt sich auch abschätzen, ob ein Tumor aggressiv ist oder nur sehr langsam wächst. Das Ergebnis dient als Basis für die weitere Behandlungsentscheidung.

Es gilt: Je früher eine Krebserkrankung festgestellt wird, desto besser sind die Chancen für eine vollständige Heilung. Die gute Nachricht: Insgesamt ist die 10 Jahres-Überlebensrate mit ca. 90% beim Prostatakarzinom im Vergleich zu anderen bösartigen Tumoren als gut zu bewerten.

Früherkennung von Prostatakrebs

Die AOK übernimmt die Kosten für eine jährliche Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 45 Jahren. Sie beinhaltet die ärztliche Befragung nach Beschwerden oder anderen gesundheitlichen Veränderungen, die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane sowie die Tastuntersuchung der Prostata und der Lymphknoten. Stellt sich dabei heraus, dass die Prostata auffällig verändert ist, haben Versicherte Anspruch auf Folgeuntersuchungen. Beugen Sie vor und nehmen Sie diese Vorsorgemöglichkeit in Anspruch.

Behandlung bei Prostatakarzinom

Eine individuelle ärztliche Beratung ist beim Prostatakrebs sehr wichtig. Die Prognose eines Patienten mit Prostatakarzinom und die Entscheidung über weitere Behandlungsschritte sind von den unterschiedlichsten Faktoren abhängig. Bei einem Großteil der Patienten wächst der Prostatakrebs sehr langsam und bereitet zu Lebzeiten keine Probleme. Da die Therapien zum Teil mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein können, kommen sie nicht für alle Patienten in Frage. Ihr behandelnder Arzt berät Sie über die für Sie am besten geeigneten Möglichkeiten.

Invasive Therapiemethoden

Zu den invasiven Standardtherapien zählen folgende Optionen:

Bei der Prostataresektion oder Teilresektion werden mittels eines chirurgischen Eingriffs Teile der Prostata oder das komplette Organ entfernt. Je nach Größe des Eingriffes sind unterschiedliche Folgetherapien notwendig. Als Nebenwirkungen können u.a. Inkontinenz oder Erektionsstörungen auftreten.

Hierbei wird energiereiche Strahlung zielgerichtet, das heißt lokal begrenzt, eingesetzt. Die Zellkerne der Krebszellen werden dabei so stark schädigt, dass sie sich nicht mehr teilen können und die entarteten Zellen zugrunde gehen. Die Strahlendosis und das Strahlenfeld werden dafür zuvor mit dem Computer berechnet. Es kann eine interne (Brachytherapie; Radionuklidtherapie) oder externe Strahlentherapie (perkutane Strahlentherapie) zum Einsatz kommen, je nach Größe der Tumore und nach Stadium der Erkrankung. Auch diese Therapie ist nicht nebenwirkungsfrei.

Eine Chemotherapie verfolgt das Ziel bei Patienten mit einem Prostatakarzinom und fortgeschrittener Erkrankung das Tumorwachstum zu bremsen. Dabei werden sogenannte Chemotherapeutika in der Regel intravenös oder in Tablettenform verabreicht. Hierdurch sollen Beschwerden gelindert und das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden.

Diese Therapieform, die das Wachstum der Krebszellen bremst, kommt vor allem für Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung infrage. Für Patienten mit frühem Prostatakarzinom ist sie als alleinige Therapie nur in Ausnahmefällen eine Option. Als Rückfallprophylaxe oder als Behandlung bei Rückfall kann sie als zusätzliche Therapie eingesetzt werden.

Behandlungsalternativen

Invasive Verfahren wie Operationen, Chemo-, Hormon-, oder Strahlentherapien sind nicht in jedem Fall ratsam. Hier gilt es, den Nutzen gegen mögliche Nebenwirkungen abzuwägen. Bei einem lokal begrenzten und nicht aggressiven Prostatakrebs, der noch keine Metastasen gebildet hat, stehen alternativ zu einer sofortigen Therapiemaßnahme zwei unterschiedliche Überwachungsstrategien zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Active Surveillance und Watchful Waiting.

Dabei geht es um die engmaschige Überwachung des Krankheitsverlaufes, um erst bei einem erkennbaren Fortschreiten des Tumors (Progression) invasiv behandelt zu werden. Das Vorgehen ist auch bei jüngeren Patienten möglich, wenn alle Entscheidungskriterien beachtet werden. Studien belegen, dass die Überlebenschancen vergleichbar sind mit denen von Patienten, die sofort aktiv behandelt werden. Der Vorteil liegt am Wegfall der Nebenwirkungen invasiver Maßnahmen.

Bei älteren Patienten, bei denen für die restliche Lebensspanne möglicherweise keine Symptome auftreten, kann dies eine sinnvolle Behandlungsoption sein. Wenn keine aggressiven Tumoranteile nachgewiesen werden, wird der voraussichtliche Krankheitsverlauf mit und ohne Behandlung wenig unterschiedlich beschrieben. Mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen ist ein abwartendes Verhalten häufig eine sinnvolle Alternative zur Operation oder anderen Behandlungsmethoden. Auch hier gilt, dass mögliche Nebenwirkungen der Therapie vermieden werden. Eine Behandlung setzt ein, sobald Beschwerden aufgrund des Prostatakarzinoms auftreten.

Leben mit Prostatakrebs - Das können Sie für sich tun

Eine Krebsdiagnose bedeutet für die meisten Patienten erst einmal ein Schock. Auch die nächsten Angehörigen sind davon betroffen. Es stellen sich viele Fragen: Was bedeutet die Diagnose? Was erwartet uns? Wie sind die Heilungschancen? In vielen Fällen stellt dies bei den Betroffenen eine große psychische Belastung dar.

Deshalb ist es wichtig, mit dem behandelnden Arzt alle Therapieoptionen zu besprechen, sich über Nebenwirkungen und Folgen aufklären zu lassen und gemeinsam zu entscheiden, welche Möglichkeit die beste Option darstellt.

Sprechen Sie auch über die mit der Diagnose verbundenen Ängste und die entstehenden Fragen. Nicht selten treten Symptome wie Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen auf, die thematisiert werden sollten. Diese könnten auch ein Hinweis auf die Entstehung einer Depression sein, die nicht selten als Begleiterkrankung auftreten und die der Arzt mit behandeln kann. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Urologen.

Zudem unterstützt ein gesunder Lebensstil die therapeutischen Maßnahmen und Ihr Wohlbefinden. Dabei gelten allgemein eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung, moderate Bewegung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin als förderlich.

Zu den Themen Ernährung, Bewegung, Alkohol und Rauchen finden Sie Informationen bei der Krebsgesellschaft 

Die AOK Sachsen-Anhalt hält zudem ein umfangreiches Kursangebot zu den Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung bereit. 

Weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote

  • Eine psychoonkologische Beratung bei der Sachsen-Anhaltinischen Krebsgesellschaft e.V. kann zusätzlich bei der Krankheitsbewältigung helfen. Entsprechende Kontakte dazu finden Sie hier
  • Mehrere Selbsthilfegruppen zu Krebserkrankungen stehen Patienten ebenso beratend zur Seite. Ansprechpartner finden Sie hier 
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