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Nach Hersteller-Rückruf des Adrenalin-Autoinjektors Anapen:

AOK Sachsen-Anhalt übernimmt Zuzahlung für Ersatz der Notfallspritze

18.07.2012

Magdeburg. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Allergikern geraten, die Notfallspritze Anapen, die bei einem allergischen Schock eingesetzt wird, dringend gegen ein anderes geeignetes Arzneimittel auszutauschen. Der Grund: manche dieser Spritzen können möglicherweise ihre Wirkung nicht entfalten. Jetzt weigert sich jedoch das Unternehmen, für die Kosten des Ersatzmedikaments aufzukommen. Die Folge: Versicherte und Krankenkassen drohen auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Kay Nitschke, Beauftragter des Vorstandes der AOK Sachsen-Anhalt: „Um finanziellen Schaden von unseren Versicherten abzuwenden, springt die AOK Sachsen-Anhalt an dieser Stelle ein. Betroffenen, die die Spritze gegen ein anderes Medikament austauschen müssen, erstatten wir die Zuzahlung. Dass sich ein Unternehmen einfach aus der Verantwortung stehlen will, ist inakzeptabel. Die Krankenkassen beraten deshalb über gemeinsame juristische Schritte gegen den Anbieter. Dieser Rechtsstreit darf jedoch nicht auf dem Rücken unserer Versicherten ausgetragen werden. Deshalb tritt die AOK Sachsen-Anhalt für ihre Versicherten in Vorleistung.“

Weiterführende Informationen erhalten Versicherte der AOK Sachsen-Anhalt unter der kostenfreien Servicehotline 0800 226 5726 immer montags bis freitags von 8 Uhr bis 20 Uhr und samstags von 8 Uhr bis 14 Uhr.