Angebot anzeigen für:
Suche bei der AOK Sachsen-Anhalt
Ort/Kasse korrigieren
Kontakt zu meiner AOK Sachsen-Anhalt
Ort/Kasse korrigieren
Kundencenter werden geladen ...

Minister Norbert Bischoff informiert sich über das „Magdeburger Modell“ im MVZ Herderstraße

07.07.2014

Mit dem „Magdeburger Modell“ beschritten bereits im Jahre 2009 die AOK Sachsen-Anhalt, das MVZ Herderstraße und die Managementgesellschaft der Kassenärztlichen Vereinigung (KV-M-G) neue Wege in der Behandlung von nicht heilenden Wunden sogenannte Chronische Wunden. Hierbei handelt es sich um eine auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Behandlung, bei der alle Beteiligten – Vertragsärzte, Wundschwestern, Sanitätsfachhandel, ambulanter Pflegedienst – wie ein Zahnrad ineinandergreifen. Seit 2009 wurden bereits mehr als 590 Versicherte im Rahmen dieses Modells erfolgreich behandelt. Nach durchschnittlich 2,5 Monaten waren die Wunden geschlossen, gegenüber mehr als 1,5 Jahren in der sonst üblichen Versorgung.

„Mich interessierte besonders, wie das Spezialistenteam im MVZ zusammenarbeitet, um den Patienten schnell zu helfen“, so Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales.

„In den vergangenen vier Jahren haben sehr viele bei der AOK versicherte Patienten mehr Lebensqualität durch solch eine leitliniengerechte Behandlung gewonnen. Das ist gut für die Patienten und auch wesentlich günstiger für die Kasse“, so Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt.

„Die Haus- und Facharztkollegen nutzen das Angebot einer Zuweisung für maximal drei Quartale zu Gunsten ihrer oft seit längerem betroffenen chronischen Wundpatienten in ein spezialisiertes, integratives Kompetenzzentrum. Sie selbst profitieren unmittelbar durch eine Entlastung von der besonderen Behandlungsintensität und Praxisorganisation bei chronischen Wunden“, ergänzte Dr. med. Burkhard John, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt.

„Durch weitere engagierte, spezialisierte niedergelassene Partner ist die integrative Versorgung auch in der Fläche über Magdeburg hinaus in Sachsen-Anhalt präsent und somit wohnortnah realisierbar. Dies hat zu einer weiteren Steigerung der Zufriedenheit der behandelten Patienten geführt“, erläutert Gabriele Wenzel, Geschäftsführerin der Managementgesellschaft der Kassenärztlichen Vereinigung.

„Die Entwicklung einer netzadaptierten Organisationsstruktur von Spezialisten auf dem Gebiet der chronischen Wunden, eine besondere personelle und apparative technische, wie räumliche Ausstattung, die mittlerweile nach ISO9001 zertifiziert ist, war entscheidend. Die regelmäßige Kommunikation und Transparenz der Protagonisten findet dabei vertieft in einem vierteljährlich stattfindenden Qualitätszirkel statt. Alle zentralen fachlichen Themenbereiche, um die qualitätsorientierte, leitliniengerechte besondere Versorgungsstruktur weiter auf- und ausbauen zu können, werden hier diskutiert und umgesetzt. Weiterhin unterstützt ein interprofessionelles und intersektorales Netzwerk aus festgelegten Kooperationspartnern diese umfassende Behandlungs- und Therapiestruktur. Der informierte Patient wird zum verantwortlichen Partner des besonderen Behandlungsangebotes über seine Teilnahmeerklärung und seine Behandlungstreue“, sagt Dr. Hans-Hermann Ladetzki, Ärztlicher Direktor des MVZ Herderstraße.