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Leistungen bei Demenz – so hilft die AOK

Je nach Pflegegrad stehen Menschen mit Demenz bestimmte Leistungen für die Pflege zu. Die AOK informiert, welche Leistungen das im Einzelnen sind, wie Sie diese beantragen und welche Beratungsangebote es für pflegende Angehörige gibt.

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten

Personen mit einer demenziellen Erkrankung sind körperlich beeinträchtigten Pflegebedürftigen gleichgestellt. Sie erhalten den gleichen Zugang zu Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung, wenn sie diese beantragt haben und eine Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Ist ein Familienmitglied an Demenz erkrankt und brauchen Sie Unterstützung bei der Pflege, sind das die nächsten Schritte:

  1. Antrag stellen: Stellen Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen bei der AOK-Pflegekasse. Je früher, desto besser. Das Antragsdatum ist entscheidend für den Leistungsbeginn.
  2. Begutachtung: Die AOK-Pflegekasse beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Einschätzung der Pflegebedürftigkeit. Dabei beurteilt der MDK, wie viel Unterstützung der Demenzkranke im Alltag benötigt.
  3. Pflegegrad wird ermittelt: Der MDK schickt sein Gutachten an die AOK-Pflegekasse. Die AOK informiert Sie anschließend über den Pflegegrad und die Leistungsansprüche, die sich daraus ergeben.

Leistungen für die Pflege

Höhe und Umfang der Leistungen, die ein demenziell veränderter Mensch bekommt, hängen vom Pflegegrad ab und davon, wie die Pflege durchgeführt wird. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Unterstützungsangebote, die vor allem bei der Pflege eines Demenzkranken zu Hause eine echte Entlastung sind:

  • Tagespflege/Nachtpflege: Die Betreuung des Pflegebedürftigen findet entweder am Tag oder in der Nacht in einer stationären Einrichtung statt und wird auch als teilstationäre Pflege bezeichnet. Ab Pflegegrad 2 übernimmt die AOK-Pflegekasse monatlich zwischen 689 und 1.995 Euro.
  • Kurzzeitpflege: Bei der Kurzzeitpflege wird der Pflegebedürftige vorübergehend in einer vollstationären Einrichtung betreut. Das ist bis zu acht Wochen im Jahr möglich und wird von der AOK-Pflegekasse ab Pflegegrad 2 mit 1.612 Euro pro Kalenderjahr finanziert.
  • Ersatzpflege/Verhinderungspflege: Sie greift, wenn der Pflegebedürftige trotz Abwesenheit oder Krankheit der Pflegeperson weiter zu Hause gepflegt werden soll. Die Pflege übernimmt dann ein Pflegedienst oder eine Vertrauensperson. Dafür stehen ab Pflegegrad 2 jährlich 1.612 Euro zur Verfügung.
  • Entlastungsleistungen: Können zusätzlich für Betreuungs- oder Unterstützungsangebote eingesetzt werden. Dafür stehen monatlich 125 Euro zur Verfügung.
  • Pflegehilfsmittel: Die AOK-Pflegekasse finanziert zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen. Dafür stehen ab Pflegegrad 1 monatlich 40 Euro zur Verfügung.
  • Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: Ist eine demenz- und pflegegerechte Veränderung der Wohnung notwendig, finanziert die AOK-Pflegekasse das mit bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Anspruch besteht ab Pflegegrad 1.

Angebote für pflegende Angehörige

Übernehmen Sie als Angehöriger die Betreuung eines Demenzkranken zu Hause, verlangt das viel Kraft und Geduld von Ihnen. Sie müssen lernen, sich auf die neue Situation einzustellen und damit umzugehen. Die AOK-Pflegekasse unterstützt Sie dabei mit individuellen Beratungs- und Schulungsangeboten.

  • Pflegeberatung: Die Pflegeexperten beraten Sie zur Organisation der Pflege, helfen beim Beantragen von Leistungen oder informieren Sie über Maßnahmen zur Einrichtung einer pflegegerechten Wohnung. Die Beratung ist für Pflegebedürftige und deren Angehörige kostenfrei.
  • Pflegekurse und individuelle Schulungen: Das nötige Grundwissen für die Pflege eignen Sie sich in einem Pflegekurs der AOK an. Sie erwerben dort Grundkenntnisse der Pflege, erlernen typische Pflegehandgriffe und bekommen praktische Tipps – etwa zu Körperpflege oder Ernährung. Darüber hinaus bietet die AOK auch spezielle Kurse zur Pflege von Menschen mit Demenz an. Bei spezifischen Fragen zur Pflege können Sie auch eine individuelle Pflegeschulung bei sich zu Hause in Anspruch nehmen. Die Kosten für Pflegekurse und Pflegeschulung übernimmt die AOK-Pflegekasse.

Pflegehotline und Kontakt zu den Pflegeberatern der AOK Sachsen-Anhalt

Die Pflegeberater der AOK Sachsen-Anhalt sind rund um die Uhr für Pflegebedürftige und deren Angehörige da. Lassen Sie sich telefonisch durch die kostenfreie Pflegehotline beraten oder kontaktieren Sie einen Pflegeberater direkt in Ihrer Region.

Pflegeberater der AOK Sachsen-Anhalt 

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