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Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

Liegt eine Herzinsuffizienz oder Herzschwäche vor, ist das Herz nicht oder nur noch einge-schränkt dazu in der Lage, seine Funktion als „Pumpe“ im Blutkreislauf zu erfüllen.

Herzschwäche (Herzinsuffizienz)

In Deutschland sind ca. 2 bis 3 Millionen Menschen von einer Herzinsuffizienz betroffen. Aufgrund der zunehmenden Alterung der Bevölkerung ist davon auszugehen, dass immer mehr Menschen an einer Herzschwäche erkranken.

Wichtig zu beachten ist: Ein schwaches Herz ist keinesfalls eine normale Alterserscheinung, sondern bedarf einer konsequenten Behandlung durch Ihren Arzt!

Entstehung einer Herzinsuffizienz

Häufig entsteht eine Herzinsuffizienz aufgrund einer anderen Erkrankung, wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels. Die Folgen eines geschwächten Herzmuskels zeigen sich zuerst, wenn sich die Betroffenen anstrengen. Sie ermüden schneller als erwartet und das Atmen fällt ihnen schwerer.

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt über Ihre Beschwerden.

Formen der Herzinsuffizienz und zugehörige Symptome

In der Medizin werden drei Formen der Herzschwäche unterschieden: Die Linksherzschwäche, die Rechtsherzschwäche und die globale Herzschwäche.

Von Linksherzschwäche spricht man, wenn die linke Herzhälfte nicht mehr fähig ist, ausreichend Blut in den großen Körperkreislauf zu pumpen. Hier kann es zu einem Rückstau  des Blutes in die Lunge kommen. Dies äußert sich durch Symptome, wie Luftnot und/oder auch niedrigem Blutdruck.

Bei einer Rechtsherzschwäche wird das Blut, das durch das Venensystem aus dem Körper zum Herzen zurückkommt, nicht mehr schnell genug weitergepumpt und staut sich vor dem Herzen. In der Folge erhöht sich der Druck in den Blutgefäßen und es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen). Diese treten besonders in den Beinen, in der Bauchhöhle, im Brustkorb und den Armen auf.

Nicht selten haben Betroffene eine sogenannte globale Herzschwäche. Dabei liegen gleichzeitig eine Linksherzschwäche und eine Rechtsherzschwäche vor. Diese kann sich dann durch Atemnot und Ödembildung in verschiedenen Körperregionen äußern.

Die Medizin unterscheidet weiter zwischen einer akuten und chronischen Herzschwäche. Eine akute Herzinsuffizienz kann plötzlich innerhalb von Stunden und wenigen Tagen auftreten und stellt einen medizinischen Notfall dar. Typische Anzeichen sind Atemnot, die sich im Liegen verstärkt, Herzrasen oder –Rhythmusstörungen und eine plötzliche Zunahme von Wassereinlagerungen.

Bei einer chronischen Herzinsuffizienz entwickeln sich die Beschwerden schleichend, in der Regel über Monate und Jahre. Die Symptome sind sehr vielfältig. Typische Anzeichen sind u.a. eine reduzierte Leistungsfähigkeit, schnelle Ermüdung, Atemnot, geschwollene Füße/Beine (Ödeme), Gewichtszunahme bei gleichem Ernährungsverhalten sowie vermehrtes nächtliches Wasserlassen.

Schweregrad einer Herzschwäche

Die Erkrankung wird nach der internationalen Empfehlung der „New York Heart Association“( NYHA) in vier Schweregrade eingeteilt:

Bei diesem Schweregrad liegen noch keine Symptome vor. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist hierbei nicht eingeschränkt. Eine verringerte Herzleistung ist jedoch bei bestimmten Untersuchungen bereits nachweisbar.

Bei diesem Schweregrad liegt eine leichte Einschränkung der Leistungsfähigkeit vor. Bei stärkeren körperlichen Anstrengungen (zum Beispiel Bergaufgehen oder Treppensteigen) entstehen Beschwerden. In Ruhe und bei leichter Anstrengung liegen keine Beschwerden vor.

Bei diesem Schweregrad liegt eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit bereits bei leichten Tätigkeiten im Alltag (zum Beispiel: beim Gehen in der Ebene) vor. In Ruhe liegen keine Beschwerden vor.

Es bestehen Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten und auch in Ruhe. Daher liegt bei den Betroffenen i.d.R. eine Bettlägerigkeit vor.

Therapieoptionen

Das Ziel der Behandlung der Herzinsuffizienz ist zum einen die Linderung der Beschwerden und zum anderen die Vermeidung bzw. Verzögerung des Fortschreitens der Erkrankung. Ihr Arzt wird Sie über die geeignete Therapie aufklären.

  • Medikamente können die Symptome lindern und die Prognose verbessern.
  • U.a. beim Vorliegen von bestimmten Herzrhythmusstörungen kann der Einsatz eines Herzschrittmachers und ggf. Implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) erforderlich sein.
  • In sehr schweren Fällen können auch operative Maßnahmen bis hin zur Herztransplantation notwendig werden.
  • Anleitung zu Lebensstiländerung, gesunde Ernährung, ausreichende und auf die Herzinsuffizienz abgestimmte Bewegung (soweit dies möglich ist) und ggf. Raucherentwöhnung.

Das können Sie für sich selbst tun

Mit folgenden Maßnahmen, die Sie mit Ihrem Arzt abstimmen sollten, können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, eine Entgleisung Ihrer Erkrankung zu verhindern oder eine sich entwickelnde Herzschwäche frühzeitig zu erkennen:

  • Kontrollieren Sie jeden Morgen Ihr Gewicht. Dies soll dabei helfen frühzeitig mögliche Wassereinlagerungen festzustellen.
  • Halten Sie die von Ihrem Arzt verordnete Trinkmenge ein.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente entsprechend der ärztlichen Verordnung.
  • Gehen Sie regelmäßig zu Ihrem behandelnden Arzt.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, soweit dies möglich ist. Ihr Arzt informiert Sie über die auf Ihre Herzinsuffizienz angepasste Bewegungsintensität.

So hilft die AOK

Das kostenlose AOK-Herztagebuch für Patienten mit Herzinsuffizienz erleichtert Ihnen die Selbstkontrolle. Dies können Sie unter der kostenfreien Hotline 0800 2001291 abfordern.

Das Betreuungs-Programm zur Herzinsuffizienz Ihrer AOK hat zum Ziel, das krankheitsspezifische Selbstmanagement der Versicherten mit Herzinsuffizienz zu erhöhen. Zusätzlich werden durch kontinuierliche Telefonkontakte sowie eine Patientenschulung Notfallsituationen vermieden und Krankenhauseinweisungen verhindert. 

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