Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände der Krankenkassen in Sachsen-Anhalt

Krankenkassen fördern Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt - Selbsthilfegruppen können Anträge bis Ende Januar stellen

28.10.2011

AOK Sachsen-Anhalt – Die Gesundheitskasse
BKK Landesverband Mitte
IKK gesund plus
Knappschaft, Regionaldirektion Cottbus
LKK Mittel- und Ostdeutschland
vdek Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Magdeburg. Selbsthilfegruppen können für das nächste Jahr bei den Krankenkassen bis zum 31. Januar 2012 Förderungsanträge einreichen.
 

In diesem Jahr unterstützte die Arbeitsgemeinschaft zur Selbsthilfeförderung der Gesetzlichen Krankenversicherung in Sachsen-Anhalt unter Federführung der AOK Sachsen-Anhalt die Selbsthilfe mit insgesamt 516.000 Euro.

„Wir sehen die Arbeit der Selbsthilfe gerade bei chronischen Erkrankungen und Behinderungen als einen unverzichtbaren Eckpfeiler im Gesundheitssystem an. Menschen, die durch eine Krankheit oder andere schwierige Lebenssituationen Hilfe suchen, erhalten in Selbsthilfegruppen professionelle Unterstützung. Gerade in der Selbsthilfe zeigt sich, welche Initiativen und persönliches Engagement eine Gruppe von betroffenen Menschen aufbringen kann, um Krankheit, Krankheitsfolge oder Lebenskrisen zu bewältigen“, erläutert Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt.

Landesweit arbeitet die Selbsthilfe bezogen auf Gesundheitsthemen inzwischen in ca. 840 örtlichen Selbsthilfegruppen, rund 28 Landesorganisationen und 14 Selbsthilfekontaktstellen. 2011 erhielten die Selbsthilfegruppen 162.000 Euro, die Selbsthilfeorganisationen 168.000 Euro und die Selbsthilfekontaktstellen 186.000 Euro.

Die Krankenkassen und Krankenkassenverbände in Sachsen-Anhalt fördern seit vielen Jahren verschiedene Organisationen, um deren unabhängige Arbeit im Interesse von Patienten und Angehörigen sicherzustellen.

Selbsthilfegruppen erhalten eine pauschale Förderung, wenn sie verschiedene Anforderungen erfüllen. Bestehen sie am 31. Januar des Förderjahres mindestens seit zwölf Monaten und weisen mindestens sechs Mitglieder auf, werden sie von der Krankenkasse gefördert. Wichtig ist auch, dass die Selbsthilfegruppen über ein eigenständiges Konto verfügen. Ist kein Konto vorhanden, muss der eingereichte Förderantrag durch zwei Gruppenmitglieder unterschrieben sein.

Die notwendigen Formulare sind auf den Internetseiten der Krankenkassen verfügbar.

In der Arbeitsgemeinschaft zur Selbsthilfeförderung der GKV in Sachsen-Anhalt sind Vertreter des BKK Landesverbandes Mitte, des vdeK, der IKK gesund Plus, der Knappschaft und der AOK Sachsen-Anhalt. Des Weiteren stehen Vertreter der Selbsthilfekontaktstellen, der Selbsthilfeorganisationen und der Selbsthilfegruppe beratend zur Seite.

Für Rückfragen:

Andreas Arnsfeld, AOK Sachsen-Anhalt, Tel. 0391 / 2878 44828,
Matthias Tietz, BKK Landesverband Mitte, Tel. 0391 / 5554-157,
Gunnar Mollenhauer, IKK gesund plus, Tel. 0391 / 2 80 62 21,
Knappschaft Regionaldirektion Cottbus, Tel. 0355 / 35 71 72 11,
Kristina Tiedemann, LKK Mittel- und Ostdeutschland, Tel. 03342 / 36 18 76,
Dr. Volker Schmeichel, vdek Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Tel. 0391 / 5 65 16 20