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Pressemitteilung: Gefahr auf dem Rücken

AOK prüft Gewicht der Schulranzen in den Grundschulen in Sachsen-Anhalt

Pressemitteilung

Magdeburg, 22. August 2016 - Ein guter Schulranzen soll nicht nur im Straßenverkehr schnell auffallen und leicht zu handhaben sein. Vor allem soll er den Kinderrücken schonen. Besonders die Erst- und Zweitklässler haben an ihrem Schulranzen oft schwer zu schleppen. Mehrere Kilo tragen die Kinder täglich zur Schule und wieder nach Hause. Das kann zu bleibenden Haltungsschäden führen. Gemeinsam mit dem Institut für Prävention und Gesundheitsförderung macht die AOK Sachsen-Anhalt deshalb jetzt in vielen Grundschulen im Land den AOK-Schulranzen-Check.

Hierbei wird festgestellt, ob der Ranzen der Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht zu schwer ist. Oft bringt ein Schulranzen drei und mehr Kilogramm auf die Waage.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele Schüler der zweiten Klassenstufe zu schwere Ranzen haben. Das Höchstgewicht – Tasche mit Inhalt – sollte maximal 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts betragen. Ein 20 Kilo schwerer ABC-Schütze kann demnach 3 Kilo zur Schule tragen. Bei einem Eigengewicht des Ranzens von maximal 1,3 Kilo hätte man also 1,7 Kilo ‚frei‘ für Mäppchen, Bücher, Hefte, Pausenbrot und Trinkflasche“, erklärt Anna-Kristina Mahler, Pressesprecherin der AOK-Sachsen-Anhalt.

Ist der Ranzen zu schwer, können bleibende Haltungsschäden und krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule die Folge sein. Daher ist es sehr wichtig, den Schulranzen individuell einzustellen. „Wir demonstrieren den Kindern auf spielerische Art, was einen perfekten Ranzen ausmacht und wie man ihn mit Köpfchen richtig packt, damit er für den nächsten Schultag nicht zu schwer ist. Denn viele Utensilien – zum Beispiel der Malkasten – müssen nicht jeden Tag mitgenommen werden“, so Mahler weiter.

Mit der Ranzen-Aktion möchte die AOK Sachsen-Anhalt nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern und Lehrer auf die Gefahren eines zu hohen Gewichts des Schulranzens hinweisen, um Gesundheitsschäden durch zu schwere oder schlecht sitzende Tornister vorzubeugen. Gerade bei Kindern sind die Knochen noch weich und verformbar und dadurch besonders anfällig.

Eltern sollten daher auf das Gewicht des Ranzens achten. Ein Gewichtkontrollbogen und eine Elterninformation, welche die Schüler nach dem Schulranzen-Check erhalten, sollen sie dabei unterstützen. Mit einer Lehrerinformation erhalten auch die Schulen praktische Tipps. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt so fast 1.000 Schulranzen mit dem AOK-Schulranzen-Check geprüft.

Eltern sollten daher auf das Gewicht des Ranzens achten. Ein Gewichtkontrollbogen und eine Elterninformation, welche die Schüler nach dem Schulranzen-Check erhalten, sollen sie dabei unterstützen. Mit einer Lehrerinformation erhalten auch die Schulen praktische Tipps. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt so fast 1.000 Schulranzen mit dem AOK-Schulranzen-Check geprüft.

Was kennzeichnet einen guten Ranzen?

Ein guter Ranzen ist am Hinweis „entspricht DIN 58124“ erkennbar. Er sollte nicht nur praktisch sein, sondern fällt durch Signalfarben und Reflektoren schnell ins Auge. Zudem ist er stabil (kein Umkippen, strapazierfähiges Obermaterial) und sitzt gut. Damit der Schulranzen gut sitzt, verteilt man zum einen den Inhalt gleichmäßig: keine „Schlagseite“ nach links oder rechts, schwerere Sachen wie Bücher gehören nach hinten (dicht am Rücken), leichtere Sachen wie Federmäppchen oder Hefte nach vorne. Zum anderen muss der Sitz an das Kind angepasst sein: Der Ranzen soll dicht am Körper anliegen (Gurte straff anziehen), die Oberkante schließt etwa auf Schulterhöhe ab (gegebenenfalls Länge der Gurte korrigieren), die Unterkante mit dem Beckenkamm. Sind die Riemen etwa zu lang und der Ranzen sitzt zu weit unten, verlagert sich der Schwerpunkt nach hinten. Um dies auszugleichen, muss das Kind den Oberkörper deutlich nach vorn beugen – eine unnötig hohe Belastung der Wirbelsäule.

Das Höchstgewicht des Schulranzens sollte 10 bis maximal 15 Prozent des Körper-gewichts betragen. Damit er gut sitzt, gehören schwere Sachen nach hinten (dicht am Rücken), leichtere Sachen wie Federmäppchen oder Hefte nach vorne. Foto: AOK-Medienservice
Das Höchstgewicht des Schulranzens sollte 10 bis maximal 15 Prozent des Körper-gewichts betragen. Damit er gut sitzt, gehören schwere Sachen nach hinten (dicht am Rücken), leichtere Sachen wie Federmäppchen oder Hefte nach vorne. Foto: AOK-Medienservice

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