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Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)

Die Gebärmutter ist im Inneren mit der sogenannten Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Bösartige Tumoren des Gebärmutterkörpers gehen fast immer von der Gebärmutterschleimhaut aus. Daher wird dieser Krebs auch als Gebärmutterschleimhautkrebs oder als Endometriumkarzinom bezeichnet. Ein wichtiges Frühsymptom können irreguläre Blutungen sein.

Gebärmutterkörperkrebs

Der Gebärmutterkörperkrebs ist nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Ungefähr eine von 50 Frauen erhält im Laufe ihres Lebens die Diagnose Gebärmutterkörperkrebs. Pro Jahr kommt es zu mehr als 10.500 Neuerkrankungen in Deutschland. Betroffene Frauen waren im Durchschnitt 69 Jahre alt.

Erkennen von Gebährmutterkörperkrebs

Die bösartigen Tumorzellen haben Ihren Ursprung fast immer in der Gebärmutterschleimhaut. Bisher gibt es keine zuverlässigen Früherkennungsmethoden für den Gebärmutterkörperkrebs. Im Anfangsstadium bereitet der Krebs kaum Beschwerden. Ein wichtiges Frühsymptom, welches bei ca. 90 der Fälle von Gebärmutterkörperkrebs auftritt, sind irreguläre Blutungen. Hinter solchen Symptomen können sich auch weniger ernste Ursachen verbergen, dennoch sollten Sie in diesen Fällen eine gynäkologische Abklärung nicht hinauszögern.

Diagnose

Besteht der Verdacht einer Gebärmutterkörperkrebserkrankung, folgt eine Reihe an diagnostischen Untersuchungen, um das Ausmaß der Erkrankung genau festzustellen und die passenden Behandlungsoptionen zu finden. Zum Nachweis von Gebärmutterkörperkrebs gibt es folgende Untersuchungsschritte:

  • ausführliche Anamnese
  • körperliche Untersuchung mit einem Spiegel (Speculum), Tastuntersuchungen und Pap-Test (Abstrich von der Gebärmutterschleimhaut)
  • vaginale Ultraschalluntersuchung (transvaginale Sonografie)
  • Gebärmutterspieglung (Hysteroskopie)
  • Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut (fraktionierte Abrasio)

Therapieoptionen

Grundsätzlich gilt wie bei allen Krebserkrankungen: Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen.

Bestätigt sich der Anfangsverdacht Gebärmutterkörperkrebs, ist die Therapie der Wahl die Operation. Bei der Operation wird die Gebärmutter vollständig entfernt. In der Regel werden dabei zusätzlich die Eierstöcke samt Eileiter entfernt, da diese Organe ein hohes Risiko bergen Metastasen zu tragen. Zudem produzieren sie Östrogen, was das Tumorwachstum begünstigt. In bestimmten Fällen werden zusätzlich auch umgebende Lymphknoten entfernt. Seltener sind Nachbarorgane, wie Harnblase oder Enddarm befallen.

Wird Gebärmutterkrebs in einem frühen Stadium erkannt, ist die alleinige Operation oftmals ausreichend und es bestehen sehr gute Heilungschancen.

Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kommt es nach der Operation zu weiteren Therapieschritten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die für Sie in Frage kommenden Behandlungsansätze.

Weitere Therapieoptionen

Die Strahlentherapie zielt darauf ab, die bösartigen Tumorzellen zu zerstören und so das Rückfallrisiko zu senken. Die Beschwerden, die nach der Strahlenbehandlung auftreten können, sind vom Ausmaß der Vorbehandlung und der Art der Strahlentherapie abhängig. 

Ziel einer Chemotherapie ist es, Tumorzellen durch zellwachstumshemmende Medikamente, sog. Zytostatika, abzutöten. Durch die Chemotherapie kann es in unterschiedlicher Ausprägung zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall und eine erhöhte Infektanfälligkeit kommen. Diese Begleiterscheinungen sind aber oft gut behandelbar und verschwinden meist nach Beendigung der Chemotherapie wieder.

Eine Hormontherapie, auch endokrine Therapie genannt, wird im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt. Dabei wird das Hormon Gestagen in hoher Dosis verabreicht. Dies führt zu einer Wachstumshemmung von Tumoren, die von der Gebärmutterschleimhaut ausgehen. Die endokrine Therapie hat deutlich weniger Nebenwirkungen als eine Chemotherapie. Allerdings ist der Wirkungseintritt bei einer Hormontherapie langsamer als bei einer Chemotherapie.

Begleiterkrankungen

Eine häufige Begleiterscheinung bei Krebspatientinnen ist die sog. Anämie (Blutarmut). Sie geht einher mit einer Leistungsschwäche, Müdigkeit und Blässe der Haut. Die Erkrankung lässt sich i.d.R. gut behandeln, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Gynäkologen über Ihre Beschwerden.

Eine Krebsdiagnose stellt für die meisten Betroffenen und die nächsten Angehörigen erst einmal einen Schock dar. Mit dem Auftreten der Erkrankung sind viele offene Fragen und Ängste verbunden, die für die Betroffenen auch zur psychischen Belastung werden können.

Deshalb ist es wichtig, dem behandelnden Arzt alle Therapieoptionen zu besprechen, sich über Nebenwirkungen und Folgen aufklären zu lassen und gemeinsam zu entscheiden, welche Möglichkeit die beste Option darstellt.

Sprechen Sie auch über die mit der Diagnose verbundenen Ängste. Nicht selten treten Symptome wie Niedergeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen auf, die thematisiert werden sollten. Diese könnten auch ein Hinweis auf die Entstehung einer Depression sein, die der Arzt mit behandeln kann.

Eine psychoonkologische Beratung bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e.V. kann Ihnen zusätzlich helfen, in dieser belastenden Zeit Rückhalt zu finden. Weitere Unterstützung bieten Selbsthilfegruppen.

Was können Sie selbst tun

Ein gesunder Lebensstil unterstützt die therapeutischen Maßnahmen und Ihr Wohlbefinden. Dabei werden eine ausgewogene und gesunde Ernährung, moderate Bewegung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin empfohlen.

Informationen zu Ernährung, Bewegung, Alkohol und Rauchen finden Sie bei der Deutschen Krebsgesellschaft.

Die AOK Sachsen-Anhalt hält zudem ein umfangreiches Kursangebot zu den Themen Ernäh-rung, Bewegung und Entspannung bereit. Qualitätsgesicherte Kursangebote in Ihrer Nähe.

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