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Fehlzeiten-Report 2014

So meistern Betriebe den demografischen Wandel

26.08.2014

/ Magdeburg - Der Krankenstand bei den rund 230.000 versicherten Arbeitnehmern der AOK Sachsen-Anhalt im Jahr 2013 ist im Vergleich zum Vorjahr von 5,4 auf 5,7 Prozent gestiegen. Das zeigt der Fehlzeiten-Report 2014 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). „Die AOK-versicherten Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt waren im Durchschnitt 13,9 Tage krankgeschrieben. Das ist der gleiche Wert wie im Vorjahr“, sagte Rene Bethke, Fachbereichsleiter Gesundheitsmanagement bei der AOK Sachsen-Anhalt. Der Fehlzeiten-Report 2014 widmet sich neben den jährlichen Daten und Analysen zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft diesmal dem Themenschwerpunkt „Erfolgreiche Unternehmen von morgen – gesunde Zukunft heute gestalten“. 

Stark zugenommen haben in Sachsen-Anhalt die Atemwegserkrankungen um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Anstieg von 34,9 Fällen pro 100 Versichertenjahre auf 42 Fälle). Bei den psychischen Erkrankungen war in den vergangenen Jahren ein starker Anstieg zu verzeichnen. Im Jahr 2013 stieg sie nur noch leicht an (von 9,4 Fällen pro 100 Versichertenjahre auf 9,6 Fälle). Der Anteil der Versicherten in Sachsen-Anhalt, die mindestens einmal krankgeschrieben waren, betrug rund 53 Prozent und lag damit rund 2 Prozent höher als im Vorjahr.

Der Krankenstand in Sachsen-Anhalt liegt über dem Bundesdurchschnitt von 5,1 Prozent. Das Bundesland reiht sich damit im bundesweiten Vergleich im hinteren Drittel ein und liegt auf einer Stufe mit Ländern wie Westfalen-Lippe oder Brandenburg. Besonders hoch war der Krankenstand in den Kreisen Börde und Mansfeld-Südharz mit je 6 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand hatten die Landeshauptstadt Magdeburg und der Altmarkkreis Salzwedel mit 5,3 Prozent zu verzeichnen.

Der Analyse der AOK Sachsen-Anhalt liegen die Daten von rund 230.000 AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrunde, die 2013 in mehr als 35.000 Unternehmen beschäftigt waren.

Anteil älterer Beschäftigter nimmt stark zu

Ziel des diesjährigen Themenschwerpunkts im Fehlzeiten-Report ist es, Perspektiven aufzuzeigen, wie Betriebe den Herausforderungen der demografischen Entwicklung begegnen können. Die Situation ist gekennzeichnet durch einen Rückgang der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen bei gleichzeitiger Alterung der Belegschaften.

Der Fehlzeiten-Report beschreibt, dass ältere Beschäftigte vergleichsweise viele Fehlzeiten haben. Jüngere Beschäftigte sind häufiger mit wenigen Tagen krank. Mit zunehmendem Alter nimmt dann zwar die Anzahl der Krankschreibungen ab, aber gleichzeitig steigt deren Dauer. So liegt in Sachsen-Anhalt in der Gruppe der 30- bis 34-Jährigen der Durchschnitt bei 10,6 Fehltagen pro Fall. Bei den 60- bis 64-Jährigen sind dies bereits 22,7 Tage. Dies geht vor allem auf einen Anstieg der Herz-/Kreislauferkrankungen und Muskel-/Skeletterkrankungen zurück.

Die Unternehmen sind auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen und immer stärker auch auf ältere Beschäftigte, da das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland zukünftig sinken wird. Betriebliche Gesundheitsförderung kann besonders ältere Beschäftigte entlasten und den Unternehmen helfen die Gesundheit ihrer Beschäftigten länger zu erhalten. „Die Gesundheit älterer Menschen sollte ohnehin einen hohen Stellenwert genießen – zudem sind die Betriebe immer stärker auch auf ältere Beschäftigte angewiesen“, sagte Rene Bethke.

„Viele ältere Beschäftigte können von Gesundheitsförderung, altersgemischten Teams, demografiesensibler Personalpolitik und einer ergonomischen Gestaltung der Arbeitsplätze profitieren. Für die Betriebe lohnt sich das Engagement, weil sie damit die Produktivität verbessern und ihre Arbeitskräfte an sich binden. Ganz entscheidend dabei ist, auf ein nachhaltiges Alternsmanagement zu setzen und schon junge Beschäftigte zu fördern, um ihre Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und -motivation zu erhalten“, so Bethke.

Die AOK ist bundesweit seit langem in der Betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv. Rund 46 Prozent aller Beschäftigten, die die Angebote von Betrieblicher Gesundheitsförderung nutzen, wurden im Rahmen von AOK-Projekten erreicht. In Sachsen-Anhalt sind dafür Demografieberater im Einsatz, um die Unternehmen zu unterstützen. „Wir hoffen, dass sich jetzt noch mehr Firmen dieses Themas annehmen und öffnen. Die AOK steht ihnen gern bei den zukünftigen Herausforderungen zur Seite, um etwas für die Gesundheit der Beschäftigten zu tun“, erklärte Bethke.

Weitere Informationen zum AOK-Fehlzeitenreport 2014

Pressekontakt

Die AOK Sachsen-Anhalt betreut rund 700.000 Versicherte und 35.000 Arbeitgeber in 44 regionalen Kundencentern. Mit einem Marktanteil von rund 34 Prozent ist sie die größte Krankenkasse in Sachsen-Anhalt.

Mehr Informationen:
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