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Fehlzeiten 2012

Fehlzeiten von Arbeitnehmern: Magdeburg und Halle im Mittelfeld

26.03.2013

Magdeburg. Die Städte Magdeburg und Halle liegen bei Fehlzeiten von Arbeitnehmern im Mittelfeld. Das ergab ein Vergleich von Arbeitsunfähigkeits-Daten (AU-Daten) von Arbeitnehmern in den 50 größten Städten Deutschlands, erstellt vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WidO). Mit 17,5 Fehltagen liegt Magdeburg auf Platz 31 dieser Erhebung, Halle mit 18,2 Fehltagen auf Platz 25. Die meisten Fehltage wurden in Gelsenkirchen (Platz 1) gezählt: 23,5 Tage. Die geringsten Fehltage haben danach Dresdner Beschäftigte (Platz 50) mit 13,8 Tagen. Der Beruf hat einen großen Einfluss darauf, wie oft und wie lange Arbeitnehmer krank sind. Setzt sich die Arbeitnehmerzahl einer Stadt vor allem aus Akademikern zusammen und sind vor allem in den Branchen Dienstleistungen, Banken und Versicherungen tätig, fallen Fehlzeiten deutlich geringer aus.
Bei den AOK-versicherten Arbeitnehmern in Sachsen-Anhalt steigt der Krankenstand seit 2006 kontinuierlich an; im Jahr 2012 lag er bei 5,4 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,9 Prozent.

An 3.439.751 Tagen meldeten sich AOK-versicherte Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt arbeitsunfähig (AU-Tage). Die meisten Krankheits-tage entfielen auf die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen (17,7 Prozent in Magdeburg und 20,4 Prozent in Halle). Damit lagen die Sachsen-Anhalter unter dem Bundesdurchschnitt von 22,9 Prozent.

Insbesondere psychische Erkrankungen sind weiterhin auf dem Vormarsch. Die von ihnen verursachten Ausfalltage sind seit 2000 in Sachsen-Anhalt um 144,1 Prozent angestiegen und sind mit langen Ausfallzeiten verbunden: Diese dauern durchschnittlich mit 24,9 Tagen je Fall mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt aller Erkrankungen mit 11,8 Tagen je Fall. Der Diagnose psychische Erkrankungen sind in Sachsen-Anhalt 11,2 Prozent (Magdeburg) und 11,6 Prozent (Halle) der Erkrankungen zuzuordnen. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 10,1 Prozent. Insgesamt nehmen die Fälle und die Krankheitstage psychischer Erkrankungen deutschlandweit zu: seit 1994 stieg die Zahl der AU-Fälle um ca.130 Prozent, die Zahl der damit verbundenen Krankheitstage um 120 Prozent.

Die deutschlandweite Analyse zeigte, dass Faktoren wie Alter, Geschlecht und Beruf einen ebenso großen Einfluss auf die Krankheitshäufigkeit und -länge ausüben wie die Krankheitsart selbst. So haben Berufe mit hohen körperlichen Arbeitsbelastungen, beispielsweise in der Ver- und Entsorgung, in der industriellen Gießerei aber auch Bus- und Straßenbahnfahrer oder Altenpfleger deutlich höhere Ausfallzeiten. In klassischen Industriestädten wie Gelsenkirchen oder Bochum lassen sich deutlich mehr Fehlzeiten beobachten als in Städten mit einem höheren Anteil von Beschäftigten im Dienstleistungssektor.

Die WidO-Ergebnisse machen deutlich, bestimmte Lebens- und Arbeitsbedingungen verursachen sehr spezifische Krankheitsrisiken für die Beschäftigten. Daher müssen Vorsorgemaßnahmen (Präventionsangebote) immer bei den jeweiligen Lebens- und Arbeitsbedingungen ansetzen. Die Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) der AOK Sachsen-Anhalt orientieren sich seit Jahren an diesem Prinzip, dem Prinzip der Verhältnis- und Verhaltensprävention. Daher sind sie seit Jahren erfolgreich und haben in vielen Betrieben der Region für sinkende Krankenstände und einen bewussteren Umgang mit der Gesundheit jedes Einzelnen gesorgt. Informationen hierzu unter: www.aok.de/sachsen-anhalt, www.aok-business.de/sachsen-anhalt oder in der Kundenberatung vor Ort.

Der Analyse des WIdO liegen die Daten von 11 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrunde, die 2012 in mehr als 1,3 Millionen Betrieben beschäftigt waren.

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