Eltern sollen sich zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai mehr Zeit für ihre Partnerschaft nehmen

Familienstudie belegt: Geht es den Eltern gut, sind auch die Kinder gesünder

14.05.2014

Magdeburg |  Um die Bedürfnisse von Familien geht es am 15. Mai mit dem internationalen Tag der Familie. Die Vereinten Nationen haben den Aktionstag erstmals 1993 ausgerufen. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation wollen sie darauf aufmerksam machen, wie wichtig das gemeinsame Familienleben für die Gesundheit von Erwachsenen und vor allem für Kinder ist. Dass es Kindern gut geht, wenn es den Eltern gut geht, zeigt auch die AOK-Familienstudie 2014.

Demnach haben Eltern, die mit ihrem Familienleben eher oder sehr zufrieden sind, zu 19 Prozent Kinder mit gesundheitlichen Problemen. Bei unzufriedenen Eltern liegt der Wert mit 35 Prozent fast doppelt so hoch. Ein entsprechender Zusammenhang besteht auch mit der Zufriedenheit in der Partnerschaft beziehungsweise Ehe. Unter den Eltern mit beschwerdefreien Kindern schätzen 57 Prozent ihre Beziehung als perfekt oder sehr glücklich ein, bei den Eltern mit gesundheitlich belasteten Kindern sind es nur 46 Prozent.

"Dies zeigt, wie wichtig ein gesundes Familien- und auch Elternleben für die Gesundheit von Kindern ist", sagt Andreas Arnsfeld, Pressesprecher der AOK Sachsen-Anhalt. Die AOK empfiehlt deshalb, dass sich Eltern bewusst mehr Zeit für sich und ihre Partnerschaft nehmen sollten. Mit 50 Prozent gaben die meisten der befragten Eltern an, nicht genügend kinderfreie Zeit für sich und ihren Partner zu haben.

Kleine Zeitfresser vermeiden

Helfen kann dabei laut AOK Sachsen-Anhalt ein soziales Netzwerk und vor allem eine verlässliche Kinderbetreuung, z.B. durch Familienmitglieder. Aber auch schon kleine Änderungen im Alltag bewirken viel. Arnsfeld: "Spüren Sie die kleinen Zeitfresser im Alltag auf. Beantworten Sie jede SMS sofort, sind Sie auf Facebook immer erreichbar oder gehen Sie ohne Einkaufszettel einkaufen?  Dann planen Sie anders: Mit Freundinnen und Freunden kommunizieren Sie nur nach Feierabend, beim Essen sind Handy und Co. unerwünscht. Und einmal pro Woche erstellen Sie einen Speiseplan und tätigen einen Großeinkauf. Dann brauchen nur noch frische Lebensmittel unter der Woche eingekauft zu werden."

Auch die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten kann zur Elterngesundheit beitragen. Die AOK-Familienstudie 2014 belegt, dass von den gesundheitlich nicht belasteten Eltern ein signifikant größerer Anteil (30 Prozent) die Option zum Home-Office hat als bei Vätern und Müttern mit schlechter Gesundheit (17 Prozent).

Zum dritten Mal nach 2007 und 2010 hat die AOK die Familienstudie in Auftrag gegeben. Die Studie basiert auf einer bundesweiten Repräsentativbefragung mit 1.503 Personen, die im Haushalt die Haupterziehungsfunktion haben (1.138 Mütter und 365 Väter). Der zentrale Befund ist ausgesprochen positiv. Neben dem gesundheitlichen Wohlbefinden geben 93 Prozent der Eltern an, mit ihrem Familienleben zufrieden zu sein.

Darüber hinaus setzt sich die AOK mit ihrer Initiative "Gesunde Kinder - gesunde Zukunft" für Familien ein. Damit will die Gesundheitskasse Kinder und Eltern zu einem gesundheitsbewussten Leben anregen.

Sendefertige Hörfunkbeiträge zum Thema sind als Anlage beigefügt.

Hintergrundinformationen:

Die Familienexperten der AOK Sachsen-Anhalt geben Tipps für ein gesundes Familienleben. Weitere Informationen unter:

www.aok.de/familienexperten

Weitere Informationen zur AOK-Familienstudie 2014 gibt es unter:

https://www.aok.de/inhalt/aok-familienstudie-2014/

Weitere Informationen zur Kampagne der Vereinten Nationen gibt es unter:

http://www.un.org/en/events/familyday/