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Coronavirus: Risikogruppen, Hygiene und Verhaltensregeln

Wer gehört zur Risikogruppe? Und welche Verhaltensweisen verringern das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus SARS-CoV-2? Hier bekommen Sie die Antworten.

Risikogruppen: Wer ist bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus besonders gefährdet?

Unabhängig von Alter und Geschlecht erhöhen chronische Vorerkrankungen wie zum Beispiel

  • Herzkreislauferkrankungen,
  • Diabetes mellitus,
  • Erkrankungen der Lunge wie COPD oder Asthma,
  • Krebserkrankungen,
  • Rauchen,
  • und ein geschwächtes Immunsystem

das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Auch Menschen mit Adipositas zählen zu den Risikogruppen und weisen vermehrt einen schweren Krankheitsverlauf mit COVID-19 auf. Das geht zum Beispiel aus dem Bericht eines renommierten Londoner Forschungsinstituts (ICNARC) hervor.

Schwere Krankheitsverläufe traten bisher sowohl bei Jüngeren als auch bei Älteren und bei Menschen mit und ohne Vorerkrankung auf. Dennoch nimmt das Risiko eines lebensbedrohlichen Krankheitsverlaufs mit dem Alter zu. Menschen ab 50 Jahren sind demnach besonders gefährdet.

Männer erkranken bisher häufig schwerer an der COVID-19-Infektion als Frauen.

Schwangere, Babys und Kleinkinder haben nach aktuellem Wissensstand kein erhöhtes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Bisherige Erkenntnisse deuten außerdem darauf hin, dass eine Infektion in der Schwangerschaft keine Gefahr für das ungeborene Kind darstellt.

Weitere Informationen zu Risikogruppen finden Sie beim Robert Koch-Institut

Hygienemaßnahmen, Verhaltensweisen: So schützen Sie sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus

Jeder Einzelne kann durch die Einhaltung der Hygieneregeln dazu beitragen, die Verbreitung des neuen Coronavirus zu verlangsamen und sein eigenes Ansteckungsrisiko zu senken. Dazu hat die Bundesregierung folgende Regeln festgelegt, die für alle Bürger verbindlich gelten:

  • Abstandsregelung: Zu Personen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, soll ein Abstand von mindestens 1,5 Metern, besser zwei Metern, gewahrt werden. 
  • Maskenpflicht: Darüber hinaus gilt weiterhin in bestimmten, je Bundesland geregelten öffentlichen Bereichen, Maskenpflicht.
  • Kontaktbeschränkungen: Die bundesweiten Regelungen zu Kontaktbeschränkungen gelten seit dem 30. Juni 2020 nicht mehr. Stattdessen entscheiden die Bundesländer eigenständig über diese Regelungen. Die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, sollte möglichst gering sein und der Personenkreis möglichst gleich bleiben. Das gilt auch für private Treffen. Sie sollten möglichst im Freien stattfinden, weil dort das Infektionsrisiko viel geringer ist als drinnen.

Grafik Social Distancing

Auch wenn es keine Ausgangssperre gibt und die Kontaktbeschränkungen seit dem 30. Juni 2020 nicht mehr bundesweit einheitlich geregelt sind, empfiehlt die Bundesregierung, sich möglichst viel in den eigenen vier Wänden aufzuhalten und den Kontakt zu anderen Menschen auf das Nötigste zu reduzieren. Die Maßnahmen der Bundes- sowie der Landesregierungen können Sie hier nachlesen. 

Eine weitere wichtige Maßnahme, um sich und andere vor einer Coronavirus-Ansteckung zu schützen, ist die richtige Hygiene – sowohl beim Händewaschen als auch beim Husten und Niesen:

  • Waschen Sie die Hände möglichst häufig und gründlich mit Seife (mindestens 30 Sekunden einwirken lassen).  Reinigen Sie auch die Fingerkuppen und Fingerzwischenräume ausgiebig.
  • Verwenden Sie wenn möglich Desinfektionsmittel – insbesondere nach Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vor jeder Mahlzeit, nach dem Toilettenbesuch und Niesen.
  • Berühren Sie Mund, Nase und Augen und Mund-Nase-Masken nicht mit den Händen.
  • Husten und Niesen Sie nur in die Armbeuge, nicht in die Hände.
  • Verzichten Sie auf Händeschütteln.

Weiterführende Informationen zur Hygiene:

Mehr Videosprechstunden möglich

Die Möglichkeit, mit einem Arzt per Videosprechstunde in Kontakt zu treten, steht gesetzlich Versicherten bereits seit einiger Zeit zur Verfügung. Benötigt wird dafür ein Smartphone, Tablet oder ein PC mit Kamera und Mikrofon – sowie eine Internetverbindung. Verschiedene Anbieter stellen dafür Apps oder Desktop-Anwendungen zur Verfügung, die sich an Datenschutz-Richtlinien halten und eine sichere Kommunikation ermöglichen. Auch die Ausstellung von Rezepten und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ist so digital möglich.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie können Ärzte und Psychotherapeuten aktuell unbegrenzt Online-Sprechstunden per Video anbieten. Gültig ist diese Regelung vorerst bis zum 30. September 2020. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung verständigt. Ziel ist, die Ansteckungsgefahr zwischen Patienten und Ärzten sowie Therapeuten möglichst gering zu halten. Die Videosprechstunde können Patienten auch in Anspruch nehmen, wenn sie beim jeweiligen Arzt noch nicht in Behandlung waren. Mit einer Ausnahme: Bei psychotherapeutischen Videosprechstunden ist dies nicht möglich – die Diagnose, therapeutische Maßnahmen sowie Aufklärung müssen zuvor persönlich erfolgt sein.

Die ärztliche Videosprechstunde können AOK-Versicherte kostenlos über die verschiedenen Anbieterwahrnehmen. Beim Erstkontakt mit dem Arzt müssen Versicherte die elektronische Gesundheitskarte in die Kamera halten, damit die Daten erfasst werden können. Sollte der Patient bereits in der Praxis bekannt sein, muss die Karte nicht erneut vorgelegt oder vorgezeigt werden.

Lockdown bei hoher Infektionsgefahr regional möglich

Wenn sich in einer Stadt oder einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infizieren, können vor Ort strengere Schutzmaßnahmen bis hin zum vorübergehenden Lockdown erlassen werden.

Damit soll ein regionaler Corona-Ausbruch frühzeitig eingedämmt und ein überregionales Infektionsgeschehen verhindert werden.

Die Corona-Warn-App ist verfügbar

Seit dem 16. Juni 2020 steht in Deutschland die sogenannte Corona-Warn-App zur Verfügung. Sie soll dabei helfen, Infektionsketten schneller zu erkennen und Betroffene zu informieren. Die Ausbreitung des Virus soll dadurch schneller eingedämmt werden können. Durch das Bluetooth-Signal des Smartphones kann die App erkennen, ob man sich kürzlich in unmittelbarer Nähe einer positiv auf Corona getesteten Person befunden hat. Sollte der Fall eintreten, gibt die App Empfehlungen: zum Beispiel Kontakt mit dem Hausarzt aufzunehmen oder das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Voraussetzung ist, dass auch die positiv getestete Person die Corona-Warn-App auf ihrem Smartphone installiert hat. Zudem muss diese aktiv ihr positives Testergebnis der App mitteilen.

Wie gut die Corona-Warn-App tatsächlich dazu beitragen kann, eine Pandemie zu bekämpfen, ist wissenschaftlich allerdings bislang nicht untersucht worden.  

Downloaden, anonym mitmachen, allen helfen

Damit die Corona-Warn-App ihren Zweck erfüllen kann, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen die App nutzen. Denn je mehr Personen bei einer in Ihrem Umfeld auftretenden Infektion informiert werden können, desto besser können alle Kontaktpersonen geschützt werden. Die Bundesregierung hat dabei sehr darauf geachtet, dass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt.

Bei der Anmeldung müssen keine persönlichen Daten hinterlegt werden – die App funktioniert anonymisiert. Die Nutzer sind als Person nicht identifizierbar, denn die App liest keine Positionsdaten aus, verwendet oder speichert sie. So wird auch sichergestellt, dass Kontaktpersonen von positiv getesteten nicht erfahren, wer in ihrem Umfeld ein möglicher Überträger ist. Die möglichen Überträger wiederum erfahren nicht, wer diese Information erhält.

Die Nutzung der App ist kostenlos und freiwillig. Sie kann in verschiedenen Sprachen im Apple-Store und bei Google Play heruntergeladen werden.

Hier geht’s zum Apple Store 

Hier geht’s zum Google Play Store 

Atemschutzmasken: Schutz, Kosten und eigene Herstellung

Es gibt drei Arten von Masken und Bedeckungen, die unterschiedlich gut schützen: Die Mund-Nasen-Bedeckung, der (medizinische) Mund-Nasen-Schutz und sogenannte filtrierende Halbmasken.

In allen Bundesländern gilt mittlerweile eine Maskenpflicht. Das bedeutet, dass beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske (Atemschutzmaske), die für Ihr Bundesland gelten. Die Kosten für Schutzmasken müssen alle Bürger aktuell selbst tragen. Das RKI sieht die medizinischen Schutzbedeckungen wie den Mund-Nasen-Schutz sowie filtrierende Halbmasken dem Personal im Gesundheitswesen vorbehalten.

Diese verschiedenen Masken und ihre Schutzwirkungen gibt es:

  • Mund-Nasen-Bedeckung: Die sogenannten „Community-Masken“ bestehen aus handelsüblichen Stoffen und werden häufig von Privatpersonen selbst genäht. Es wird angenommen, dass die Bedeckung den eigenen Speichelauswurf weitestgehend aufhalten kann, sodass nicht mehr so viele Tröpfchen in die Luft gelangen. Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei diesen Do-it-yourself-Masken nicht um ein Medizinprodukt handelt.
  • Mund-Nasen-Schutz: Diese medizinische Maske kann in erster Linie davor schützen, andere Menschen anzustecken (Fremdschutz). Denn durch den Mund-Nase-Schutz (MNS) werden Speicheltröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, zurückgehalten. Allerdings gibt es laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bisher noch keinen hinreichenden Nachweis dafür, dass ein MNS auch vor einer Ansteckung durch andere schützen kann (Eigenschutz). Wichtig ist, dass die Maske eng anliegt und Mund sowie Nase vollständig bedeckt. Nur so erfüllt sie ihre Funktion. Der MNS sollte täglich ausgetauscht oder bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Sonst kann seine Schutzwirkung nachlassen.
  • Filtrierende Halbmasken: Diese Atemschutzmasken, sogenannte FFP2- und FFP3-Masken, gehören zur medizinischen Ausstattung und können zwei unterschiedliche Schutzwirkungen haben. Die Masken mit Ausatemventil schützen den Träger, indem die eingeatmete Luft gefiltert wird. Die Masken ohne dieses Ventil sind für den Eigen- und den Fremdschutz bestimmt, da sie sowohl die ein- als auch die ausgeatmete Luft filtern.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte

Hygiene für Pflegende und Pflegebedürftige

Mit dem Alter und Vorerkrankungen steigt das Risiko, sich infolge eines geschwächten Immunsystems mit dem Coronavirus anzustecken und schwer an COVID-19 zu erkranken. Deshalb sind Hygienemaßnahmen insbesondere in der Häuslichkeit von Pflegebedürftigen wichtig, um diese und pflegende Angehörige vor einer Ansteckung zu schützen.  

Informationen für pflegende Angehörige zur häuslichen Hygiene finden Sie auf den Seiten des AOK-Projekts “PfiFf - Pflege in Familie fördern”. Die Tipps im Überblick:

Hände desinfizieren Desinfektionsmittel Hygiene Coronavirus

  • Häufiges Händewaschen, um Übertragungswege auszuschalten.
  • Wer sich selbst krank fühlt, hält möglichst Abstand zum Pflegebedürftigen. Eine Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege kann in diesem Fall beantragt werden. Hier erfahren Sie mehr dazu.
  • Oberflächen und Gegenstände in der Wohnung mit Wasser und Haushaltsreiniger sauber halten. Für jeden Bereich (Badezimmer, Küche usw.) unterschiedliche Putzlappen verwenden.
  • Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche häufig wechseln und bei 60 Grad waschen.
  • Lebensmittel hygienisch lagern. Wichtig ist, die Kühlkette vor allem bei rohem Fleisch und Fisch einzuhalten, den Kühlschrank regelmäßig reinigen und offene Verpackungen abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Vor dem Zubereiten und Servieren sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Wenn möglich und vorhanden, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung verwenden.

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