AOK Sachsen-Anhalt: elektronische Gesundheitskarte kommt

29.09.2011

Magdeburg. Die AOK Sachsen-Anhalt startet ab Oktober mit dem Einholen der Passbilder für die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Der Gesetzgeber hat die Krankenkassen verpflichtet, bis zum Jahresende mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten mit der elektronischen Gesundheitskarte zu versorgen. In 2011 erhalten mindestens 75.000 Versicherte der AOK Sachsen-Anhalt die neue Gesundheitskarte. Bis Mitte 2013 werden alle Versicherten der AOK Sachsen-Anhalt mit der eGK ausgestattet sein.

„Ab Oktober werden wir zunächst unsere Versicherten ab 15 Jahren im nördlichen Sachsen-Anhalt - von Salzwedel bis Magdeburg - mit der Bitte anschreiben, bei uns ein Passbild abzugeben“, erklärt Ralf Dralle, ab 1. Oktober neuer Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt. „Nach und nach werden auch unsere Versicherten in den anderen Regionen Sachsen-Anhalts angeschrieben.“

Die elektronische Gesundheitskarte ist eine personalisierte Karte mit einer neuen Versichertennummer, die den Missbrauch erschwert. Die neu vergebene Versichertennummer bleibt lebenslang bestehen. „Im Unterschied zur bisherigen Krankenversicherungskarte wird die neue Gesundheitskarte bei Versicherten über 15 Jahren auf der Vorderseite mit einem Passbild des Karteninhabers versehen sein. Personen unter 15 Jahren und Personen mit einer Pflegestufe 2 oder 3 erhalten die eGK ohne Bild“, so Dralle. Auf der Rückseite befindet sich die Europäische Krankenversicherungskarte.

Gesetzlich festgelegt ist, dass die neue Gesundheitskarte neben den Daten der Versicherten auch über freiwillige medizinische Informationen verfügen soll. „Zunächst enthält die eGK Versichertenstammdaten wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Adresse sowie Krankenversicherungsnummer und Versichertenstatus. Mit Einwilligung der Versicherten ist es zukünftig möglich, auf der Karte zusätzlich freiwillige Daten zu speichern, etwa Informationen zu Rezepten oder medizinischen Notfalldaten. Welche Zusatzinformationen gespeichert werden können, ist noch offen“, erläutert Dralle.

Parallel zur Ausgabe der eGK an die Versicherten werden derzeit Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser mit entsprechenden Kartenlesegeräten ausgestattet. Für einen Übergangszeitraum behält die bisherige Krankenversicherungskarte ihre Gültigkeit. 2013 soll die elektronische Gesundheitskarte die bisherige Krankenversichertenkarte in den Praxen und Kliniken vollständig abgelöst haben.

Weitere Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte finden sich unter www.aok.de/sachsen-anhalt sowie unter der kostenfreien Servicehotline 0800 226 5726.