AOK-Neujahrsempfang Gute Versorgung und Leistungen bleiben im Fokus

19.01.2013

Halle. Mit über 360 Gästen aus dem Gesundheitswesen sowie aus Wirtschaft und Politik des Landes begann die AOK Sachsen-Anhalt  feierlich das neue Jahr. Sie hatte, einer guten Tradition folgend, am 19. Januar zum mittlerweile 23. Neujahrsempfang nach Halle eingeladen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen gemeinsam zu diskutieren.

Herzlich begrüßt wurden dazu Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Prof. Dr. Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Im Mittelpunkt der Neujahrsgespräche standen die Finanzentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie gesundheitspolitische Tendenzen im Land ab 2013.

Ministerpräsident Haseloff erklärte: „Die positive Finanzentwicklung der Kassen ist erfreulich. Wir dürfen aber nicht übersehen, dass der Trend auf extrem hohe Überschüsse einzelner Kassen zurückzuführen ist. Die Erfahrungen zeigen, dass sich die Situation schnell wieder verschlechtern kann und dann Zusatzbeiträge notwendig werden. Ich rate den Kassen deshalb, die Überschüsse zur Zukunftsvorsorge zu nutzen.“

Quo vadis Gesundheitsversorgung? Dazu gab es von Prof. Dr. Klaus Jacobs interessante Einblicke. Innovation, Transparenz und Praxisrelevanz lautet das Credo des WIdO, das an zentralen Fragestellungen des Systems der Gesundheitsversorgung und seiner Finanzierung arbeitet. Er sagte: „Damit die Krankenkassen eine aktiven Rolle zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Versorgung spielen können, benötigen sie vor allem eine gerechte Verteilung der Finanzmittel und genügend Handlungsfreiräume für Versorgungsverträge.“

Welche Auswirkungen dies konkret auf die AOK Sachsen-Anhalt hat, mit einem Marktanteil von rund 34 Prozent die größte Krankenversicherung im Land, erläuterte Susanne Wiedemeyer, Vorsitzende des Verwaltungsrates: "Die guten Finanzergebnisse beruhen auf solidem Wirtschaften und der positiven Entwicklung des Gesundheitsfonds. Das ist eine gute Grundlage für die Zukunft." Sie verwies aber gleichzeitig darauf, dass der Gesetzlichen Krankenversicherung schon ab 2014 schwere Zeiten bevorstünden. Bereits in diesem Jahr erwartet die AOK eine Steigerung der Ausgaben um fast fünf Prozent, die der Einnahmen aber nur um 2,7 Prozent. "So setzen wir auch zukünftig auf zwei solide Maßnahmen: wir bilden Rücklagen für schwierige Zeiten und wir investieren weiterhin in die Versorgung unserer Versicherten. Wir haben Versorgungsverträge, um die man uns beneidet", so Wiedemeyer.

Als Beispiele nannte sie den Vertrag für chronische Wunden, mit dem es gelingt, chronische Wunden in nur 2 1/2 Monaten zu schließen, gegenüber anderthalb Jahren in der Regelversorgung. "Welchen Gewinn an Lebensqualität unsere Versicherten dadurch erfahren, kann man sich leicht ausmalen", so Wiedemeyer. Das gilt auch für Patienten, die an Niereninsuffizienz leiden. Sie werden durch Fachärzte regelmäßig untersucht und dadurch viel früher und deutlich erfolgreicher behandelt als andere Versicherte, wenn eine Dialyse oft nicht mehr vermeidbar ist. Aktuell verzeichnet die AOK ein Sinken der Dialyse-Fallzahlen. Auch bei der Diagnose Multiple Sklerose sichert ein entsprechender Versorgungsvertrag, dass AOK-Versicherte bei akuten Schüben wie gewünscht zu Hause behandelt werden können und nicht ins Krankenhaus müssen.

Seit Neuestem belohnt zudem ein Aktivbonus 2013 gesundheitsbewusstes Verhalten mit 50 Euro.

Die AOK Sachsen-Anhalt betreut mit rund 700.000 Versicherten rund ein Drittel der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt und deren Arbeitgeber. Mehr Infos unter: www.aok.de/sachsen-anhalt oder unter der kostenfreien  Servicehotline 0800 226 5726 (Mo. bis Fr. 8-20 Uhr, Sa 8-14 Uhr).