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AOK: Krankenstand in Sachsen-Anhalt 2013 auf Rekordhoch

Vor allem Erkältungskrankheiten verantwortlich

17.04.2014

Magdeburg.  In Sachsen-Anhalt waren 2013 so viele Menschen krank geschrieben wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr. Das ergab eine Auswertung der AOK Sachsen-Anhalt unter 200.000 AOK-versicherten Beschäftigten. Demnach betrug der Krankenstand im letzten Jahr 5,7 Prozent. Der bisher höchste Wert aus dem Jahr 2012 lag bei 5,4 Prozent. Im Schnitt war jeder AOK-versicherte Beschäftigte 13,8 Tage krank – auch dies ist ein Höchstwert. Eine der Hauptursachen für den Anstieg waren Erkältungskrankheiten. „Der lange und kalte Winter zum Jahreswechsel 2012/2013 hat dazu beigetragen, dass die Krankschreibungen aufgrund von Erkältungen im Vergleich zum Vorjahr in Sachsen-Anhalt deutlich zugenommen haben“, sagte Andreas Arnsfeld, Pressesprecher der AOK Sachsen-Anhalt.

2013 war demnach mehr als jeder vierte AOK-versicherte Beschäftigte in Sachsen-Anhalt von einer akuten Infektion der oberen Atemwege betroffen (27 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 AOK-Mitglieder). 2012 waren es noch 22,1 Arbeitsunfähigkeitsfälle – ein Anstieg von 21,9 Prozent. Darüber hinaus nahm die Dauer der Erkältungskrankheiten zu. Im letzten Jahr waren die AOK-versicherten Beschäftigten im Durchschnitt 7,2 Tage lang krank (2012: 7 Tage). Das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2007.

Als Erkältung wird eine Erkrankung bezeichnet, die von Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen begleitet wird. Sie ist in der Regel harmlos und nach einigen Tagen ausgeheilt. Der saisonale Verlauf zeigt, dass in den Monaten Januar bis März des Jahres 2013 weit überdurchschnittlich viele akute erkältungsbedingte Krankheiten zu Arbeitsunfähigkeiten in Sachsen-Anhalt führten. Im gesamten ersten Quartal war der Wert mit 15,4 Fällen je 100 Mitglieder mehr als doppelt so hoch wie der durchschnittliche Wert der zehn Vorjahre (7,7 Fälle je 100 Mitglieder). Dauerte ein Fall in den letzten zehn Jahren im ersten Quartal im Durschnitt 5,8 Tage, waren es 2013 im Schnitt 6,1 Tage. Dies deutet auf die Auswirkungen des extrem kalten und langen Winters dieses Jahres hin, der in einzelnen Monaten und Regionen Deutschlands zu den kältesten seit 130 Jahren zählte.

 Krankenstand in den Landkreisen ebenfalls gestiegen

„Beim Krankenstand und den erkältungsbedingten Arbeitsunfähigkeiten zeigen sich große regionale Unterschiede“, sagt Arnsfeld. Den höchsten Krankenstand des Jahres gab es in der Börde und im Landkreis Mansfeld-Südharz mit je 6 Prozent. Am längsten krank waren die Menschen im Jerichower Land mit 15,7 Tagen je Fall. Den niedrigsten Krankenstand hatten die Landeshauptstadt Magdeburg und der Altmarkkreis Salzwedel mit 5,3 Prozent zu verzeichnen. In Magdeburg waren die Menschen mit durchschnittlich 12,6 Tagen landesweit am kürzesten krank.

Betrachtet man nur das erste Quartal 2013 und allein die Krankschreibungen aufgrund von Erkältungskrankheiten, sehen die Zahlen etwas anders aus. Besonders viele Krankschreibungen aufgrund der Erkältungswelle waren im ersten Quartal im Altmarkkreis-Salzwedel (17,1 Fälle je 100 Mitglieder), im Kreis Wittenberg (16,6 Fälle je 100 Mitglieder) und im Saalekreis sowie der Stadt Halle (Saale) (jeweils 15,8 Fällen je 100 Mitglieder) zu beobachten. Am wenigsten betroffen waren die Kreise Stendal (13,6 Fälle je 100 Mitglieder) und Jerichower Land (13,5 Fälle je 100 Mitglieder).

Weitere  Informationen zu den Krankenstandszahlen in Sachsen-Anhalt und den Landkreisen sind als Zusatzinformation beigefügt.

Hinweis:

 

Unternehmen finden zahlreiche Informationen rund um die Themen „Arbeit und Gesundheit“ im Onlineportal unter www.aok-business.de oder können über die Experten der AOK weitere Tipps erhalten.

Weitere Informationen zur AOK Sachsen-Anhalt unter: www.aok.de/sachsen-anhalt