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Beitragsfreiheit in der Elternzeit bei freiwillig gesetzlich versicherten Eltern

Liebe Experten,

mein Einkommen liegt über der Beitragsbemessungsgrenze. Daher bin ich freiwillig gesetzlich versichert. Mein Ehemann ist ebenfalls bei der AOK und ist gesetzlich pflichtversichert. Ich beziehe momentan Mutterschaftsgeld. Ab Geburt des Kindes werde ich für 1,5 Jahre in Elternzeit gehen. Meine Fragen an Sie:

- muss ich während des Bezugs des Mutterschaftsgeldes Beiträge zahlen?

- muss ich während der Elternzeit Beiträge zahlen?

Folgende Information ist auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu finden: "Sind Sie ein freiwillig versichertes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, zahlen Sie normalerweise auch während der Elternzeit Beiträge, gegebenenfalls ist das der Mindestbeitrag. Wenn Sie freiwillig versichert sind, aber einen Anspruch auf Familienversicherung hätten, besteht für Sie Beitragsfreiheit. Das bedeutet, Sie müssen keine Beiträge zahlen, wenn Ihre Ehepartnerin oder Ihr Ehepartner ebenfalls gesetzlich versichert ist und Sie die Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllen."

- was bedeutet in diesem Zusammenhang die Erfüllung der Voraussetzungen? Meine konkrete Frage an der Stelle: Bedeutet das, dass mein Ehemann mich in die Familienversicherung aufnehmen muss? 
Falls ja:

- Muss ich dafür meine freiwillige Mitgliedschaft kündigen? Falls ja, welche Frist gilt dafür?

- ab welchem Datum muss ich in die Familienversicherung aufgenommen werden? Der Hintergrund dieser Frage ist die Tatsache, dass familienversicherte Frauen das Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt beantragen. Sie erhalten einmalig bis zu 210 Euro. Der Start der Elternzeit bezieht sich auf den Geburtstermin. Liege ich in der Annahme richtig, dass wenn der Wechsel in die Familienversicherung notwendig ist, um die Beiträge zu umgehen, dieser zum Start der Elternzeit geschehen soll? Oder sogar zum Start des Mutterschutzes, um die Beiträge im Mutterschutz zu umgehen? Dies aber wiederum zur Folge hätte, dass das Mutterschaftsgeld sich verringern würde (210 Euro versus 7*4*13 + 7*8*13)?

Leider konnte ich bisher keine zufriedenstelle Beratung erhalten. Im AOK Kundencenter vor Ort wurde mir im persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass ich keine Schritte unternehmen muss und dass die beitragsfreie Mitgliedschaft in meinem Fall zutrifft. Vom CompetenceCenter Freiwillige Mitglieder wurde mir jedoch mitgeteilt, dass der Antrag auf Familienversicherung gestellt werden muss.

Falls die "Erfüllung der Voraussetzungen" NICHT bedeutet, dass der Antrag auf Familienversicherung gestellt werden muss, welche Daten müssen der AOK vorliegen, damit die beitragsfreie Mitgliedschaft gilt? Reicht das Einreichen der Eheurkunde oder sollen weitere Dokumente aktiv eingereicht werden?

Vielen Dank für die Aufklärung!

 

Hallo Darja8807,

vielen Dank, dass Sie hier nachfragen. Wir gehen davon, aus, dass Sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden und Sie während der Elternzeit kein oder nur ein geringes Einkommen haben, richtig?

Dann hat Sie die Kollegin/ der Kollege im Servicezentrum völlig richtig informiert: Ein Wechsel in die Familienversicherung Ihres Mannes erfolgt nicht. Vielmehr besteht bei Ihnen mit Beginn des Mutterschaftsgeldes Beitragsfreiheit in der Kranken- und Pflegeversicherung.  Das gilt auch während der Zeit der sich anschließenden Elternzeit. Die KollegInnen Ihrer AOK vor Ort benötigen dafür - wie Sie richtig vermutet haben - die Heiratsurkunde. Bitte fragen Sie dort nach, ob darüber hinaus auch ein Fragebogen auszufüllen ist.

Die von Ihnen zitierten Aussagen des Bundesversicherungsamtes treffen auf Sie nicht zu. Das Bundesversicherungsamt zahlt das Mutterschaftsgeld in Höhe von insgesamt maximal 210,- Euro nur an Frauen, die familienversichert sind. Grund hierfür ist, dass diese keinen Anspruch auf das Mutterschaftsgeld der Krankenkassen haben.

Sie erhalten jedoch das Mutterschaftsgeld von Ihrer AOK in Höhe von 13,- Euro täglich während der Mutterschutzfristen. Eine Begrenzung auf insgesamt 210 Euro, wie beim Bundesversicherungsamt, erfolgt nicht. Ihr Arbeitgeber stockt diesen Betrag dann bis zum regelmäßigen Nettoentgelt auf. Zu Ihrer Information: Der Arbeitgeber erhält dieses Geld von der AOK-Ausgleichskasse wieder zurück.

Wir hoffen, dass Sie wir Ihnen die nötige Klarheit vermitteln konnten und wünschen Ihnen eine schöne Schwangerschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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