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Wichtige Informationen für Bezieher von Betriebsrenten

Die Bundesregierung hat beschlossen, Empfänger von Bezügen der betrieblichen Altersversorgung wie Betriebsrenten bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung zu entlasten. Von 2020 an gilt ein neuer Freibetrag. Aus technischen Gründen können die niedrigeren Beiträge jedoch vorerst nicht korrekt ermittelt werden. Daher zahlen Sie bis zur technischen Umstellung Ihre Beiträge weiter wie gewohnt.

Wer ist von der neuen Regelung betroffen?

Das Gesetz entlastet alle versicherungspflichtigen Bezieher einer betrieblichen Altersversorgung, deren Höhe 159,25 Euro überschreitet. Bei Betriebsrenten unterhalb dieser Grenze ändert sich nichts.

Versorgungsbezüge anderer Art fallen nicht unter die Freibetragsregelung.

Was ändert sich genau?

Vom 1.1.2020 an werden Krankenkassenbeiträge nur auf die Höhe der Betriebsrente fällig, um die der Freibetrag von 159,25 Euro überschritten wird.

Beispiel: Sie erhalten eine Betriebsrente von 250 Euro. Die Rente überschreitet den Freibetrag von 159,25 Euro um 90,75 Euro. Nach der neuen Regelung werden Beiträge zur Krankenversicherung nur noch auf den Betrag von 90,75 Euro fällig.

Der Freibetrag gilt bei Mehrfachbezug von Versorgungsbezügen nur einmalig und nicht für jeden Versorgungsbezug einzeln.

Für alle anderen Arten von Versorgungsbezügen gilt weiterhin die Mindesteinnahmegrenze. Dazu gehören zum Beispiel Versorgungsbezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis oder aus einem Arbeitsverhältnis mit Anspruch auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen. Diese Versorgungsbezüge sind ab dem ersten Cent in voller Höhe beitragspflichtig, sobald die Grenze von 159,25 Euro überschritten wird.

Wann kann ich mit der Entlastung rechnen?

Die AOK ist bemüht, zeitnah die korrekten Beträge einzuziehen. Derzeit ist das leider noch nicht möglich, da die Zahlstellen bislang keine Informationen über die Art des Versorgungsbezuges übermitteln. Der Freibetrag kann deshalb vorerst nicht korrekt einberechnet werden. Ihre Beiträge werden also vorübergehend wie bisher eingezogen, bis die nötigen Umstellungen im Meldeverfahren erfolgt sind. Das soll bis 2021 geschehen sein.

Werden zu viel gezahlte Beiträge erstattet?

Sobald Ihre zuständige Zahlstelle die Art des Versorgungsbezuges meldet, können Ihre Beiträge korrekt berechnet werden. In der Regel erledigt das die Zahlstelle. Zu viel gezahlte Beiträge werden dann selbstverständlich erstattet. Die Krankenkassen sind nur bei einem Mehrfachbezug verpflichtet, die Höhe des zu berücksichtigenden Freibetrages zu melden.

Fragen? Wir beraten Sie gern

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Berater in der AOK vor Ort. Wir stehen Ihnen gerne für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung.

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