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Pressemitteilung vom 02.03.2016

Krankenstand in Rheinland-Pfalz: Atemwegserkrankungen waren der Treiber in 2015

Krankenstand in Rheinland-Pfalz: Atemwegserkrankungen waren der Treiber in 2015

Krankheitsbedingte Fehlzeiten haben in der deutschen Wirtschaft im letzten Jahr erneut leicht zugenommen; dies teilt das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mit. Der Krankenstand stieg bei den rund 460.000 AOK-versicherten Arbeitnehmern im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 5,7 auf 5,9 Prozent.

„Insbesondere Atemwegserkrankungen sind für die Zunahme der Fehlzeiten im vergangenen Jahr verantwortlich. Diese haben im Vergleich zum Jahr 2014 um 20,1 Prozent zugenommen. Nahezu jeder Dritte war dabei mindestens einmal im Jahr 2015 aufgrund von Atemwegserkrankungen arbeitsunfähig“, so Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Während andere Krankheitsarten 2015 mehrheitlich rückläufig waren, haben Atemwegs­erkrankungen die Fehlzeiten der Arbeitnehmer deutlich ansteigen lassen. Eine durchschnittliche Krankschreibung in der Gruppe der Atemwegserkrankungen dauerte dabei 6,6 Tage.

Innerhalb der Gruppe der Atemwegserkrankungen sind es vor allem die „Akuten Infektionen der oberen Atemwege“ und somit die klassische Erkältung, die den Krankenstand nach oben getrieben haben. Die Erkältungswelle im Jahr 2015 ist vor allem in den ersten drei Monaten des Jahres aufgetreten. Die Anzahl der erkältungsbedingten Krankschreibungen war im Februar besonders hoch und lag in diesem Monat 85,1 Prozent über dem durchschnittlichen Wert der zehn Vorjahre – zurückzuführen auf die starke Grippewelle. Die typischen Symptome einer Erkältung sind Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Entfielen im Jahr 2014 aufgrund einer akuten Infektion der oberen Atemwege rein rechnerisch auf 100 AOK-Mitglieder 31,4 Arbeitsunfähigkeitsfälle, so waren es 2015 bereits 38,6 Fälle. Dies entspricht einer Steigerung von 23 Prozent. Die Fallzahlen sind höher als jemals zuvor in den vergangenen zehn Jahren. Dahingegen entfielen auf Grippeviren, die eine lang andauernde schwere Erkrankung hervorrufen und eher selten auftreten, nur 3,4 Fälle je 100 Mitglieder im Jahr 2015.

Arbeitnehmer mit Berufen, in denen viel Kontakt mit Menschen besteht, weil man beispielsweise in einem Großraumbüro arbeitet – wie etwa Callcenter-Mitarbeiter im Dialogmarketing – oder viele Kundenkontakte pflegt – wie in der Kinderbetreuung und -erziehung –, scheinen besonders gefährdet zu sein. Diese Beschäftigen sind auffallend oft von akuten Erkältungskrankheiten betroffen.

Der Krankenstand beschreibt die Arbeitsunfähigkeitstage im Kalenderjahr. So bedeutet dies für 2015, dass im Durchschnitt jedes AOK-Mitglied mehr als 11,3 Tage (5,9 Prozent der 365 Tage) arbeitsunfähig war.

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