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Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse übernimmt ab sofort als neue Leistung die HPV-Impfung für Jungen

Pressemeldung HPV-Impfung für Jungen

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse übernimmt ab sofort als neue Leistung die HPV-Impfung für Jungen. Sie folgt damit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), noch bevor diese in den Schutzimpfungsrichtlinien durch den Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) verbindlich umgesetzt ist.  

Die STIKO rät zur Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) auch für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren – eine Nachimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren empfohlen. Die HPV-Impfungen für Mädchen, zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs, werden bereits analog übernommen. Auch Männer können sich mit HPV infizieren und das Virus übertragen. Die HPV-Impfung ersetzt allerdings keinesfalls die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung im Erwachsenenalter. 

„Wir begrüßen die Impfung als wichtigen Präventionsbaustein im Sinne unserer jungen Versicherten. Im Kampf gegen Krebs werden wir diese neue Leistung ab sofort - und noch vor der Veröffentlichung als Schutzimpfungsrichtlinie - übernehmen“, so Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Bis diese neue Impfung als Kassenleistung abgerechnet werden kann, erfolgt die Umsetzung im Rahmen der Kostenerstattung. Geimpft wird bei Kinder- und Jugendärztinnen/-ärzten, bei Frauenärztinnen/-ärzten und bei Hausärztinnen/ -ärzten.

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Die „Humane Papillomviren“ (HPV) gelten als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs und können bereits beim ersten sexuellen Kontakt übertragen werden. Seit dem Jahr 2006 gibt es eine Impfung gegen die Varianten von HPV, die am häufigsten ursächlich für Gebärmutterhalskrebs sind. Pro Jahr erkranken rund 5.000 Frauen in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs, bei einem Drittel endet die Krebserkrankung tödlich. Wissenschaftliche Studien belegen derweil, dass ebenso weitere Krebsarten mit HPV in Verbindung stehen. Die Impfung von Jungen soll helfen, Krebserkrankungen auch bei Männern vorzubeugen und zugleich die Zahl der Frauen zu verringern, die sich infizieren, indem weniger Männer den Virus weitertragen. Neben Gebärmutterhalskrebs senkt eine HPV-Impfung das Risiko von weiteren Krankheiten wie Genitalwarzen. Nach erfolgter Impfung gehen Experten bislang von einem sicheren Schutz über 7 Jahre aus. Nicht abschließend beantwortet werden kann, ob eine spätere Auffrischung der Impfung erforderlich ist. Bisherige wissenschaftliche Auswertungen und Studien lassen jedoch vermuten, dass der Impfschutz auch über den Zeitraum von 7 Jahren gegeben ist.

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