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AOK-Gesundheitsbericht

Gesundheitsentwicklung in der Pflegebranche

AOK-Gesundheitsbericht umfasst die krankheitsbedingten Fehlzeiten für die Branche „Pflege“

Der neue AOK-Gesundheitsbericht umfasst die krankheitsbedingten Fehlzeiten für die Branche „Pflege“ der AOK-versicherten Beschäftigten in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland für folgende Bereiche: Pflegeheime, stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Alten- und Behindertenwohnheime, sonstige Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime), soziale Betreuung älterer Menschen und Behinderter und ambulante soziale Dienste.

Nach Auswertung der Daten lassen sich folgende Kernaussagen treffen:

  • Die Pflege ist weiblich – über 80 % der Pflegenden sind Frauen.
  • Das Pflegepersonal wird zunehmend älter: Das Durchschnittsalter ist tendenziell steigend und liegt bei 41,5 Jahren. Ebenso steigt jährlich das Alter der zu Pflegenden an. Aus diesem Grund ist die Nachfrage nach gesunden Pflegefachkräften, Kranken- und Altenpfleger, für die professionelle Pflege und Unterstützung im Alltag in den letzten Jahren massiv gestiegen.
  • Hohen Krankenstand verursacht durch hohe körperliche und psychische Belastungen der Beschäftigten in der Pflege. Der Krankenstand ist um 0,5 % Punkte gegenüber 2017 auf 7,7 % gestiegen und liegt 1,7 %-Punkte über dem Krankenstand von allen AOK-versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Faktoren wie Stress und unregelmäßige Arbeitszeiten tragen mit dazu bei.
  • 68,5 % der AOK versicherten Beschäftigten in der Pflege waren mindestens einmal im Jahr 2018 krankgeschrieben. Das sind 10,9 % mehr als bei allen AOK-Versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
  • Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Störungen sind stark angestiegen, gefolgt von den Krankheiten des Muskel-Skelett Systems. Beide Diagnosen verursachen 36,8 % aller Arbeitsunfähigkeitstage. Eine Ursache für die Fehltage durch Muskel-Skelett Erkrankungen sind die medizinisch pflegerischen Aufgaben der Beschäftigten in der Pflegebranche.

Vorbeugen ist besser als heilen

„Wir sehen die Entwicklung mit Sorge, denn unser Anliegen ist, dass es den Beschäftigten auch in der Pflege gesundheitlich gut geht. Über präventive Maßnahmen im Betrieb können die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit jedoch erhalten und gefördert werden. Bei der betriebliche Gesundheitsförderung wird die Arbeitssituation analysiert und durch nachhaltige Maßnahmen gezielt verbessert. Denn durch gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen gewinnen alle: das Pflegepersonal, die Einrichtung und auch die zu Pflegenden“, so Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

So ist es wichtiger denn je, dass die gesundheitsförderlichen Aufgaben des Arbeitsgebers beim Pflegepersonal großgeschrieben werden. Gemeinsam mit den Betrieben kümmert sich die AOK um die Gesundheit der Fachkräfte in der Pflege. Schwerpunkt sind zum Beispiel die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu den Präventionsprogrammen.

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