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Corona-Pandemie: Kinder und Jugendliche haben mehr Sorgen

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie verschlechtert, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auch bei der Anlaufstelle JugendNotmail zeigt sich im vergangenen Jahr ein besonders großer Beratungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen. Der Beratungsdienst wird deshalb noch weiter ausgebaut.

Kinder und Jugendliche leiden psychisch während Corona-Krise

Für Kinder und Jugendliche ist die Corona-Pandemie eine große Belastung. Laut der aktuellen COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich deren Lebensqualität und psychische Gesundheit im Laufe des letzten Jahres verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet seit Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Besonders Sorgen und Ängste haben zugenommen. Auch in ihrer Lebensqualität fühlen sie sich stark eingeschränkt.

Zudem berichten die Kinder und Jugendlichen über mehr Streit in der Familie, vermehrte schulische Probleme und ein schlechteres Verhältnis zu den Freunden. Die COPSY-Studie wurde von Mai bis Juni 2020 das erste Mal durchgeführt. Die Ergebnisse, die nun vorliegen, wurden in den Folgebefragung zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 erfasst.

JugendNotmail: Beratung stark nachgefragt

Auch bei dem Beratungsangebot JugendNotmail zeigt sich, dass Kinder und Jugendliche während der Corona-Pandemie mehr Probleme haben. Bei der Online-Beratung wurden zwischen Ratsuchenden und Beratern im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Nachrichten ausgetauscht. Eine Steigerung von 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Online-Einzelberatungen waren 2020 ebenfalls stark nachgefragt: Mehr als 2.750 Einzelberatungen fanden statt, rund 20 Prozent mehr als im Jahr davor.

Zu den relevanten Themen in der Beratung gehörten Familie, Depressionen, Angst und Selbstverletzung. „Die psychischen Belastungen für Kinder und Jugendliche in diesen Zeiten sind enorm. Daher treten vermehrt Ängste auf, die sich beispielsweise auf die schulische und berufliche Zukunft beziehen“, so Ina Lambert, Fachleiterin bei JugendNotmail. Aber auch familiäre Probleme würden deutlich zunehmen, weil mehr Menschen als normalerweise ständig zu Hause sind.

Chatten bei Kummer und Sorgen

Damit Kinder und Jugendliche noch leichter einen Ansprechpartner für ihre Sorgen finden, hat JugendNotmail im November 2020 die Einzelchat-Beratung eingeführt. „Der Ratsuchende sieht, welche Beratenden online sind, kann sie persönlich anschreiben und bekommt sofort eine Antwort“, so Lambert. Über 105 Chats wurden seit der Einführung zu den Themen Familie (47 Prozent), Angst (36 Prozent), Depressionen (19 Prozent) und Schule (19 Prozent) geführt. Aufgrund der großen Nachfrage in den ersten Monaten wurde das Angebot der Einzelchat-Beratung nun ausgebaut. Die Beratung ist jetzt immer von Dienstag bis Freitag von 18 bis 21 Uhr möglich.

JugendNotmail ist eine themenoffenes Beratungsangebot des Verbunds für Kinder-, Jugend und Soziale Hilfen und wird von der AOK als Kooperationspartner unterstützt. Seit 2001 stehen rund 160 ehrenamtliche Fachkräfte Kindern und Jugendlichen bei Sorgen oder Kummer als Gesprächspartner zur Verfügung.

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